SRH Holding

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SRH Holding (SdbR)
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Rechtsform Stiftung des bürgerlichen Rechts
Gründung 1966
Sitz Heidelberg, Baden-Württemberg
Leitung Christof Hettich, Vorstandsvorsitzender
Mitarbeiter 12.572 (2016)[1]
Umsatz 908,4 Mio. (2016)[1]
Branche Bildung, Gesundheit
Website www.srh.de

Die SRH Holding (SRH, Stiftung Rehabilitation Heidelberg) ist eine private Stiftung bürgerlichen Rechts (SdbR) mit Sitz in Heidelberg.

Die Stiftung ist Dachgesellschaft eines Konzerns aus mehreren Tochterunternehmen, die im Gesundheits-, Bildungs- und Sozialwesen tätig sind. Zur SRH gehören private Hochschulen, allgemeinbildende und berufliche Schulen, Bildungszentren für Weiterbildung und berufliche Rehabilitation sowie Krankenhäuser und Rehabilitationskliniken.

Die SRH ist Mitglied des Diakonischen Werks der Evangelischen Landeskirche in Baden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gründung geht zurück auf eine Initiative des Evangelischen Arbeiterwerks Heidelberg, aus der heraus am 5. September 1955 die Gründung des Vereins Stoeckerwerk e. V. erfolgte.[2] Ziel dieses Vereins war zunächst die Umschulung von Kriegsversehrten, später dann die Rehabilitation von Behinderten. Außerdem wurden Wohnheime für Arbeiter und Werkstudenten betrieben.

Die Vereinsziele wurden spezifiziert mit der Gründung der Stiftung Berufsförderungswerk Heidelberg am 4. Februar 1966. Das Stiftungsziel war, Einrichtungen zur umfassenden Rehabilitation körperbehinderter Menschen zu betreiben. Am 1. Januar 1971 wurde der Name in Stiftung Rehabilitation Heidelberg geändert; deren Initialen SRH blieben auch nach mehrfacher Umstrukturierung des Unternehmens in den folgenden Jahrzehnten als Namenskürzel erhalten.

Das Einheitsunternehmen Stiftung Rehabilitation wurde durch eine Satzungsänderung vom 1. November 1995 in einen Konzern mit rechtlich selbstständigen Tochterunternehmen und diversen Unternehmensbeteiligungen umgewandelt, der Stiftungszweck auf die „Erbringung von Dienstleistungen des Gesundheits-, Bildungs- und Sozialwesens“ erweitert. Dies spiegelte sich auch in der am 15. April 1999 erfolgten neuerlichen Namensänderung in SRH Holding wider, verbunden mit der Umbenennung des Stiftungsrats in Aufsichtsrat.

Unternehmensbereich Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die SRH betreibt bundesweit private Hochschulen, Schulen und Fachschulen und bietet Menschen mit Krankheit oder Behinderung individuelle Bildungsangebote.

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Konzern betreibt ein Schulzentrum mit mehreren Bildungsgängen in Neckargemünd (Baden-Württemberg) und zwei Schulen in Dresden (Sachsen) (Stand 2017):

  • Die Stephen-Hawking-Schule (SHS) in Neckargemünd ist eine staatlich anerkannte Privatschule für Tages- und Internatsschüler. In zehn allgemeinbildenden und beruflichen Bildungsgängen von der Grundschule bis zum Gymnasium werden körperbehinderte und nicht-behinderte Kinder und Jugendliche gemeinsam unterrichtet (inklusive Pädagogik). Die speziellen Bedürfnisse körperbehinderter Kinder und Jugendlicher werden durch verschiedene pädagogische und therapeutische Einrichtungen der Schule ausgeglichen.[3]
  • Die SRH Montessori-Grundschule in Dresden ist eine staatlich anerkannte Privatschule, hervorgegangen aus einer Elterninitiative. Die Kinder werden in jahrgangsübergreifenden Lerngruppen unterrichtet.[4]
  • Die SRH Oberschule Dresden ist eine staatlich genehmigte, private Oberschule im Aufbau. Die staatliche Anerkennung ist für 2018 angestrebt.[5]

Berufsfachschulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo der SRH-Berufsfachschulen

Die SRH Fachschulen GmbH bietet an den Standorten Heidelberg, Düsseldorf, Karlsbad, Karlsruhe, Bonn, Leverkusen, Stuttgart, Frankfurt am Main und Bad Bentheim Ausbildungen und Studiengänge in den Branchen Gesundheit, Soziales sowie IT und Medien.[6]

Berufliche Rehabilitation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An den Standorten in Neckargemünd, Dresden, Heidelberg, Karlsbad und Wiesloch sowie bei zahlreichen Filialen und Zweigstellen erhalten Menschen im Fall von Krankheit oder Behinderung Ausbildungen, Umschulungen und Hilfe bei der Integration ins Berufsleben.[7] Die größten Standorte (Stand 2017) sind das Berufsbildungswerk Neckargemünd und das Berufsbildungswerk Sachsen.

Hochschulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo der SRH-Hochschulen

Die SRH betreibt zehn private, staatlich anerkannte Hochschulen und ein Institut für Weiterbildung für Fach- und Führungskräfte:

  • EBS Universität für Wirtschaft und Recht in Oestrich-Winkel,
  • SRH Hochschule Heidelberg – Schwerpunkte: Informatik, Sozial- und Rechtswissenschaften, Betriebswirtschaft, Therapiewissenschaften, Psychologie, Maschinenbau und Architektur. Auf dem SRH Campus Heidelberg gibt es ein Seminarzentrum mit 12 Tagungsräumen sowie ein Gästehaus mit Übernachtungsmöglichkeiten.
  • SRH FernHochschule Riedlingen – Schwerpunkt: Betriebswirtschaft, Medien- und Kommunikationsmanagement, Wirtschaftspsychologie, Prävention- und Gesundheitspsychologie, Gesundheitsmanagement, Sozialmanagement, Lebensmittelmanagement- und technologie, Health Care Management, Master of Business Administration, Corporate Management & Governance, Gesundheitsökonomie
  • SRH Hochschule für Logistik und Wirtschaft Hamm – Schwerpunkte: Logistik und Wirtschaft, Supply Chain Management, Energy Management
  • SRH Hochschule für Wirtschaft und Medien Calw – Schwerpunkte: Medien- und Kommunikationsmanagement, Betriebswirtschaftslehre, Unternehmensführung
  • SRH Hochschule für Gesundheit Gera – Schwerpunkt: Psychotherapie, Interdisziplinäre Frühförderung, Gesundheitsberufe, Medizinpädagogik
  • SRH Hochschule Berlin (vormals OTA Hochschule) mit dem SRH Hochschulcampus Dresden (ehemals Hotel-Akademie Dresden) – Schwerpunkte: Wirtschaft und Kommunikationsmanagement, Betriebswirtschaft, Business Administration, Internationales Hotelmanagement, Internationales Management, Healthcare Management, E-Business & Social Media
  • SRH Hochschule der populären Künste, Berlin
  • design akademie berlin – Schwerpunkte: Kommunikation, Marketing, Werbung und Design
  • Universidad Paraguayo Alemana (UPA) – Schwerpunkte: Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften

Unternehmensbereich Gesundheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wald-Klinikum Gera

Die SRH Kliniken GmbH betreibt zehn Akutkrankenhäuser in Baden-Württemberg und Thüringen:

Außerdem betreibt die SRH sechs Rehabilitationskliniken in Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt:

  • SRH Gesundheitszentrum Bad Wimpfen
  • Burgenlandklinik Bad Kösen
  • Fachklinik Alte Ölmühle in Magdeburg
  • Ruland Kliniken (Fachklinik Waldbronn und Falkenburg, Fachklinik Bad Herrenalb, Waldklinik Dobel)

Im Juni 2003 übernahm die SRH die Mehrheitsanteile (75 %) der SANITAS Klinikgruppe (München) und beauftragte den Interim-Manager Edmund Fröhlich mit der Leitung. Noch im Dezember desselben Jahres beendete SRH nach Bestechungs-, Korruptions- und Betrugsskandalen bei den Alteigentümern, der SANITAS Klinikgruppe, sowie drohender Insolvenz dieses Engagement. In Folge der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen wurden später vier Manager von SANITAS rechtskräftig zu mehreren Jahren Haft verurteilt.[8]

Stiftungstätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stiftung hat im Jahr 2016 wissenschaftliche Projekte und praktische Maßnahmen, um die Weiterentwicklung im Gesundheits-, Bildungs- und Sozialwesen zu fördern, mit insgesamt 250.000 € unterstützt, teilweise an eigenen Hochschulen.[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Finanzbericht SRH Konzern 2016. SRH Konzern, S. 90 (Umsatz), S. 4 (Wirtschatsdaten); abgerufen am 30. November 2017 (PDF).
  2. Die Ausführungen in diesem Abschnitt wie in der Einleitung des Artikels folgen den Angaben in der Satzung der SRH Holding (PDF); abgerufen 29. Juli 2017.
  3. SHS: Über uns. Abgerufen am 27. Juli 2017.
  4. srh-grundschule.de. Abgerufen am 27. Juli 2017.
  5. srh-oberschule.de: Genehmigte und anerkannte Schulen. Abgerufen am 27. Juli 2017.
  6. SRH: die-fachschulen.de; abgerufen 29. Juli 2017.
  7. SRH: Unsere Reha-Zentren; abgerufen 29. Juli 2017.
  8. Sanitas-Klinik vor dem Aus – Unternehmensgruppe stellt Insolvenzantrag – Korruptionsskandal. Münchner Merkur vom 10. Januar 2004; abgerufen am 12. Januar 2014.
  9. Geschäftsbericht 2016, S.39, PDF