Ritter-Schule

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Mit dem Ausdruck Ritter-Schule (gelegentlich auch: „Schule von Münster“) wird in philosophie- oder ideengeschichtlicher Literatur ein Kreis von Denkern bezeichnet, die direkte Schüler des in Münster wirkenden Philosophen Joachim Ritter waren oder zumindest von einigen seiner methodologischen, systematischen oder philosophiegeschichtlichen Optionen mehr oder weniger stark beeinflusst waren.

Der „Ritter-Schule“ zugerechnete Denker[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ritter-Schule werden in der Sekundärliteratur u. a. die folgenden Denker zugeordnet:

Positionen der „Ritter-Schule“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ritter hatte in Münster seit 1947 ein Oberseminar abgehalten, das als Collegium Philosophicum bezeichnet wurde, zunächst „in einer Baracke vor dem Münsteraner Schloß mit etwa 10 bis 12 Teilnehmer[n]“.[1] Viele seiner direkten philosophischen Schüler, aber auch andere, hatten daran regelmäßig teilgenommen. Wenngleich der Ausdruck „Ritter-Schule“ schon früh und in der Fachliteratur häufig verwendet wurde, besteht doch ein weitgehender Konsens sowohl unter direkten Schülern Ritters wie etwa Robert Spaemann als auch in der Forschungsliteratur, dass „die Ritter-Schule“ hinsichtlich konkreter Positionierungen eher heterogen sei. Von einer „Schule“ im eigentlichen Sinne zu sprechen, wird daher größtenteils problematisiert.[2] Odo Marquard sprach zwar zunächst in einem häufig zitierten Diktum von einer „Schulkonvergenz als langfristige Spätwirkung“[3] korrigierte dies aber 1989: „die Ritter-Schüler sind inzwischen wieder – mehr oder weniger – auf verschiedenen Wegen“.[4]

Die Ritterschule vertritt keine gemeinsame kohärente philosophische Lehre, sie kann aber als Versuch verstanden werden, an eine hermeneutische Tradition anzuknüpfen, die sich von der Hegel-Maxime leiten lässt, dass es in der Philosophie darauf ankommt, zu sehen was die Wirklichkeit ist und die in der Wirklichkeit enthaltene Vernunft zur Darstellung und zur Sprache zu bringen. Die „Ritter-Schule“ wurde vielfach als „neokonservativ“, wertkonservativ oder „modernitätskonservativ“[5] beschrieben. In der Philosophie der DDR wurde die Marxismuskritik von Ritter, Rohrmoser und anderen mitunter als „Kreuzzug […] gegen den Marxismus“ wahrgenommen[6]. Ritter und viele seiner Schüler grenzten sich von Vertretern der Frankfurter Schule ab, deren Ideen sie z. B. als „Sozialismusromantik“ bezeichneten. Umgekehrt sprach etwa Jürgen Habermas von einer „Theorie der Nachaufklärung“.[7] Ernst Tugendhat, der zur Zeit Ritters in Münster studiert hatte, sprach von einer „ethische[n] Gegenaufklärung“.[8] Odo Marquard dagegen hat die „Ritter-Schule“ beschrieben als Teil des Projekts der Aufklärung, die allerdings weniger Descartes, Turgot, Fichte, Marx, Lukács, Sartre oder Habermas nahe stehe als vielmehr Montaigne, Locke, Montesquieu, Tocqueville, Weber oder Lübbe.[9] Marquard selbst „gehörte (wie Karlfried Gründer) zu den wenigen im Collegium, auf die ‚Kritische Theorie’ und insbesondere Theodor W. Adornos nicht ohne Einfluß geblieben war“[10] Volker Gerhardt sieht „Ritter-Schule“ und Frankfurter Schule als „viel näher, als viele Menschen glauben“.[11]

Inzwischen hat Jens Hacke in einer monographischen Darstellung die Bezeichnung „liberalkonservativ“ vorgeschlagen und begründet. Einleitend grenzt er seine Darstellung von Darstellungen einerseits dezidierter Kritiker aus dem Umkreis der sog. „Frankfurter Schule“ ab, andererseits vom „affirmativ-konservative[n] Standpunkt: Dort wird das notwendige analytische Niveau häufig unterschritten“.[12] Die politische Philosophie der Ritterschule strebte als liberalkonservative Alternative zur Frankfurter Schule eine Bejahung des Staates und seiner Institutionen an, die die faktische Legitimität der Bundesrepublik hervorhob. Für Jens Hacke gehört die Ritter-Schule daher zur Erfolgsgeschichte der Bundesrepublik: "Die Ritter-Schüler haben geholfen, eine kulturelle und intellektuelle Legitimität der Bundesrepublik zu begründen. Ihre rückhaltlose Verteidigung dieses Staates ist ein Beitrag zur inneren Akzeptanz und damit zu einer sukzessiven geistigen Gründung gewesen. Dies darf man getrost als ein historisches Verdienst bezeichnen."[13] Der Historiker und Publizist der neuen Rechten, Karlheinz Weißmann, hebt in einer Besprechung von Hackes Werk in der Jungen Freiheit hervor, dass z. B. Willms, Maurer oder Rohrmoser eher liberalismuskritisch gewesen seien.[14] Tatsächlich hat z. B. Willms hier einen Wandel vollzogen: zuerst „noch ganz getreuer Schüler der doch eigentlich so staatsbürgerlich gestimmten Ritter-Schule“, wird er „später selbst ein ziemlich steiler rechter Vogel, der über Hobbes und Fichte immer mehr zur Nation wanderte“.[15] Ritter selbst wird u. a. wegen einschlägiger Publikationen zur NS-Zeit eine Beteiligung an „nationalsozialismuskonformen Philosophieunternehmen“ und ein „eleganter Opportunismus“, der „auf Germanisierung des Ursprungs der europäischen Neuzeit zielt“, zugeschrieben.[16] Dazu vermerkt Hans Jörg Sandkühler: „Ritter hat 1933 im Interesse seiner beruflichen Laufbahn in der Philosophie einen Positionswechsel vollzogen. Er führt von Marx weg – wohin? Er bewegt sich in dem Maße in NS-Institutionen, wie ihn deren Mißtrauen begleitet und ‚Bewährungsproben‘ von ihm verlangt werden. “[17]

Ritter hatte prominent einen politischen und kulturphilosophischen Konservativismus in kritischer Zustimmung zur „Moderne“ verteidigt - eine Programmatik, an die z. B. Rohrmoser dezidiert anknüpft.[18] Die politische Philosophie Ritters geht vor allem von Aristoteles und Hegel aus, setzt sich aber auch mit Arnold Gehlen, Ernst Jünger und Carl Schmitt auseinander[19]. Dem folgen viele seiner Schüler. Die „Ritter-Schule“ wird z. B. als „hegelkonformistisch“ beschrieben.[20] Unter den Ritter-Schülern werden teils abschwächende, teils aber auch verstärkende Modifikationen favorisiert. So haben z. B. Maurer und Rohrmoser Ritters „schulbildende“ Interpretation von Hegels politischem Denken, die z. B. das bekannte Theorem einer „Doppelstruktur der Moderne“ enthält,[21] „theologisch-politisch modifiziert“.[22] Vielleicht am bekanntesten ist das sog. Kompensationsmodell der Ritter-Schule, das z. B. von Herbert Schnädelbach kritisiert wird.[23] Demnach kompensiert Kultur z. B. durch Ästhetisierung die neuzeitliche Rationalisierung und Objektivierung der Lebenswelt.[24] Odo Marquard hat die „Ritter-Schule“ als denjenigen „Flügel des hermeneutischen Denkens […], der die Praktische Philosophie rehabilitierte“ bezeichnet.[25] Auch Friedrich Kambartel sieht durch Ritter eine Erneuerung der Praktischen Philosophie und behauptet, dass praktische Vernunft bei Ritter „nur über das Vergegenwärtigen ihrer historischen Entfaltung die Ebene eines abstrakten Sollens verlässt und zu konkreter Kritik wie Legitimation fähig wird“[26] In der praktischen Philosophie sind Ritter und viele seiner Schüler für einen Neo-Aristotelismus bekannt, der z. B. bei Ritter auch eine Verteidigung des klassischen Naturrechtsbegriffs einschließt.[27] Diese Position wurde sowohl als systematische These z. B. von Habermas angegriffen[28] als auch z. B. von Karl-Otto Apel als unzutreffende Aristoteles-Interpretation kritisiert.[29] Hinsichtlich der Kultur- und Religionsphilosophie diagnostiziert Hermann Lübbe eine „Konvergenz philosophischer Interessen“ zwischen Ritter-Schule und z. B. Hans Blumenberg oder Eric Voegelin: die Ablehnung eines „ideologiekritische[n] Verständnis[ses] der Religion, das diese, statt als prägende Kraft, als Epiphänomen materiell basierter menschlicher Lebensordnung behandelt“.[30]

Insbesondere das Projekt des „Historischen Wörterbuchs der Philosophie“, das weltweit größte philosophische Wörterbuch, hat auch viele Vertreter der „Ritter-Schule“ über Jahrzehnte beschäftigt. Der Hauptherausgeber Ritter verweist im Vorwort des ersten Bandes u. a. auf Gadamer und Erich Rothacker. Die ursprüngliche Methodologie dieses Werks wurde divergent kommentiert, beispielsweise als „Fortsetzung der – theorieabstinenten, systematische Philosophie und damit insbes. alles transzendentale Denken ablehnenden – geistes- und begriffsgeschichtlichen Arbeitsweise, deren Protagonist Rothacker war“.[31] Reinhold Aschenberg meint, dass Rothacker (der Begründer des Archivs für Begriffsgeschichte), Gadamer und Ritter ein „dominante(s) Triumvirat“ bildeten, das „seit der zweiten Hälfte der 40er Jahre die seitens des Nationalsozialismus protegierte Abdrängung alles systematischen und kritischen Denkens bruchlos fortzuführen und an dessen Stelle jene irgendwie ‚geschichtliche’ Orientierung zu setzen“ vermochte, „wie sie für die Philosophie der Bundesrepublik so charakteristisch werden sollte.“[32] Im internationalen Fachdiskurs ist das "Historische Wörterbuch" heute als maßgebliches Standardwerk philosophie- und begriffsgeschichtlicher Forschung allgemein anerkannt.[33]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gedenkschrift Joachim Ritter. Zur Gedenkfeier zu Ehren des am 3. August 1974 verstorbenen em. ordentlichen Professors der Philosophie Dr. phil. Joachim Ritter, 6. Februar 1976, Aula der Westfälischen Wilhelms-Universität, Münster, Schloß. Aschendorff, Münster 1978, ISBN 3-402-04428-5 (Schriften der Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster 65).
  • Ulrich Dierse: Joachim Ritter und seine Schüler. In: Anton Hügli, Paul Lübcke (Hrsg.): Philosophie im 20. Jahrhundert. Band 1: Phänomenologie, Hermeneutik, Existenzphilosophie und kritische Theorie. Rowohlt, Reinbek 1992, ISBN 3-499-55455-0, S. 237–278 (Rowohlts Enzyklopädie 455).
  • Ulrich Dierse (Hrsg.): Joachim Ritter zum Gedenken. Steiner Verlag u. a., Stuttgart u. a. 2004, ISBN 3-515-08626-9 (Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz, Abhandlungen der Geistes- und Sozialwissenschaftlichen Klasse 2004, Nr. 4).
  • Jens Hacke: Philosophie der Bürgerlichkeit. Die liberalkonservative Begründung der Bundesrepublik. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2006, ISBN 3-525-36842-9 (Bürgertum NF 3), (Zugleich: Berlin, Humboldt-Univ., Diss., 2004).
  • Martin Ingenfeld, Zwischen Fortschritt und Verfall. Zur Diskussion von Religion und Moderne im Ausgang von Joachim Ritter, Köln 2016, ISBN 978-3-946198-12-3.
  • Georg Lohmann: Neokonservative Antworten auf moderne Sinnverlusterfahrungen. Über Odo Marquard, Hermann Lübbe und Robert Spaemann. In: Richard Faber (Hrsg.): Konservatismus in Geschichte und Gegenwart. Verlag Königshausen & Neumann, Würzburg 1991, ISBN 3-88479-592-9, S. 183–201.
  • Henning Ottmann: Joachim Ritter. In: Julian Nida-Rümelin (Hrsg.): Philosophie der Gegenwart. In Einzeldarstellungen. Von Adorno bis von Wright. (= Kröners Taschenausgabe. 423). Kröner, Stuttgart 1991, ISBN 3-520-42301-4, S. 504–509. (Darin auch Personenartikel zu Lübbe, Marquard und Spaemann).
  • Mark Schweda: Joachim Ritter und die Ritter-Schule (Zur Einführung). Junius, Hamburg 2015, ISBN 978-3885067085.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jürgen Seifert: Joachim Ritter „Collegium Philosophicum“. Ein Forum offenen Denkens, in: Richard Faber, Christine Holste (Hrsg.): Kreise, Gruppen, Bünde: zur Soziologie moderner Intellektuellenassoziation, Königshausen & Neumann, Würzburg 2000, S. 189–199, hier S. 190. Später wird die Bezeichnung auch Titel einer Ritter-Festschrift: Ernst-Wolfgang Böckenförde u. a. (Hrsg.): COLLEGIUM PHILOSOPHICUM. Studien. Joachim Ritter zum 60. Geburtstag, Basel – Stuttgart 1965. Darin auch weitere Informationen zum Schülerkreis (die Jahresangabe 1947 dort S. 5). Ebenso bei Dirk van Laak: Gespräche in der Sicherheit des Schweigens. Carl Schmitt in der politischen Geistesgeschichte der frühen Bundesrepublik, Akademie Verlag, Berlin 2002, S. 192–199 („Münster: das ‚Collegium Philosophicum’“).
  2. Vgl. Hermann Lübbe: Die Religion und die Legitimität der Neuzeit. Modernisierungsphilosophie bei Eric Voegelin, bei Hans Blumenberg und in der Ritter-Schule, in: Ders.: Modernisierungsgewinner: Religion, Geschichtssinn, Direkte Demokratie und Moral, Wilhelm Fink, München 2004, S. 58–79, hier S. 59: „[…] dass das Münstersche Collegium philosophicum seine Mitglieder keineswegs in einer konsensuell geteilten Philosophie zusammenschloss. Weder methodisch noch thematisch gab es ausschlusskräftig geteilte Verbindlichkeiten.“ – mit Verweis auf den Collegiums-Teilnehmer Ernst Tugendhat, der den dort üblichen „praktisch-politischen Optionen“ fernstand. Jens Hacke: Philosophie der Bürgerlichkeit, S. 11f.37 et passim. Gegen den Schulbegriff schon Hermann Lübbe: Laudatio in der Gedenkschrift Joachim Ritter, Aschendorff, Münster 1978, S. 14–20, hier S. 20; allerdings „gibt es viele Ritter-Schüler in vielen Fächern an vielen Orten, und stets ist es unverkannbar, daß sie es sind“. Vgl. auch Martin Laube: Die Vermittlung von Herkunft und Zukunft. Perspektiven der Philosophie Joachim Ritter, in: Theologie und neuzeitliches Christentum, Beiträge zur historischen Theologie 139, Mohr Siebeck, Tübingen 2006, S. 164–184.
  3. O. Marquard: Abschied vom Prinzipiellen. Philosophische Studien, Stuttgart 1981, S. 8.
  4. Odo Marquard: Zukunft und Herkunft. Bemerkung zu Joachim Ritters Philosophie der Entzweiung, in: Skepsis und Zustimmung. Philosophische Studien, Stuttgart 1994, S. 15–29, hier S. 17f.
  5. Henning Ottmann: Platon, Aristoteles und die neoklassische politische Philosophie der Gegenwart. In: information philosophie. Vgl. weiterhin: Hermann Lübbe: Die Religion und die Legitimität der Neuzeit. Sven Kluge spricht von „Modernitätstraditionalismus“: Affirmativer Protest – Ambivalenzen und Affinitäten der kommunitaristischen Kapitalismuskritik. In: Rolf Eickelpasch, Claudia Rademacher, Philipp Ramos Lobato (Hrsg.): Metamorphosen des Kapitalismus - und seiner Kritik. VS Verlag, Wiesbaden 2008, S. 59–79, hier S. 74.
  6. So Dieter Bergner, Wolfgang Jahn: Der Kreuzzug der evangelischen Akademien gegen den Marxismus. Berlin 1960; aufgegriffen bei Lübbe: Die Religion und die Legitimität der Neuzeit, 65f. Ritter und Rohrmoser hatten dort u. a. über hegelsche politische Philosophie und Rechtsphilosophie, insb. über Eigentumsrecht referiert.
  7. Jürgen Habermas: Stichworte zur ‚geistigen Situation der Zeit’. Band 1, Nation und Republik. Frankfurt/M. 1979, 19. Aufgegriffen bei Lübbe: Die Religion und die Legitimität der Neuzeit. 59. Zur Ritter-Schule als Gegenpol zur Frankfurter Schule: Hacke: Philosophie der Bürgerlichkeit. S. 15.91 et passim. Vgl. z. B. auch die Verbindung von Neoaristotelismus und Neokonservativismus in der „Ritter-Schule“, wie sie besteht nach J. Habermas: Der philosophische Diskurs der Moderne. Frankfurt/M. 1985, 41 et passim.
  8. Und zwar schon im Titel der 10. Vorlesung: „Die ethische Gegenaufklärung: Hegel und die Ritter-Schule […]“, in: Ders.: Vorlesungen über Ethik, Frankfurt/M. 1993, S. 192–225, hier bes. S. 197ff; auch angeführt bei Hermann Lübbe: Die Religion und die Legitimität der Neuzeit, S. 59.
  9. Odo Marquard: Die Erziehung des Menschengeschlechts – eine Bilanz. In: Der Traum der Vernunft – vom Elend der Aufklärung, Luchterhand, Darmstadt 1985.
  10. Seifert: Joachim Ritter „Collegium Philosophicum“, S. 192.
  11. Volker Gerhardt: Das Subjekt ist die Substanz. Laudatio auf Dieter Henrich zur Verleihung des Hegel-Preises der Stadt Stuttgart am 26. November 2003. In: Dieter Henrich (Hrsg.): Hegel-Preis 2003. Klett-Cotta, Stuttgart 2003, ISBN 3-608-94087-1, S. 23-48, hier 29f.
  12. Jens Hacke: Philosophie der Bürgerlichkeit. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 2006, S. 16 mit Bezug u. a. auf Habermas: Die neue Unübersichtlichkeit, Kleine politische Schriften V, suhrkamp, Frankfurt/M. 1985, S. 30ff für erstere, auf Hartmuth Becker u. a.: Die 68er und ihre Gegner, Graz 2003 für letztere. Vgl. zur Monographie Hackes z. B. die Besprechung in: Information Philosophie.
  13. Jens Hacke: Philosophie der Bürgerlichkeit. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 2006, S. 296
  14. Karlheinz Weißmann: Die Realität hat immer recht, Gedankliche Chirurgie: Günter Rohrmoser, die Ritter-Schule und die Macht des Wirklichen. In: Junge Freiheit. 27/07 vom 29. Juni 2007.
  15. Stephan Schlak: Wilhelm Hennis. Szenen einer Ideengeschichte der Bundesrepublik. C.H. Beck, München 2008, S. 91.
  16. So von Reinhold Aschenberg: Ent-Subjektivierung des Menschen. Lager und Shoah in philosophischer Reflexion. Königshausen und Neumann, Würzburg 2003, S. 113.
  17. Hans Jörg Sandkühler: Joachim Ritter: Über die Schwierigkeiten, 1933-1945 Philosoph zu sein. in: Ders. (Hrsg.): Philosophie im Nationalsozialismus. Meiner, Hamburg 2009, S. 219–252, hier S. 233. Ähnlich: Hans Jörg Sandkühler: „Eine lange Odyssee“. Joachim Ritter, Ernst Cassirer und die Philosophie im ‚Dritten Reich‘. (Memento vom 19. September 2011 im Internet Archive) (PDF; 275 kB) In: Dialektik. 2006/1. Vgl. auch Th. Weber: Joachim Ritter und die „metaphysische Wendung“. In: Wolfgang Fritz Haug (Hrsg.): Deutsche Philosophen 1933. Berlin 1989, S. 219–243.
  18. Vgl. z. B. Günther Rohrmoser: Konservatives Denken im Kontext der Moderne. Gesellschaft für Kulturwissenschaft, Bietigheim 2006
  19. Vgl. dazu Dirk van Laak: Gespräche in der Sicherheit des Schweigens, S. 192ff, u. a. mit Abdruck aus dem Briefverkehr.
  20. Enno Rudolph: Ernst Cassirer in Europa. In: Ernst Cassirer im Kontext, J.C.B. Mohr, Tübingen 2003, S. 1–16, hier S. 4. Dass Aristoteles und Hegel „(d)ie beiden Bezugspunkte des Denkens von Joachim Ritter in der Nachkriegszeit waren“, beschreibt z. B. auch Jürgen Seifert: Joachim Ritter „Collegium Philosophicum“, S. 190.
  21. J. Ritter: Hegel und die Französische Revolution. Köln 1957, auch in: J. Ritter: Metaphysik und Politik, Frankfurt/M. 1989, S. 183–225.
  22. Henning Ottmann: Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831). In: Hans Maier, Horst Denzer (Hrsg.): Klassiker des politischen Denkens Band II: Von John Locke bis Max Weber. 3. Auflage. C.H. Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-56843-5, S. 131–144 und Bibliographie S. 238ff, hier S. 239. Wesentlich umfassender: Ders.: Individuum und Gemeinschaft bei Hegel, Band 1, Hegel im Spiegel der Interpretationen, de Gruyter, Berlin 1977, S. 299–377. (Kap. 6: Der Höhepunkt der deutschen Hegelapologetik. Joachim Ritter und seine Schule).
  23. Herbert Schnädelbach: Kritik der Kompensationstheorie. In: Wozu Geisteswissenschaften? Kursbuch 91 (1988), S. 35-45.
  24. Vgl. dazu z. B. Ludger Heidbrink: Kultur als Kompensation von Modernisierungsschäden? Zur Auseinandersetzung mit einer strittigen Deutungskategorie. In: Karen Gloy (Hrsg.): Im Spannungsfeld zweier Kulturen. eine Auseinandersetzung zwischen Geistes- und Naturwissenschaft, Kunst und Technik. Königshausen & Neumann, Würzburg 2002, S. 31–63, hier bes. S. 42ff.
  25. Odo Marquard: Abschied vom Prinzipiellen. Philosophische Studien, Stuttgart 1981, S. 7.
  26. Friedrich Kambartel: Ritter, Joachim. In: Jürgen Mittelstraß (Hrsg.): Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie, Bd. 3, Metzler, Stuttgart/ Weimar 1995.
  27. J. Ritter: Naturrecht und Aristoteles. In: Metaphysik und Politik. Studien zu Aristoteles und Hegel, suhrkamp, Frankfurt/M. 1969, S. 133–179.
  28. Z. B. in Habermas: Der philosophische Diskurs der Moderne. S. 41 et passim.
  29. Karl-Otto Apel: Diskurs und Verantwortung. Das Problem des Übergangs zur postkonventionellen Moral, Frankfurt/M. 1990, S. 412ff. Reinhold Aschenberg: Ent-Subjektivierung des Menschen. S. 128 spricht von „einseitig interessierter Auslegung“.
  30. Hermann Lübbe: Die Religion und die Legitimität der Neuzeit. 73f.
  31. Reinhold Aschenberg: Ent-Subjektivierung des Menschen. S. 114.
  32. Reinhold Aschenberg: Ent-Subjektivierung des Menschen. S. 111.
  33. Vgl. die Auswahl an Rezensionen in Walter Tinner, „Historisches Wörterbuch der Philosophie“, in: Officina. Mitteilungen des Hauses Schwabe & Co. AG, Basel 1994, S. 6f.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Information Philosophie: 20. Jahrhundert: Die Ritter Schule.
  • Florian Roth: Die Ritter-Schule. Philosophie für die junge Bundesrepublik, Manuskript zu einem Volkshochschul-Vortrag. München 2005.