Royal Caribbean Group

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Royal Caribbean Group Ltd.

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Rechtsform Limited
ISIN LR0008862868
Gründung 1997
Sitz Monrovia, Liberia
Leitung Richard D. Fain
Mitarbeiterzahl 85.000[1]
Umsatz 2,209 Mrd. US-Dollar (2020)[1]
Branche Touristik
Website www.royalcaribbeangroup.com
Stand: 31. Dezember 2020

Royal Caribbean Group Ltd. (bis Juli 2020 Royal Caribbean Cruises) ist ein Kreuzfahrtunternehmen mit Sitz in Monrovia[2] und operativer Hauptzentrale in Miami. Das Unternehmen ist das weltweit zweitgrößte Kreuzfahrtunternehmen. Es ist im vollständigen Besitz der drei Kreuzfahrtgesellschaften Celebrity Cruises, Royal Caribbean International und Silversea Cruises. Weiterhin hält das Unternehmen 50 Prozent der Anteile von TUI Cruises, sowie Anteile an Pullmantur Cruises und Wamos Air.

Die Aktien der Royal Caribbean Group werden an der New York Stock Exchange gehandelt und sind im S&P 500 enthalten. In der Vergangenheit war Royal Caribbean auch im OBX Index enthalten, verlor allerdings seinen dortigen Platz, nachdem es 2016 ein Delisting von der Osloer Börse beantragt hat.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

US-Hauptverwaltung in Miami

Royal Caribbean Cruises Ltd. wurde 1997 nach dem Kauf der Celebrity Cruises durch Royal Caribbean Cruise Line gebildet, wobei zwei Marken blieben, nur wechselte Royal Caribbean Cruise Line nach Royal Caribbean International. Somit wurde Royal Caribbean Cruises Ltd. gleich die Mutter für beide Töchter.

Zur dritten Tochter wurde Island Cruises, die als Joint Venture mit der britischen First Choice Holidays einen Zugang zu den Märkten von Großbritannien und Brasilien sicherte.

Im November 2006 kaufte Royal Caribbean Cruises Pullmantur Cruises in Madrid (Spanien) und im Mai 2007 wurde Azamara Club Cruises als Tochtergesellschaft der Celebrity Cruises[4] gebildet. Dazu kam im Mai 2008 noch CDF Croisières de France für französisch sprechende Kunden und TUI Cruises gemeinsam mit der deutschen TUI AG für den deutschsprachigen Markt.[5] TUI Cruises übernahm 2020 Hapag-Lloyd Cruises.

Im Mai 2015 wurde SkySea Cruises gegründet, ein Unternehmen mit Schwerpunkt auf dem chinesischen Markt. Royal Caribbean hielt 35 Prozent an dem Unternehmen, 35 Prozent lagen bei CTRIP. Die restlichen 30 Prozent legen bei Stone Capital. Die Marke wurde 2018 aufgegeben.[6]

2018 stieg Royal Caribbean Cruises bei Silversea Cruises ein und übernahm die Reederei im Jahr 2020 vollständig.

Beteiligungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Marken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Island Cruises[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 2002 bis 2008 hielt Royal Caribbean Cruises 50 % der Aktienanteil an Island Cruises.

Admiral Cruises[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Admiral Cruises[11] wurde 1986 gegründet und 1988 von Royal Caribbean übernommen. Die Marke wurde 1992 eingestellt. Admiral Cruises betrieb die Kreuzfahrtschiffe Azure Seas, Emerald Seas und Stardancer. Zudem hatte Admiral Cruises die Future Seas bestellt, die jedoch nach der Übernahme durch Royal Caribbean als Empress of the Seas für Royal Caribbean International in Fahrt kam.

CDF Croisières de France[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

CDF Croisières de France wurde 2007 als Tochtergesellschaft von Pullmantur Cruises gegründet und wurde 2008 am Markt tätig. Royal Caribbean hielt zunächst 100 %, verkaufte jedoch 2016 51 Prozent an Springwater Capital.[12] CDF stellte den Betrieb 2017 ein. CDF betrieb die Kreuzfahrtschiffe Bleu de France (2007–2011), Horizon und Zenith.[13][14]

SkySea Cruises[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

SkySea Cruises wurde 2015 als Joint-Venture mit CTrip gegründet. Royal Caribbean hielt 35 % an SkySea Cruises.[15] SkySea Cruises betrieb von 2015 bis 2018 das einzige Kreuzfahrtschiff SkySea Golden Era. Die Marke wurde 2018 aufgegeben.[16]

Pullmantur Cruises[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pullmantur Cruises wurde in den 1990er Jahren gegründet. 2006 wurde Pullmantur Cruises zu 100 % von Royal Caribbean übernommen. 2016 verkaufte Royal Caribbean 51 % der Anteile an Springwater Capital.[17] 2020 meldete das Unternehmen Insolvenz an. Zu Pullmantur gehörte auch Wamos Air (früher: Pullmantur Air).

Azamara Cruises[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Azamara Cruises wurde 2007 gegründet. Im Jahr 2021 verkaufte Royal Caribbean seine 100-prozentige Beteiligung an Sycamore Partners.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Royal Caribbean Cruises – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Jahresbericht 2020. Abgerufen am 16. Juni 2021 (englisch).
  2. Freedom of the Seas Cruise Ship Specifications. (usatoday.com).
  3. https://www.oslobors.no/ob_eng/layout/set/print/Oslo-Boers/About-Oslo-Boers/News-from-Oslo-Boers/Royal-Caribbean-Cruises-to-be-delisted-from-Oslo-Boers
  4. Celebrity Cruises Presents New, Deluxe Cruise Line: Azamara Cruises. (Memento des Originals vom 10. Oktober 2007 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rclinvestor.com Abgerufen am 21. August 2011.
  5. TUI AG and Royal Caribbean Cruises Ltd. Announce Joint Venture to Serve German Cruise Market (Memento des Originals vom 6. Juli 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rclinvestor.com geprüft am 21. August 2011.
  6. SkySea Wraps Up Operations with Special Cruise. 29. August 2018, abgerufen am 23. Februar 2019.
  7. TUI und Royal Caribbean bauen Joint Venture TUI Cruises deutlich aus: Luxus-Marke Hapag-Lloyd Cruises soll schneller wachsen. 7. Februar 2020, abgerufen am 25. März 2020.
  8. Royal Caribbean übernimmt Silversea (Memento vom 14. Juni 2018 im Internet Archive) Hansa – International Maritime Journal, 14. Juni 2018.
  9. Royal Caribbean Group acquires the remainder of Silversea. In: travelweekly.com. 10. Juli 2020, abgerufen am 10. Juli 2020 (englisch).
  10. Royal Caribbean Group: Our brands. Abgerufen am 27. November 2020 (englisch).
  11. Franz Neumeier: Royal Caribbean: Jungfernfahrt der Song of Norway vor 40 Jahren. cruisetricks.de, 10. November 2010. Abgerufen am 14. Dezember 2013.
  12. Royal Caribbean Sells 51 Percent of Pullmantur and CDF. 10. Mai 2016, abgerufen am 22. Juli 2020 (englisch).
  13. Croisieres de France Flotte. Abgerufen am 18. April 2014.
  14. boats. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 19. April 2014; abgerufen am 18. April 2014.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.cdfcroisieresdefrance.com
  15. SkySea Cruises. Abgerufen am 1. Mai 2015.
  16. Royal Caribbean and Ctrip to Kill SkySea Brand. 20. März 2018, abgerufen am 23. Juli 2020.
  17. Royal Caribbean Sells 51 Percent of Pullmantur and CDF. 10. Mai 2016, abgerufen am 22. Juli 2020 (englisch).