Robert Misik

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Robert Misik, 2015 in Berlin
Robert Misik während der Grundgesetzkonferenz im März 2009 in Leipzig
Misik, Wien 2010.

Robert Hans[1] Misik (* 3. Januar 1966 in Wien) ist ein österreichischer Journalist und politischer Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Misik, der in den 1980er Jahren der Gruppe Revolutionäre Marxisten (GRM) angehörte, arbeitet regelmäßig für die in Deutschland erscheinende taz sowie für die in Österreich erscheinenden Zeitschriften profil und Falter, des Weiteren betreibt er auf der Homepage der Tageszeitung Der Standard einen Videoblog. Er ist Sachbuchautor, etwa des Theoriebestsellers Genial dagegen.

Misik begann seine journalistische Tätigkeit 1989 bei der mittlerweile eingestellten Arbeiter-Zeitung. 1992 bis 1997 war er Korrespondent des Nachrichtenmagazins profil in Berlin und von 1998 bis 2002 leitender Redakteur des Magazins Format. Seit 2002 arbeitet Misik als freier Autor.

Eines seiner Hauptthemen ist die Auseinandersetzung mit der Globalisierung und ihren Folgen. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Tätigkeit ist die Auseinandersetzung mit der Konsumkultur und der Zunahme kultureller Aspekte in der Warenproduktion. Besonders engagiert sich Misik in theoretischen und politischen Debatten. So hat er eine eigene Veranstaltungsreihe am Bruno-Kreisky-Forum für internationalen Dialog, einem Wiener Think-Tank. Misik plädiert entschieden dafür, religiöse Identitäten aus den politischen Kontroversen herauszuhalten. Ein Schwerpunkt seines Interesses in diesem Zusammenhang stellt der Islam dar.

Misik vertritt links-sozialdemokratische Thesen und tritt oft gegen den Neoliberalismus auf. Seiner Meinung nach braucht die liberale kapitalistische Marktwirtschaft staatliche Regeln und einen stabilen Wohlfahrtsstaat. Die Laissez-Faire-Doktrin sieht er in seinen literarischen Beiträgen sehr skeptisch. Er grenzt sich jedoch klar ab von Querfront- und Lügenpresse-Argumenten. Dass die russische Propaganda zur Ukraine bei linken Globalisierungsgegnern wie auch bei rechten Wirrköpfen und Verschwörungstheoriefreunden gut ankam, erklärte er mit deren Hang, "Wahrheiten" prinzipiell nur abseits des sogenannten Mainstreammedien zu suchen. "Wär's nicht so absurd, wär's fast lustig"; dass Faschisten andere Leute als "Faschisten" beschimpfen.[2]

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mythos Weltmarkt, 1997.
  • Die Suche nach dem Blair-Effekt, 1998.
  • Republik der Courage. Wider die Verhaiderung, (Gemeinsam herausgegeben mit Doron Rabinovici), 2000
  • Marx für Eilige, 2003.
  • Genial dagegen, 2005.
  • Glanz und Elend der Kommerzkultur, 2007.
  • Politik der Paranoia, 2009.
  • Anleitung zur Weltverbesserung: Das machen wir doch mit links, 2010.
  • Kaputtalismus. Wird der Kapitalismus sterben, und wenn ja, würde uns das glücklich machen? 2016, ISBN 978-3-351-03635-5.

alle im Aufbau-Verlag, Berlin.

  • Gott behüte! Verlag Carl Ueberreuter, 2008
  • Halbe Freiheit. Warum Freiheit und Gleichheit zusammengehören, Suhrkamp Verlag, 2012
  • Erklär mir die Finanzkrise! Wie wir da reingerieten, und wie wir da wieder rauskommen, Picus Verlag, 2013
  • Ist unsere Politik noch zu retten? Auswege aus der Wutbürger-Sackgasse, Picus Verlag, 2013.
  • Supermarkt Europa. Vom Ausverkauf unserer Demokratie, gemeinsam mit Michael Reimon, Czernin, Wien 2014, ISBN 978-3-7076-0520-4.
  • Was Linke denken. Ideen von Marx über Gramsci zu Adorno, Habermas, Foucault & Co. Picus Verlag, Wien 2015, ISBN 978-3-7117-2030-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Robert Misik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ladung von MISIK Robert Hans wegen Verdacht der Schlepperei (Facebook)
  2. Infowar! Der Propagandakrieg um die Ukraine, Standard.at, 2. März 2014; im Video