Robert Opron

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Robert Maurice Jean Opron (* 22. Februar 1932 in Amiens, Frankreich; † 29. März 2021 in Antony, Frankreich)[1] war ein französischer Automobildesigner. Mit seinen Entwürfen für Simca, Citroën und Renault gehörte er zu den Wegbereitern aerodynamisch geformter Limousinen mit Schrägheck.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Opron entworfene drehbare Scheinwerfer des Citroën DS 21
Citroën Ami 8

Opron verbrachte seine Kindheit in Algerien, Mali und Abidjan. Ab 1952 studierte er in Frankreich Architektur. Nach einer Zeit als Zeichner bei der Société Nationale de Constructions Aéronautices du Nord begann er 1957 für Simca zu arbeiten. Sein erster Entwurf war 1959 die futuristische Studie „Fulgur“ – ein an eine fliegende Untertasse erinnerndes Auto mit Atomantrieb und einer gläsernen Kuppel über dem Passagierraum.[2] Realisiert wurde nach seinen Vorstudien 1967 der Simca 1100, als Zwei-Box-Kompaktwagen mit Schrägheck, dessen Konstruktion gestalterische Konzepte unter anderem des VW Golf vorwegnimmt.

1962 begann Opron unter Flaminio Bertoni für Citroën zu arbeiten und wurde nach dessen Tod 1964 Chefdesigner. Opron erarbeitete in dieser Zeit zahlreiche Vorschläge für eine Überarbeitung des Citroën DS. Die ihm manchmal zugeschriebene neue Frontpartie dieses Fahrzeugs für den Modelljahrgang 1967 ist aber nicht sein Werk, sondern das Bertonis, der an einer echten DS mit dem Hammer die Kotflügel einschlug und in wenigen Tagen diese neue Form schuf. 1969 folgte der Citroën Ami 8, 1970 der Citroën GS, eine Mittelklasse-Limousine, und der spektakuläre Citroën SM, eine Sportlimousine mit Maserati-Motor und sechs Scheinwerfern, die hinter einer über die ganze Fahrzeugbreite reichenden Glasverkleidung liegen – der SM gilt als Oprons Meisterwerk. Der 1974 erschienene Nachfolger des DS, der sehr klar gezeichnete CX, war zugleich sein Abschied von Citroën. 1975 wurde das Unternehmen von Peugeot übernommen und die PSA Peugeot Citroën gegründet. Opron sah die Eigenständigkeit des Designs bei Citroën in Gefahr und verließ PSA.

Er wechselte zu Renault, wo er u. a. den Fuego, den R25 und auch die Alpine GTA entwarf. Der ihm manchmal zugeschriebene Entwurf des Espace ist in Wirklichkeit eine Arbeit des Matra-Designers Antonis Volanis. Auch Versuchsfahrzeuge wie der Vesta II (1984) und der Entwurf des Lastwagens Renault Magnum (1990) entstanden unter Oprons Mitwirkung. Für Automobiles Ligier, die bereits den Citroën SM gebaut hatten, entwickelte er einen zweisitzigen Kleinstwagen, dessen Nachfolger noch heute gebaut werden. Daneben war er auch für Fiat tätig.

Von 1992 bis 2000 arbeitete Opron als selbstständiger Designberater. Bei der 1999 ausgetragenen Wahl zum Car Designer of the Century gehörte Robert Opron zu den 25 Kandidaten. Gewählt wurde Giorgio Giugiaro. Ab April 2012 war Robert Opron Ehrenmitglied im Citroën SM Club Deutschland und der Citroën-Straße, der Vereinigung der deutschen Citroën-Clubs. Er starb im März 2021 im Alter von 89 Jahren.

Galerie: Autos von Robert Opron[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter I. Pijlman: Robert Opron, L’automobil et l’art. Sagitta Productions, Rotterdam 2002, ISBN 90-5179-024-4.
  • Niklas Maak: Der Mann, der die Zukunft in Form brachte: Seit 50 Jahren entwirft der Autodesigner Robert Opron sensationelle, wegweisende Formen. Trotzdem kennt ihn kaum einer. Ein Besuch. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 9. September 2007, Nr. 36, S. 30.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Elizabeth Blackstock: Legendary Designer Robert Opron Dies, Aged 89. In: jalopnik.com. 3. April 2021, abgerufen am 4. April 2021 (englisch).
  2. Schönes Ding: Simca Fulgur. Atomkraft, ja bitte bei spiegel.de, abgerufen am 22. August 2021