St. Fiden

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Aussicht im grossen Brühl gegen St. Fiden bei St. Gallen (1790/1795)

St. Fiden ist ein Quartier im Kreis Ost der Stadt St. Gallen. Das heutige Stadtviertel war ein Dorf der Gemeinde Tablat bis zu dessen Eingliederung in die Stadt St. Gallen 1918. Das Quartier hat mit dem benachbarten Quartier Neudorf einen gemeinsamen Quartierverein.[1]

Öffentlicher Verkehr und Verkehrswege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der nördlichen Grenze des Quartiers befindet sich der Bahnhof St. Gallen St. Fiden. Ein Teil der Gleisanlagen und die alten Güterschuppen befinden sich auf dem Gebiet des Quartiers St. Gallen-Heiligkreuz. Das Bahnhofsgebäude selbst befindet sich dagegen im Quartier. Der Bahnhof bietet im Rahmen von 5 S-Bahn-Linien Verbindungen zum Stadtzentrum St. Gallen und in Richtung Rorschach bzw. Romanshorn. Der Autobahnanschluss St. Gallen St. Fiden der A1 befindet sich unmittelbar westlich des Bahnhofs und die Autobahn trennt Quartier und Bahnhof voneinander.

St. Fiden liegt an einer der Hauptverkehrsadern St. Gallens, der Rorschacher Strasse, und ist daher durch den öffentlichen Verkehr sehr gut erschlossen: Die Trolleybuslinien 1 und 2, die Autobuslinien 7, 8, 9 und 11 der Verkehrsbetriebe der Stadt St. Gallen und die Postauto-Linien 120, 121, 210, 211, 240, 241 und 242 bedienen alle das Quartier.

Öffentliche Einrichtungen und Quartierentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ostschweizer Kinderspital

In St. Fiden liegen mit dem Kantonsspital St. Gallen und dem Ostschweizer Kinderspital St. Gallen zwei der wichtigsten Gesundheitszentren des Kantons St. Gallen, wobei das Kantonsspital seit 2016 bis 2021 einer Generalerneuerung unterzogen wird.[2] Nach dem Projektabschluss soll das Kinderspital auch im Kantonsspital integriert sein. In unmittelbarer Nähe zum Kantonsspital befindet sich noch eine weitere wichtige Einrichtung der regionalen medizinischen Infrastruktur, das Blutspendezentrum des SRK.[3]

Das Blutspendezentrum St. Fiden und die Buswartehäuschen von Santiago Calatrava in St. Gallen St. Fiden

Im Quartier befinden sich 2 Primarschulhäuser: Das Schulhaus Grossacker an der Flurhofstrasse mit 400 Schülern und 5 dazu gehörenden Kindergärten[4] und in der Nähe des Bahnhofs St. Fiden das Schulhaus Krontal mit 150 Schülern in 3 Kindergarten- und 6 Primarschulklassen[5].

Seit 1890 befindet sich auch die älteste Kindertagesstätte der Stadt St. Gallen, der 'Tempelacker', im Quartier, in dem heute eine KITA, ein Kinder-Wohnheim und eine Stelle für Physio- und Ergotherapie untergebracht sind.[6]

Ebenfalls zu einem kleinen Teil in St. Fiden befindet sich das OLMA-Messegelände, dass aber grösstenteils im Nordostquartier liegt.

Im Quartier befindet sich auch das einzige Seifenmuseum der Schweiz, das seit 2015 in St. Fiden und das einzige Museum des Quartiers ist.[7]

Um den Bahnhof St. Fiden herum befinden sich nördlich (Quartier Heiligkreuz) und südlich in St. Fiden einige der letzten grossen Baulandreserven der Stadt St. Gallen. Im Dezember 2017 wurde ein Konzept für die Entwicklung des Gebietes vorgestellt, wobei mit einem Baubeginn nicht vor 2022 gerechnet wird.[8]

Wahrzeichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Einkaufszentrum Grossacker und das Wahrzeichen St. Fidens, der 'Silberturm'

Architektonisch bemerkenswert ist das als Wahrzeichen St. Fidens geltende Einkaufszentrum Grossacker mit seinen silbrigen Fassaden und dem ovalen, so genannten 'Silberturm', die bei der Eröffnung im Jahr 1975 als sehr futuristisch galten und auch heute noch das Quartier prägen.[9]

Eine architektonische Kuriosität stellen die beiden Wartehäuschen bei der Bushaltestelle St. Fiden (westwärts) dar, die 1983 als eine seiner ersten Arbeiten überhaupt vom spanisch-schweizerischen Santiago Calatrava errichtet worden sind.[10]

Historische Bauten sind im Quartier nur wenige vorhanden. Nahe der im 18. Jahrhundert gebauten Kirche St. Fiden befindet sich das aus dem 17. Jahrhundert stammende 'Schlössli' St. Fiden an der Greithstrasse, das 2014 renoviert[11] wurde und auf der Liste der Kulturgüter des

Das Schlösschen St. Fiden von Süd-Osten her gesehen

Kantons St. Gallen aufgeführt ist.[12]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: St. Fiden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Super User: 11. St.Fiden-Neudorf. Abgerufen am 12. Dezember 2017 (Schweizer Hochdeutsch).
  2. Neubau Haus 07A, 07B und OKS | Kantonsspital St.Gallen. Abgerufen am 27. November 2017.
  3. Stiftung Blutspende SRK Ostschweiz: Start. Abgerufen am 12. Dezember 2017.
  4. Primarschule Grossacker. Abgerufen am 12. Dezember 2017.
  5. Krontal. Abgerufen am 12. Dezember 2017.
  6. Ingo Hilpert: Tempelacker. Abgerufen am 12. Dezember 2017.
  7. St. Galler Tagblatt AG, Switzerland: Mehr Platz für die Seifen. In: St.Galler Tagblatt. (tagblatt.ch [abgerufen am 12. Dezember 2017]).
  8. St. Galler Tagblatt AG, Switzerland: Wie St.Fiden künftig aussehen soll. In: St.Galler Tagblatt. (tagblatt.ch [abgerufen am 12. Dezember 2017]).
  9. St. Galler Tagblatt AG, Switzerland: Besuch in der Raumstation. In: St.Galler Tagblatt. (archive.org [abgerufen am 1. Dezember 2017]).
  10. St. Galler Tagblatt AG, Switzerland: Calatravas Liebeserklärung. In: St.Galler Tagblatt. (tagblatt.ch [abgerufen am 12. Dezember 2017]).
  11. St. Galler Nachrichten: Schlössli St.Fiden in neuem Glanz. Abgerufen am 12. Dezember 2017.
  12. Inventar schützenswerter Bauten. Abgerufen am 12. Dezember 2017.

Koordinaten: 47° 26′ N, 9° 23′ O; CH1903: 747274 / 255045