Rotmonten

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Rotmonten
Staat: Schweiz
Kanton: Kanton St. Gallen (SG)
Wahlkreis: St. Gallenw
Politische Gemeinde: St. Galleni2
Postleitzahl: 9010
Koordinaten: 746263 / 256071Koordinaten: 47° 26′ 21″ N, 9° 22′ 40″ O; CH1903: 746263 / 256071
Höhe: 740 m ü. M.
Einwohner: 2707 (Mai 2017)
Website: www.rotmonten.ch
Karte
Rotmonten (Schweiz)
Rotmonten
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Rotmonten ist das nördlichste Quartier der Schweizer Stadt St. Gallen mit rund 2700 Einwohnern.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Herkunft des Namens „Rotmonten“ ist nicht mehr eindeutig zu klären. Vermutet wird ein Zusammenhang mit dem lateinischen „rotundus mons“, was „runder Berg“ bedeutet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannt wurde der Ort durch das Gefecht bei Rotmonten vom 16. und 17. Juni 1405. Bis zur Eingemeindung in die Stadt St. Gallen im Jahre 1918 war Rotmonten Teil der Gemeinde Tablat. Die Bürgergemeinde Rotmonten wurde auf den 1. Januar 2009 in diejenige der Stadt St. Gallen eingegliedert.

Lage und Demographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rotmonten liegt zu einem grossen Teil an der Südflanke des Rosenbergs, einem Hügel nördlich des Stadtzentrums, einige Häusergruppen liegen auf dem Hügelkamm und einzelne Quartierteile liegen auch auf der Nordflanke des Rosenbergs an den Rändern von Hätteren- und Klosterfrauenwald über dem Tal der Sitter.

Im Mai 2017 bewohnten das statistische Quartier Rotmonten 2707 Personen[1]. Bei der Zusammensetzung der Zahlen aus dem Jahr 2014 stachen einige demographische Merkmale heraus. Mit 24 % Einwohnern im Alter von 65 Jahren und darüber war dieser Anteil der höchste der ganzen Stadt und 7 % höher als der Durchschnitt. Auch der Anteil der Unter-20-Jährigen war mit 20 % über dem städtischen Durchschnitt, wenn auch nur um 3 %. Der Anteil im Erwerbstätigen Alter von 20–64 war mit nur 56 % der tiefste aller Quartiere. Ebenso bemerkenswert ist der Anteil von Schweizern mit 80 % (Durchschnitt 70 %) an der Bevölkerung und die Tatsache, dass kein einziger Bewohner aus dem nicht-EU-Europa stammte.[2]

Das Quartier Rotmonten hat die höchsten Mietpreise der Stadt und auch die grösste Pro-Kopf-Wohnfläche. Zusammen mit dem westlich angrenzenden Quartier Rosenberg gilt es deshalb als „Villenquartier“ der Stadt.

Durch die Linien 5 (als Trolleybus) und 9 der Verkehrsbetriebe St. Gallen (VBSG) ist das Quartier mit der Innenstadt verbunden.

Schulen und Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Universität St. Gallen liegt am westlichen Ende, das zu dieser gehörende Weiterbildungszentrum Holzweid ist am Nordhang des Quartiers ziemlich mittig gelegen. Das stetige Wachstum der Universität stellt für das Quartier eine Belastung dar, da viel hochwertiger Wohnraum durch die Uni belegt wird.

Rotmonten verfügt mit den Schulhäusern 'Rotmonten' und 'Gerhalden' über 2 Primarschulhäuser mit 450 Schülern in 16 Klassen. Ausserdem befinden sich in Rotmonten 6 Kindergärten.

Der Wildpark Peter und Paul im Nordosten Rotmontens und ist ein bedeutendes Naherholungsgebiet St. Gallens.

Rotmonten verfügt ausserdem über ein öffentliches Freibad, die 'Badi Rotmonten', das auf der nördlichen Flanke des Hügels liegt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tranquillo Barnetta (* 1985), Fussballspieler
  • Claudio Agustoni (* 1971), Journalist und Freigeist

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rotmonten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. FfS - STADA - Anmeldung. Abgerufen am 22. Juni 2017.
  2. Kurzportraits über die 18 Quartiere der Stadt St.Gallen. Amt für Gesellschaftsfragen Quartierarbeit Peter Bischof Amtshaus, Neugasse 1-3 9004 St.Gallen, 21. Mai 2015, S. 46-47, abgerufen am 19. Juni 2017.