Roger Pfund

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Roger Pfund (* 28. Dezember 1943 in Bern) ist ein schweizerischer Grafiker und Grafikdesigner.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roger Pfund machte seine Ausbildung zum Grafiker an der Kunstgewerbeschule in Bern. Er absolvierte ein Grafikerlehre bei Kurt Wirth. In den Jahren 1966, 1967 und 1968 erhielt er das Eidgenössische Stipendium für angewandte Kunst. Seit dem Jahr 1969 erfolgt eine freie künstlerische Zusammenarbeit mit Elisabeth Pfund.

Im Jahr 1970/1971 nahmen Roger und Elisabeth Pfund am Wettbewerb für einen Entwurf von neuen Banknoten teil. Da sich die Schweizerische Nationalbank schliesslich aber für die Noten von Ernst & Ursula Hiestand entschied, wurden die Entwürfe von Roger und Elisabeth Pfund nur für die Gestaltung der Reserveserie der Banknoten berücksichtigt (so genannte siebte Emission). Im Jahr 1972 wurden die Entwürfe für neue Banknoten der Schweizerischen Nationalbank auf der Documenta 5 in Kassel in der Abteilung Parallele Bildwelten: Gesellschaftliche Ikonographie gezeigt.

Roger Pfund entwarf auch weitere Banknotenserien, etwa die letzte Banknotenserie Frankreichs, die argentinische Banknote mit dem Portrait von Evita Peron und die aktuelle Banknotenserie der Komoren. Ferner war er einer von 29 Künstlern, die zusammen mit Robert Kalina einen Entwurf zum Euro eingereicht hatten.

Ausserdem gestaltete Pfund den neuen Schweizer Reisepass, der seit 2003 im Umlauf ist.

Roger Pfund ist Mitglied der Alliance Graphique Internationale AGI. Er ist ausserdem als Maler, künstlerischer Grafiker, Fotograf und Illustrator tätig. Er lebt in Lenk im Simmental.

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ausstellungskatalog: documenta 5. Befragung der Realität – Bildwelten heute. Katalog (als Aktenordner) Band 1: (Material); Band 2: (Exponatliste); Kassel 1972.
  • documenta Archiv (Hrsg.): Wiedervorlage d5 – Eine Befragung des Archivs zur documenta 1972. Kassel/Ostfildern 2001, ISBN 3-7757-1121-X.
  • Roger Pfund, Jean-Christophe Ammann: Tome III. Orell Füssli, Zürich 2006, ISBN 3-280-05209-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kunst für die Brieftasche in FAZ vom 6. Februar 2015, Seite 35