SMS Alexandrine

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SMS Alexandrine
Die Gartenlaube (1885) b 239.jpg
Schiffsdaten
Flagge Deutsches ReichDeutsches Reich (Reichskriegsflagge) Deutsches Reich
Schiffstyp Kreuzerkorvette
Klasse Alexandrine-Klasse
Bauwerft Kaiserliche Werft, Kiel
Baunummer 9
Baukosten 2.057.000 Mark
Stapellauf 7. Februar 1885
Indienststellung 6. Oktober 1886
Verbleib 1907 abgewrackt
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
81,2 m (Lüa)
71,8 m (KWL)
Breite 12,6 m
Tiefgang max. 6,25 m
Verdrängung Konstruktion: 2.361 t
Maximal: 2.662 t
 
Besatzung 282 bis 293 Mann
Maschinenanlage
Maschine 8 Zylinderkessel
2 2-Zyl.-Verbundmaschinen
Maschinen-
leistung
2.289 PS (1.684 kW)
Höchst-
geschwindigkeit
14,0 kn (26 km/h)
Propeller 1 zweiflügelig ∅ 5,02 m
Takelung und Rigg
Takelung Bark
Anzahl Masten 3
Segelfläche 1134 m²
Bewaffnung
  • 10 × Rk 15,0 cm L/30 (730 Schuss)
  • 4 × Rk 10,5 cm L/35 (400 Schuss)
  • 6 × Rev 3,7 cm

SMS Alexandrine, benannt nach Prinzessin Alexandrine von Preußen, war eine Glattdeckskorvette der Kaiserlichen Marine und Typschiff der Alexandrine-Klasse. Einziges Schwesterschiff war die Arcona.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Alexandrine wurde bis 1895 auf verschiedenen Auslandsstationen eingesetzt. Danach kehrte sie in die Heimat zurück und wurde ab 1904 nur noch als Hafenschiff verwendet.

Die Besatzung des Schiffs hisste im Oktober 1886 auf den Tasman- und Lord-Howe-Inseln und auf der Insel Santa Isabel in den Salomonen die deutsche Flagge als Zeichen der putativen Inbesitznahme durch das Deutsche Reich.[1]

Die Alexandrine wurde am 27. Mai 1907 aus der Liste der Kriegsschiffe gestrichen und für 148.000 Mark verkauft. Das Schiff wurde noch im selben Jahr in Danzig abgewrackt.

Kommandanten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

April 1889 bis Oktober 1890 Korvettenkapitän Curt von Prittwitz und Gaffron
Oktober 1890 bis November 1890 Kapitän zur See Fritz Rötger
November 1890 bis Februar 1891 Korvettenkapitän Hermann Schneider
Februar 1891 bis Januar 1893 Korvettenkapitän/Kapitän zur See Ernst von Frantzius
15. Januar bis 23. Juli 1893 Korvettenkapitän Max Galster
August 1893 bis Oktober 1893 Kapitänleutnant Johannes Stein (in Vertretung)
Oktober 1893 bis Juni 1895 Korvettenkapitän/Kapitän zur See Gustav Schmidt
9. Juli bis 17. Juli 1895 Korvettenkapitän Louis Fischer (Überführung)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Walter Nuhn: Kolonialpolitik und Marine, Bernard & Graefe, Bonn, 2002, S. 61

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans H. Hildebrand, Albert Röhr, Hans-Otto Steinmetz: Die deutschen Kriegsschiffe. Biographien – ein Spiegel der Marinegeschichte von 1815 bis zur Gegenwart. 1979.