SRH Zentralklinikum Suhl

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SRH Zentralklinikum Suhl GmbH
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Trägerschaft SRH Kliniken GmbH
Ort Suhl
Koordinaten 50° 36′ 9″ N, 10° 42′ 34,5″ OKoordinaten: 50° 36′ 9″ N, 10° 42′ 34,5″ O
Geschäftsführer Uwe Leder
Betten 603
Mitarbeiter ca. 1.120
Fachgebiete 22
Gründung 1893
Website www.zentralklinikum-suhl.de
Haupthaus (2013)

Das SRH Zentralklinikum Suhl ist mit 22 eigenständigen Fach- und Teilgebieten der Medizin und 603 Betten das größte Krankenhaus in Südthüringen. Im Jahr 2015 wurden 47.810 Patienten ambulant und 29.240 stationär behandelt.[1] Die Einrichtung ist ein Akutkrankenhaus und Akademisches Lehrkrankenhaus des Universitätsklinikums Jena und beschäftigt rund 1120 Mitarbeiter.

Träger ist die SRH Kliniken GmbH, die Krankenhäuser in Baden-Württemberg und Thüringen betreibt. Der Unternehmensverbund steht im Eigentum der gemeinnützigen SRH Holding.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1893 entstand in Suhl das erste Städtische Krankenhaus, nachdem es vorher nur ein Armen- und Siechenhaus gab. Am 1. November 1893 eröffnete das Krankenhaus in der Neundorfer Straße. Damals begann der Krankenhausbetrieb mit 35 Betten, einem Arzt, zwei Schwestern und einem Pfleger, die jährlich etwa 130 Patienten stationär versorgten.

In den Jahren 1918, 1928 und 1936/37 wurde das Städtische Krankenhaus auf 150 Betten ausgebaut. Ein nächster Erweiterungsbau wurde 1939 geplant, aber wegen des Zweiten Weltkrieges nicht mehr umgesetzt. Erst 1963 wurde ein Bettenhaus an das Krankenhaus angebaut.

Ab 1974 wandelte sich das Städtische Krankenhaus in der Neundorfer Straße zum Bezirkskrankenhaus auf dem Döllberg. Am 13. Februar 1974 erfolgte die Grundsteinlegung für den Neubau. Die Gesamtbaukosten beliefen sich auf rund 156 Millionen Mark. Das zehngeschossige Haupthaus mit insgesamt 745 Betten umfasste die Fachkliniken Kinderchirurgie, Kinderabteilung/Kinderinfektion, Urologie, Geburtshilfe/Gynäkologie, Chirurgie/Traumatologie, Orthopädie, Augenabteilung, Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten sowie Innere Medizin. In dem mit dem Bettenhaus verbundenen Anbau fanden unter anderem die Operationsräume, Intensivtherapie, Radiologie, Apotheke, Verwaltung sowie soziale Einrichtungen und technische Anlagen Platz.

Das Bezirkskrankenhaus am Döllberg wurde nach einem Projekt des Bezirkskrankenhauses Halle (Saale) errichtet. Für die damalige Bezirksstadt Suhl wurde das Wiederverwendungsprojekt für Bettenhaus und Komplement (Zentrale Einrichtungen) in verkleinerter Form umgesetzt.[2]

Nach der Wiedervereinigung im Jahr 1990 übernahm der Freistaat Thüringen die Trägerschaft des Suhler Krankenhauses. Inzwischen zählte es 798 Betten und entwickelte sich zu einem Zentrum mit moderner Medizintechnik in Südthüringen.

Am 19. August 1998 kaufte die Stiftung Rehabilitation Heidelberg das Klinikum Suhl, um den Krankenhausstandort weiter auszubauen und auf dieser Basis ein medizinisches Gesundheitszentrum zu entwickeln. Zu diesem Zweck folgten bis zum Jahr 2004 der Bau des neuen Bettenhauses sowie der Umbau des Funktionsgebäudes mit einem gesamten Investitionsvolumen von 102,4 Millionen Euro. Ab dem Jahr 2015 wurden die Fassaden am ab 1974 errichteten Funktionsgebäude erneuert, sie fügen sich nun ins Gesamtbild ein. Im Jahr 2016 wurden sämtliche mechanische Betten durch elektronisch verstellbare ersetzt und die Entertainment-Systeme am Patientenbett auf den neusten Standard gebracht (Touch-Screen, kostenloses Telefon und Internet)

Fachkliniken, Institute und zertifizierte Zentren[3][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das SRH Zentralklinikum Suhl unterscheidet in Fachkliniken, die von Chefärzten geführt werden und auf ein Bettenkontingent zurückgreifen, unterstützende Institute und zertifizierten Zentren. Die Zentren wurden jeweils durch die zuständige Fachkommission geprüft und akkreditiert.

Fachkliniken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Institute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zertifizierte Zentren[4][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zentral-OP[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Operationen finden im Operations-Zentrum des Hauses auf Ebene 4 statt. Dazu wurden 10 OP-Säle zu einem geschlossenen Bereich mit angegliedertem Aufwachraum und Medizin- und Informationstechnik zusammengefasst. Ein septische OP steht zusätzlich zur Verfügung Rund 90 Ärzte und 75 Pflegekräfte betreuen hier jährlich etwa 13.000 Operationen.

Poliklinik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Anfang 2005 eröffnete Medizinische Versorgungszentrum Suhl gehört zu den ersten Einrichtungen dieser Art in Thüringen. Im Jahr 2016 wurde die Bezeichnung der GmbH in Poliklinik geändert. In enger Verzahnung mit dem klinischen Leistungsspektrum wird eine ambulante Versorgung der Patienten aus dem Südthüringer Raum in den medizinischen Fachgebieten Kinder- und Jugendmedizin, Kinderchirurgie, Urologie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Augenheilkunde, Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Physikalische und Rehabilitative Medizin sowie Strahlentherapie gewährleistet.

Rettungsdienst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das SRH Zentralklinikum Suhl stellt die Notärzte für drei bodengebundene Rettungsmittel in Suhl, Zella-Mehlis und Schleusingen. Zudem wird wochentags von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang der Notarzt für den hier stationierten Rettungshubschrauber „Christoph 60“ der DRF Luftrettung gestellt.

Bildergalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Annette Goetz: Vom städtischen Krankenhaus zum SRH Zentralklinikum Suhl: Einblicke in 111 Jahre Krankenhaus-Entwicklung in Suhl. SRH Zentralklinikum Suhl 2004, ISBN 3-929730-27-8

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. SRH Geschäftsbericht 2015. Abgerufen am 31. Januar 2017 (PDF).
  2. Autorenkollektiv: Bezirk Suhl - Architekturführer DDR, VEB Verlag für Bauwesen, Berlin, 1989, S. 48
  3. Zentralklinikum Suhl: Fachabteilungen: Zentralklinikum Suhl. Abgerufen am 31. Januar 2017 (deutsch).
  4. Zentralklinikum Suhl: zertifizierte Zentren: Zentralklinikum Suhl. Abgerufen am 31. Januar 2017 (deutsch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: SRH Zentralklinikum Suhl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien