Rudolf Großmann (Maler)

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Rudolf Wilhelm Walther Großmann, auch Grossmann, (* 25. Januar 1882 in Freiburg im Breisgau; † 28. November 1941 ebenda) war ein deutscher Maler und Graphiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Hofbräuhaus München, Lithografie von 1916
„Der Boxer Hans Breitensträter“, Lithografie von 1921 im Museum of Modern Art

Rudolf Großmann wuchs in künstlerischem Milieu auf. Sein Großvater war der badische Hofmaler Wilhelm Dürr, seine Mutter Bildnismalerin. Er studierte zunächst von 1902 bis 1904 in München Medizin und Philosophie und ging dann für fünf Jahre nach Paris, unter anderem als Schüler von Lucien Simon.[1] Dort widmete er sich zunächst, unter dem Einfluss von Paul Cézanne, der Landschaftsmalerei. Mit Jules Pascin reiste er nach Belgien und Holland. Weitere Studienreisen führten ihn nach Nord- und Südfrankreich und nach Wien, Budapest und Stockholm.

1910 blieb er eine Weile in Berlin, um dann – zum Teil mit seinem Freund Hans Purrmann – weiter zu reisen: ins Engadin, nach München, zum Tegernsee, nach Italien.

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland lebte Großmann in Berlin und betätigte sich fortan als Graphiker, u. a. mit Buchillustrationen und Porträts von Berühmtheiten, letztere erschienen unter anderem im Simplicissimus. 1928 wurde er Professor an der Kunsthochschule Berlin.[2] Großmann war Mitglied der Berliner Secession und des Deutschen Künstlerbundes.

Nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten wurde er 1934 als Professor abgesetzt, und er zog sich nach Freiburg zurück. Großmanns Werke wurden von den Nationalsozialisten als „entartet“ diffamiert. 1937 wurden drei seiner Werke in der NS-Propagandaausstellung Entartete Kunst gezeigt, und 206 seiner Werke wurden konfisziert.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rudolf Großmann: Die Maler Jules Pascin und Hans Purrmann im Moulin de la Galette
Commons: Rudolf Großmann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rudolf Großmann. In: Biographical information. RKD Netherlands Institute for Art History, abgerufen am 3. Juni 2015.
  2. a b Ernst Klee: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S. 201.