SC Hessen Dreieich

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SC Hessen Dreieich
Logo des SC Hessen Dreieich
Basisdaten
Name Sportclub Hessen
Dreieich e.V.
Sitz Dreieich, Hessen
Gründung 20. Juni 2013
Farben rot-weiß
Präsident Reinhold Gerhardt
Website hessen-dreieich.de
Erste Fußballmannschaft
Cheftrainer Sasan Tabib
Spielstätte Hahn Air Sportpark Dreieich
Plätze 2530
Liga Hessenliga
2019/20 7. Platz

Der SC Hessen Dreieich (vollständiger Name: Sportclub Hessen Dreieich e.V.) ist ein Sportverein aus Dreieich im Landkreis Offenbach. Die erste Fußballmannschaft stieg im Jahre 2018 in die viertklassige Regionalliga Südwest auf, stieg aber im Folgejahr wieder ab.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein wurde am 20. Juni 2013 gegründet. Hintergrund waren die finanziellen Schwierigkeiten der Stadt Dreieich, die in die Haushaltssicherung genommen wurde. Aus diesem Grund hätte die Gemeinde die Zuschüsse für die örtlichen Fußballvereine kürzen müssen. Der Eigner der Fluggesellschaft Hahn Air Lines Hans Nolte gründete daraufhin die Dreieich Sportstätten Betriebs & Marketing GmbH (DSBM) und investierte 2,5 Millionen Euro in den Bau neuer Sportanlagen.[1] Den örtlichen Vereinen versprach die DSBM Zuschüsse aus dem Sponsorenpool, wenn sie dem neu gegründeten Verein als assoziiertes Mitglied beitreten.[2]

Fünf Dreieicher Vereine beklagten daraufhin, dass sich die Vereine vom neugegründeten SC Hessen abhängig machen würden und fühlten sich erpresst. Zudem wurde dem SC Hessen vorgeworfen, Jugendspieler aggressiv abzuwerben.[2] Schließlich traten sieben Vereine dem SC Hessen Dreieich bei: Die Fußballabteilung der SKG Sprendlingen, der FV 1906 Sprendlingen, die SG Götzenhain, der SV Dreieichenhain, der TV Dreieichenhain, der FC Offenthal und die SuSGO Offenthal. Bedeutendster Stammverein ist der FV Sprendlingen, der von 1976 bis 1978 in der seinerzeit drittklassigen Amateurliga Hessen spielte.

Sportliche Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die SKG Sprendlingen wurde in der Saison 2012/13 hinter dem SSV Lindheim Vizemeister der Gruppenliga Frankfurt-Ost. In der anschließenden Relegation zur Verbandsliga Hessen-Süd stiegen die Sprendlinger nach einem 1:0 am letzten Spieltag beim direkten Konkurrenten Rot-Weiß Walldorf auf. Dort übernahm der SC Hessen Dreieich den Platz und wurde auf Anhieb Neunter. Verstärkt durch zahlreiche ehemalige Dritt- und Regionalligaspieler spielten die Dreieicher erneut um die Meisterschaft mit und lieferten sich einen Zweikampf mit Rot-Weiss Frankfurt.

Der ehemalige Bundesliga-Profi Thomas Epp wurde am 1. Januar 2014 Sportdirektor Fußball und führte die Mannschaft in der Saison 2014/15 zur Meisterschaft und damit zum Aufstieg in die Hessenliga. Nachdem dort die Hinrunde auf Platz elf beendet wurde, dies jedoch den hohen Ansprüchen der Vereinsführung nicht genügte, wurde Rudi Bommer zum 1. Januar 2016 neuer Cheftrainer, sein ehemaliger Mitspieler Ralf Weber sein Co-Trainer.[3][4] Neuer Sportdirektor wurde gleichzeitig Karl-Heinz Körbel, der am 28. Juni 2016 zum Vizepräsidenten gewählt wurde.[5] Der Verein verzichtete 2017 auf den Aufstieg in Regionalliga Südwest. 2017 und 2018 wurde der SC Hessen jeweils Meister Hessenliga. Nachdem der Verein 2017 noch auf den Aufstieg verzichtet hatte, nahm er 2018 die Aufstiegschance wahr und spielte somit in der Saison 2018/19 in der Regionalliga Südwest. Infolge anhaltender Erfolglosigkeit übernahm zunächst Körbel[6] am 1. April 2019 und einen Tag später das Trainerteam Bommer/Weber[7] die Verantwortung für Kadergestaltung und ausbleibende Ergebnisse und traten von ihren Ämtern zurück. Interimsweise übernahm der bisherige Torwarttrainer Volker Becker[8] bis Saisonende als Chefcoach. Dennoch stieg der Verein direkt wieder in die Hessenliga ab. In der Saison 2019/2020 wird der SC Hessen Dreieich von Ex-Bundesligaprofi Lars Schmidt trainiert.[9]

Am 15. März 2020 kündigte der Verein an, seine Herrenmannschaft künftig in den eigens dafür neugegründeten International Soccer Club Rhein-Main (kurz: ISCRM) auszulagern. Mit dieser Professionalisierung wollte man den anwachsenden Anforderungen im Profibereich besser begegnen und den Jugendmannschaften auf dem Gelände abends keine Trainingszeiten mehr streitig machen.[10] Aufgrund der COVID-19-Pandemie hat der Verein die Bewerbung des ISCRM für die Hessenliga am 27. April 2020 bereits wieder zurückgezogen und wird in der Saison 2020/21 mit dem gewohnten Namen am Spielbetrieb der Hessenliga teilnehmen.[11]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kader der Saison 2019/20[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 13. Mai 2020[12]

Nr. Nat. Spieler
Torhüter
012 Deutschland Felix Koob
33 Deutschland Mike Wroblewski
Abwehr
20 Deutschland Mark Nopp
3 Deutschland Montenegro Nicklas Pitas
4 Deutschland Yilmaz Kilic
5 Deutschland Griechenland Vladimiros Safaridis
15 Montenegro Deutschland Denis Talijan
16 Kroatien Domagoj Filipovic
20 Deutschland Besmir Haliti
21 Deutschland Bosnien und Herzegowina Alem Koljic
29 Deutschland Niko Opper
30 Deutschland Palastina Autonomiegebiete Wessam Abdel-Ghani
Mittelfeld/Sturm
06 Deutschland Serbien Nikola Mladenovic
07 Deutschland Afghanistan Zubayr Amiri
08 Deutschland Afghanistan Abassin Alikhil
9 Deutschland Brasilien Marcus Weinhardt
10 Kroatien Toni Reljic
11 Albanien Anxhelo Mumajesi
14 Deutschland Danny Klein
17 Kosovo Deutschland Enis Bunjaki
18 Deutschland Denis Streker
19 Deutschland Serbien Sinisa Alempic
23 Kroatien Tino Lagator
31 Polen Mateusz Malkiewicz
32 Deutschland Kamerun Masse Bell Bell
360 Deutschland Janis Häuser


Trainer
Name Funktion
Lars Schmidt Trainer
Sven Kunisch Co-Trainer
Erdo Arnitali Co-Trainer
Gregor Wojtech Torwart-Trainer
Yüksel Ekiz Team-Manager

Fußballspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leichtathleten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reiter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anna Nolte
  • Carl Cuypers

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nicole Jost: SC Hessen Dreieich gegründet. Frankfurter Neue Presse, abgerufen am 12. Mai 2015.
  2. a b Annette Schlegl: „Wir sind abhängig vom SC Hessen“. Frankfurter Rundschau, abgerufen am 13. Mai 2015.
  3. Drei Fragen an die neuen Trainer hessen-dreieich.de, abgerufen am 10. März 2016
  4. Jochen Koch: SC Hessen Dreieich: Rudi Bommer löst Thomas Epp ab. Offenbach-Post, abgerufen am 6. Februar 2016.
  5. Karl-Heinz „Charly“ Körbel zum Vizepräsidenten gewählt, abgerufen am 7. März 2017
  6. Danke Charly! In: SC Hessen Dreieich. 1. April 2019, abgerufen am 21. Mai 2019.
  7. Rudi Bommer nicht mehr Cheftrainer des SCHD. In: SC Hessen Dreieich. 2. April 2019, abgerufen am 21. Mai 2019.
  8. Volker Becker Cheftrainer bis Saisonende. In: SC Hessen Dreieich. 3. April 2019, abgerufen am 21. Mai 2019.
  9. Lars Schmidt wird Cheftrainer des SC Hessen Dreieich. In: SC Hessen Dreieich. 29. April 2019, abgerufen am 21. Mai 2019.
  10. SC Hessen Dreieich lagert bezahlten Fußball aus. SC Hessen Dreieich, 15. März 2020, abgerufen am 14. Mai 2020.
  11. ISC Rhein-Main vorerst auf Eis gelegt. Torgranate.de, 27. April 2020, abgerufen am 14. Mai 2020.
  12. Kader. Abgerufen am 13. Mai 2020.
  13. SC Hessen Dreieich verpflichtet Constant Djakpa. 12. September 2018, abgerufen am 13. Mai 2020.
  14. SC Hessen Dreieich verpflichtet Kevin Pezzoni. 3. September 2018, abgerufen am 13. Mai 2020.