Rose McGowan

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Rose McGowan (2008)

Rose Arianna McGowan (* 5. September 1973 in Certaldo) ist eine US-amerikanische Schauspielerin.

Leben und berufliche Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

McGowan wurde als zweitältestes von sechs Kindern einer US-amerikanischen Schriftstellerin französischer Abstammung und eines irischen Künstlers in Italien geboren, wo die Eltern einer Kolonie der Kinder Gottes angehörten, die der Vater leitete. Als Kind verdiente sie Geld als Straßenmusikantin und als Fotomodell für italienische Kindermodepublikationen wie Vogue Bambini.

Ende der 1970er-Jahre verließen ihre Eltern die „Kinder Gottes“ und zogen in die Vereinigten Staaten. Bis dahin hatte Rose McGowan kein Englisch gesprochen. Ihre Eltern trennten sich, als sie zehn Jahre alt war. Fünf Jahre später verließ sie ihre Familie und lebte einige Zeit auf der Straße. Mit 15 Jahren ließ sie sich für erwachsen erklären und verdiente ihren Lebensunterhalt mit Gelegenheitsjobs. Anschließend besuchte sie eine Kosmetikschule, ehe sie sich der Schauspielerei widmete.

McGowan begann ihre Karriere mit einigen Nebenrollen, unter anderem in Steinzeit Junior (1992). Einen ersten Erfolg verzeichnete sie mit Gregg Arakis Film The Doom Generation (1995), für den sie eine Nominierung für den Independent Spirit Award erhielt. In den folgenden Jahren erlangte sie vor allem durch die Filme Scream – Schrei! (1996), Phantoms (1998) und Der zuckersüße Tod (1999) Bekanntheit. Der schauspielerische Durchbruch gelang ihr 2001 durch die Rolle der Paige Matthews in der Fernsehserie Charmed – Zauberhafte Hexen, die sie bis zum Serienende 2006 innehatte. 2005 spielte sie in der Fernsehbiografie Elvis die Schauspielerin Ann-Margret.

2007 spielte sie die Hauptrolle im ersten (Planet Terror) und eine Schlüsselrolle im zweiten Teil (Death Proof) des Episodenfilms Grindhouse von Robert Rodriguez und Quentin Tarantino. 2009 war sie in einer wiederkehrenden Rolle in der Serie Nip/Tuck – Schönheit hat ihren Preis zu sehen. In Conan, dem Remake des gleichnamigen Films aus dem Jahr 1982, spielte sie 2011 die Hexe Marique. 2013 und 2014 trat sie als junge Cora in zwei Episoden der Serie Once Upon a Time – Es war einmal … auf.[1]

2014 gab McGowan mit dem 17-minütigen Kurzfilm Dawn ihr Regiedebüt. Der Film wurde unter anderem beim Sundance Film Festival 2014 gezeigt und erhielt überwiegend positive Kritiken. Wie im Januar 2015 verkündet wurde, wird sie bei dem Thriller The Pines, beruhend auf einem Skript von Alex Mar, Regie führen.

Im Herbst 2015 veröffentlichte sie ihre erste Single RM486. Für Ende Februar 2018 ist ihre Autobiographie Brave angekündigt.[2]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Trennung 2001 war McGowan dreieinhalb Jahre mit dem Rockmusiker Marilyn Manson liiert. Sie löste die Verlobung aufgrund der unterschiedlichen Lebensstile. Von 2007 bis 2009 war sie mit dem Regisseur und Produzenten Robert Rodriguez liiert und ab Herbst 2008 bis zur Trennung mit ihm verlobt.[3][4]

Anfang 2007 hatte McGowan einen Autounfall, wobei sie schwere Verletzungen im Gesicht erlitt. Dies hatte einige plastische chirurgische Eingriffe zur Folge.[5]

Im Oktober 2013 heiratete sie den Künstler Davey Detail.[6] Sie trennten sich im Mai 2015 und seit November 2016 sind sie geschieden.[7]

Im Oktober 2017 gehörte sie neben Ashley Judd zu den ersten Schauspielerinnen, die Vorwürfe wegen sexueller Belästigung gegen den Produzenten Harvey Weinstein erhoben. Weitere Vorwürfe wurden u. a. von den Schauspielerinnen Gwyneth Paltrow, Rosanna Arquette und Angelina Jolie erhoben. Asia Argento und Lucia Evans beschuldigten ihn der Vergewaltigung.[8][9] In der Folge wurde Weinstein am 8. Oktober 2017 aus der Produktionsfirma Weinstein Company entlassen.[10] Einige Tage später twitterte McGowan, Weinstein habe auch sie vergewaltigt.[11] Bereits am 14. Oktober 2016 hatte sie erstmals auf die Tat hingewiesen, indem sie als Antwort auf den Hashtag #WhyWomenDontReport schrieb, ihr damaliger Lebenspartner habe ihrem Vergewaltiger die Vertriebsrechte des gemeinsamen Films verkauft. Gemeint war offensichtlich Robert Rodriguez, der auf diesen Umstand aber nie öffentlich einging, sondern sich nach den Enthüllungen lediglich in einem kurzen Statement von Weinstein distanzierte. McGowan beschuldigte zudem weitere namhafte Personen der Mitwisserschaft, darunter Ben Affleck.[12]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rose McGowan bei der Premiere von Grindhouse (2007)
Schauspielerin
Regisseurin
  • 2014: Dawn (Kurzfilm)
  • 2017: Ruth (Kurzfilm)

Musikvideos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Videospiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rose McGowan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bernd Michael Krannich: Charmed: Rose McGowan kommt als junge Cora zu Once Upon A Time | Serienjunkies.de. In: Serienjunkies. Abgerufen am 11. April 2016.
  2. BRAVE - Rose McGowan. Abgerufen am 15. Oktober 2017.
  3. Rodriguez and McGowan Go Public With Relationship
  4. McGowan + Rodriguez Engaged. In: IMDb. Abgerufen am 11. April 2016.
  5. PageSix com Staff: NARROW ESCAPE. In: Page Six. Abgerufen am 11. April 2016.
  6. http://www.gala.de/stars/news/starfeed/rose-mcgowan--romantische-hochzeit-20144810.html
  7. http://www.gala.de/stars/news/rose-mcgowan--die-scheidung-von-davey-detail-ist-durch-20945038.html
  8. nytimes.com: Gwyneth Paltrow, Angelina Jolie and Others Say Weinstein Harassed Them
  9. spiegel.de: "Kultur der Komplizenschaft"
  10. Vorwürfe der sexuellen Belästigung: US-Produzent Weinstein gefeuert bei tagesschau.de, 9. Oktober 2017 (abgerufen am 9. Oktober 2017).
  11. Rose McGowan beschuldigt Weinstein der Vergewaltigung
  12. Hollywood Babylon: Für Harvey Weinsteins stille Mitwisser ist Rose McGowan der ultimative Alptraum bei screenread.de, 14. Oktober 2017 (abgerufen am 15. Oktober 2017).