Sümmern

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Sümmern
Stadt Iserlohn
Wappen der ehemaligen Gemeinde Sümmern
Koordinaten: 51° 25′ 7″ N, 7° 42′ 45″ O
Einwohner: 6157 (31. Dez. 2016)
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 58640
Vorwahlen: 02371, 02373
Evangelische Kreuzkirche
Evangelische Kreuzkirche
Katholische Kirche St. Gertrudis

Sümmern ist ein Stadtteil der Stadt Iserlohn im nordwestlichen Sauerland. Ende 2016 hatte Sümmern 6157 Einwohner.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch steinzeitliche Funde im Bereich des heutigen Iserlohns wird nahegelegt, dass dort bereits lange vor dem Mittelalter Siedlungen entstanden.

In den Annalen ist nachzulesen, dass 1180 der an der Stelle des heutigen Sümmerns gelegene Ort nach dem Sturz Heinrichs des Löwen unter die Verwaltung des Erzbischofs von Köln geriet.

1204 wird erstmals schriftlich ein Ort namens "Sumberne" oder "Sumburen" schriftlich erwähnt und das Haus Sümmern wird urkundlich an einen Gerlach übertragen. Bis ins 18. Jahrhundert schafften es die Grundherren, ihre Rechte (zum Beispiel eigene Kriminal- und Hofesgerichtsbarkeit) zu wahren.

Von 1802 bis zum Ende 1974 wird Sümmern eine Gemeinde im ehemaligen Amt Menden, damals Kreis Iserlohn. Am 1. Januar 1975 wird der Ort dann zwischen Iserlohn und Menden aufgeteilt. Der weitaus größte Teil mit dem Hauptort wird als Stadtteil gleichen Namens der Stadt Iserlohn zugeordnet.[2] Das kleine Ostsümmern kommt zur Stadt Menden.

Mit der französischen Gemeinde Laventie wurde 1964 eine Städtepartnerschaft begründet, die 1967 offiziell besiegelt wurde. Diese ging im Zuge der kommunalen Neugliederung acht Jahre später auf die Stadt Iserlohn über.

Aufbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sümmern besteht im Wesentlichen aus drei Teilen, dem alten Teil mit dem Ortskern, dem Neubaugebiet und dem Industriegebiet. Das Neubaugebiet - aber manchmal auch ganz Sümmern - werden gerne auch das "Kirschblütendorf" genannt, da zur richtigen Jahreszeit in der Parkanlage, auf dem angelegten Kreisverkehr und auf den umliegenden Rasenflächen jedes Jahr üppige Kirschbäume blühen.

Neben Griesenbrauck zählen zu Sümmern auch Bilveringsen an der Grenze zur Stadt Hemer und ein Flurstück mit dem Namen Wulfringsen am Rande Kalthofs.

Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 2017 renovierte katholische Kirche St. Gertrudis war über viele Jahre Sümmerns geistliches Zentrum. Auf dem Kirchplatz befindet sich ein Mahnmal zum Andenken an die Opfer des Krieges von 1870/ 71 sowie des Ersten Weltkrieges. Davor erinnert eine Gedenkplatte an die Gefallenen des Zweiten Weltkrieges. Es wurde 1935 von der politischen Gemeinde Sümmern gestiftet.

Der einzige barocke Bau im gesamten Iserlohner Stadtgebiet ist bis heute die katholische Kreuzkapelle oberhalb des Friedhofs (auch St. Antonius-Kapelle genannt). Sie wurde von dem Burgherrn von Sümmern, Freiherr von Syburg gestiftet und erhielt ihre Benediktion im Jahr 1767.

Die jüngste Kirche im Iserlohner Raum ist die Evangelische Kreuzkirche in Sümmern, die im Jahr 1967 geweiht wurde.

Im Industriegebiet befindet sich der Hauptsitz der Firma Dornbracht, die dort seit vielen Jahren Armaturen u.a. für Bad und Küche entwerfen und herstellen.

Ebenfalls im Industriegebiet befindet sich die Indoor-Inlineskater-Halle "Zoom", die hauptsächlich der Trainingsort der Inlinehockey-Mannschaft IH Samurai Iserlohn ist, aber an manchen Tagen auch gegen Eintritt befahren werden kann.

Weiter in Richtung Halingen liegt der seit 1792 im Familienbesitz befindliche Hof Drepper. Das Wohnhaus sowie der ältere Teil des Landmarktes stehen unter Denkmalschutz. Die Familie Drepper betreibt seit Jahren einen Markt mit u.a. Fleisch und Gemüse, doch ein Großteil Sümmerns kauft zur richtigen Jahreszeit auch dort seinen Spargel.

Noch weiter Richtung Halingen befindet sich der Gedenkstein an Emil Rittershaus, den Verfasser des Westfalenliedes.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen der ehemaligen Gemeinde Sümmern enthält - wie das aller Gemeinden des ehemaligen Amtes Menden - ein „Kuheisen“ über dem ein goldener Balken dargestellt ist. Darüber befinden sich drei silberne Rosen auf rotem Grund. Sowohl der Balken als auch die drei Rosen entstammen dem Familienwappen der Familie Sümmern. Das Wappen wurde am 15. April 1937 genehmigt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sümmern – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadt Iserlohn: Beiträge zur Stadtforschung und Statistik (PDF; 497 kB), abgerufen am 1. Februar 2017
  2. § 2 Sauerland/Paderborn-Gesetz