Fußball-Hessenliga

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Hessenliga
Logo
Verband HFV
Erstaustragung 1947
Hierarchie 5. Liga
Mannschaften 17
Meister SC Hessen Dreieich
Rekordmeister FSV Frankfurt (8)
Aktuelle Saison 2017/18
Region Gebiet der Oberliga HessenVorlage:InfoboxFußballwettbwerb/Wartung/Kartenformat
Regionalliga (IV)

Die Hessenliga (bis 2008 Oberliga Hessen) ist heute eine der zehn deutschen Oberligen, die die fünfthöchste Spielklasse im Ligasystem in Deutschland bilden.

Sie wird organisiert vom Hessischen Fußball-Verband. Die nächsthöhere Liga ist die Regionalliga.

Die Hessenliga hat regulär 18 Startplätze. Der Meister der Hessenliga steigt in die Regionalliga Südwest auf. Der Zweitplatzierte bestreitet Aufstiegsspiele gegen zweitplatzierte Mannschaften aus anderen deutschen Oberligen. Die drei Letztplatzierten am Ende der Saison steigen in die hessischen Verbandsligen ab. Die Meister dieser drei Verbandsligen steigen in die Hessenliga auf. Der Viertletzte der Hessenliga spielt mit den Vizemeistern der drei Verbandsligen eine Relegation aus.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in Hessen in der Saison 1945/46 der Fußball-Spielbetrieb wieder aufgenommen. Unterhalb der neuen Oberliga Süd, der aus Hessen Eintracht Frankfurt, Kickers Offenbach und der FSV Frankfurt angehörten, entstanden zunächst vier Ligen. Neben der Landesliga mit einer West- und einer Ost-Staffel wurde eine Kurhessen-Liga und eine Main-Liga eingerichtet.[1][2] Zur folgenden Spielzeit 1946/47 wurde die Ligenstruktur vereinheitlicht und eine Landesliga Hessen gebildet, die in der Saison 1946/47 in fünf Gruppen eingeteilt war. Aus den besten Mannschaften dieser fünf Gruppen wurde zur Spielzeit 1947/48 eine eingleisige Landesliga gebildet. Dieser ersten gesamthessischen Liga gehörten Borussia Fulda, SV Darmstadt 98, Eintracht Wetzlar, KSV Hessen Kassel, 1. Rödelheimer FC, Germania Bieber, SG Arheilgen, VfL Kassel, VfB 06 Großauheim, CSC 03 Kassel, SG Kassel-Nord, FV Horas, VfB Friedberg und der TuS Löhnberg an. Die Landesliga Hessen stellte somit in Hessen von 1945 bis 1950 die zweithöchste Ebene im deutschen Ligasystem dar.

Von der Saison 1950/51 an war die Hessenliga, nach Einführung der 2. Liga Süd, als 1. Amateurliga Hessen nur noch dritthöchste Spielklasse in Deutschland. Die nächste Reform erfolgte 1965. Die 1. Amateurliga Hessen wurde nun erstmals in Hessenliga umbenannt und als neuer „Unterbau“ die Gruppenligen anstelle der 2. Amateurliga eingeführt. Ab 1978 hieß die Hessenliga Oberliga Hessen, die darunterliegende Spielstufe Landesliga. Bis zur Gründung der drittklassigen Regionalliga im Jahr 1994 bildete die hessische Oberliga die dritte Ebene des Ligensystems. Anschließend war sie bis zur Einführung der 3. Liga im Jahr 2008 auf der vierten Ebene angesiedelt, seither ist sie fünftklassig.

Bis zur Saison 2004/05 hieß die Liga zwei Jahre lang FFH-Oberliga Hessen. In der Saison 2005/06 trug die Liga den Namen Oddset-Oberliga Hessen. In den beiden folgenden Jahren kehrte man zum Namen Oberliga Hessen zurück, bevor sie 2008 in Hessenliga umbenannt wurde. Seit der Saison 2015/16 trägt die Liga den Namen LOTTO Hessenliga.[3]

Titelträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landesliga Hessen (II)

1. Amateurliga Hessen (III)

Hessenliga (III)

Oberliga Hessen (III)

Oberliga Hessen (IV)

Hessenliga (V)

Rekordmeister ist der FSV Frankfurt mit acht Meistertiteln vor Darmstadt 98 mit sieben Titeln.

Rekordmeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rang Verein Titel Spielzeiten
1 Darmstadt 98 football club new logo 2015.png SV Darmstadt 98 7 1950, 1962, 1964, 1971, 1999,

2004, 2008

FSV Frankfurt 1899.svg FSV Frankfurt 7 1969, 1973, 1975, 1982, 1994,

1998, 2007

3 KSV Hessen Kassel.svg KSV Hessen Kassel 5 1949, 1980, 1989, 1991, 2006
Hes buerst.gif VfR Bürstadt 5 1972, 1977, 1979, 1983. 1984
5 Logo des SC Borussia Fulda Borussia Fulda 4 1954, 1957, 1960, 2001
SVA01 Vereinswappen (2015).svg Viktoria Aschaffenburg 4 1974, 1985, 1988, 1992
FC Hanau 93.png FC Hanau 93 3 1953, 1961, 1978
Logo Kickers Offenbach.svg Kickers Offenbach 3 1986, 1987, 1993
1 fc eschborn.svg 1. FC Eschborn 3 2003, 2005, 2012
10 Olympia Lampertheim Wappen.gif Olympia Lampertheim 2 1951, 1952
Rw fmm.gif Rot-Weiss Frankfurt 2 1968, 1990
Eintracht Frankfurt Logo.svg Eintracht Frankfurt II 2 1970, 2002
KSV Baunatal Logo.svg KSV Baunatal 2 1976, 2013
14 Rödelheimer FC.gif Rödelheimer FC 1 1948
SpVggBadHomburg Logo.png SpVgg Bad Homburg 1 1955
SpVgg 03 Neu-Isenburg Logo.gif Spvgg. 03 Neu-Isenburg 1 1956
VfB Friedberg.gif VfB Friedberg 1 1958
Marburg VfB.gif VfB Marburg 1 1959
VfB 1900 Gießen Logo.png VfB Gießen 1 1963
SC Opel Rüsselsheim.gif SC Opel Rüsselsheim 1 1965
SG Germania Wiesbaden Wappen.gif Germania Wiesbaden 1 1966
Coats of arms of None.svg SV Wiesbaden 1 1967
SC Viktoria Griesheim.svg SC Viktoria Griesheim 1 1981
Neukirchen SC.jpg SC Neukirchen 1 1995
Logo SV Wehen Wiesbaden.svg SV Wehen 1 1997
KSV Klein-Karben.gif KSV Klein-Karben 1 2000
SC Waldgirmes.svg SC Waldgirmes 1 2009
FSV Frankfurt 1899.svg FSV Frankfurt II 1 2010
FC Bayern Alzenau.svg FC Bayern Alzenau 1 2011
Tgm-sv logo.jpg TGM SV Jügesheim 1 2014
TSV Steinbach 1921eV.gif TSV Steinbach 1 2015
Teutonia Watzenborn-Steinberg Wappen.png Teutonia Watzenborn-Steinberg 1 2016
SC Hessen Dreieich.jpg SC Hessen Dreieich 1 2017

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vereinschronik Eintracht Frankfurt
  2. Tabellen der Landesliga Hessen 1945/46
  3. Neuer Ligasponsor

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]