Salpeterkrieg

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Dieser Artikel behandelt den Krieg an der südamerikanischen Pazifikküste von 1879 bis 1884. Zum chilenischen Spielfilm von 1969 siehe Der Salpeterkrieg.
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Salpeterkrieg
Die farbigen Flächen zeigen die Grenzen vor dem Krieg. Die Puna de Atacama und die östliche Tarija waren zwischen Argentinien und Bolivien umstritten.
Die farbigen Flächen zeigen die Grenzen vor dem Krieg. Die Puna de Atacama und die östliche Tarija waren zwischen Argentinien und Bolivien umstritten.
Datum 1879 bis 1884
Ort Pazifikküste Südamerikas
Ausgang Chilenischer Sieg
Territoriale Änderungen Tarapacá und Antofagasta wurden von Chile annektiert, dadurch verlor Bolivien den Zugang zum Meer
Friedensschluss Vertrag von Ancón 1884 zwischen Chile und Peru

Friedensvertrag von 1904 zwischen Chile und Bolivien

Konfliktparteien
PeruPeru Peru
BolivienBolivien Bolivien
ChileChile Chile
Befehlshaber
PeruPeru Mariano Prado
PeruPeru Nicolás de Piérola
PeruPeru Francisco García
PeruPeru Lizardo Montero
PeruPeru Miguel Iglesias
BolivienBolivien Hilarión Daza
BolivienBolivien Narciso Campero
ChileChile Aníbal Pinto
ChileChile Domingo Santa María
Verluste
18.213[1] getötet
7.896[1] verletzt
10.467[1] getötet oder verletzt
(9.103[1] Kriegsgefangene)
2.825[1] getötet
7.347[1] verletzt
Verscharren von Leichen nach der Schlacht von Tacna.

Der Salpeterkrieg (auch Pazifischer Krieg, spanisch Guerra del Pacífico) wurde zwischen Chile einerseits, Peru und Bolivien andererseits um die Gebiete Región de Arica y Parinacota, Región de Tarapacá und Región de Atacama, im heutigen Norden Chiles in den Jahren 1879 bis 1884 geführt.

Im Februar 1878 führte die Regierung Boliviens eine neue Exportsteuer für chilenische Salpeterunternehmen ein und verstieß damit gegen den Grenzvertrag von 1874, der die Erhöhung der vorhandenen bzw. die Erhebung neuer Steuern auf diese chilenischen Firmen für 25 Jahre ausdrücklich verbot.[2][3][4][5]

Die Regierung Chiles legte Beschwerde ein und bot an, die Sache einem neutralen Schiedsgericht vorzutragen. Die Regierung Boliviens betrachtete die Angelegenheit als eine rein bolivianische Angelegenheit und schlug stattdessen vor, den Streit vor bolivianischen Gerichten zu lösen. Die chilenische Regierung erklärte, dass die Eintreibung der neuen Steuer das Ende des Grenzvertrages bedeutete und dass sich Chile deshalb nicht mehr an den Grenzvertrag gebunden sähe und seine Rechtsansprüche auf das Gebiet erneuern würde. Am 6. Februar 1879 kündigte Bolivien die Lizenz der chilenischen Firma („Compañía de Salitres y Ferrocarril de Antofagasta“, CSFA) und beschlagnahmte ihren Besitz. Als am 14. Februar 1879 versucht wurde, diesen zu versteigern, landeten 200 chilenische Soldaten in Antofagasta und nahmen die mehrheitlich von Chilenen bewohnte Region in Besitz.

Peru, seit 1873 im Geheimen mit Bolivien verbunden, bot seine Mediation an, während es seine Armee und Marine aufrüstete und mobilisierte. Chile akzeptierte Perus Mediation, aber nach wiederholten chilenischen Nachfragen gab Peru zu, dass ein Geheimvertrag Peru und Bolivien seit 1873 verband. Ende März 1879 verlangte Chile von Peru eine Neutralitätserklärung, die Peru von einer Parlamentssitzung, die einen Monat später stattfinden sollte, abhängig machte. Am 5. April erklärte Chile der Peru-Bolivien-Allianz den Krieg.

Ronald Bruce St. John sagt in The Bolivia-Chile-Peru Dispute in the Atacama Desert:

Obwohl der Vertrag von 1873 und die Entrichtung der 10 Centavos Steuer als Casus Belli erscheinen, gab es tiefere und grundsätzlichere Gründe die 1879 zum Krieg führten. Einerseits die Macht, das Prestige, und die relative Stabilität Chiles im Vergleich zum wirtschaftlichen Niedergang und der politischen Instabilität, die Peru und Bolivien nach der Unabhängigkeit charakterisierten. Andererseits ging es um die politische und wirtschaftliche Vorherrschaft in der Region, was durch die tiefe Antipathie zwischen Chile und Peru verkompliziert wurde. Unter diesen Voraussetzungen, kombinierten sich die unklaren Grenzverläufe zwischen den drei Staaten und die Entdeckung wertvoller Guano- und Nitratlagerstätten in den umstrittenen Gebieten zu einem unlösbaren Konflikt.[6]

In den ersten sechs Monaten des Krieges konnte Chile die für die Besetzung der damals nur über das Meer zugänglichen küstennahen Zonen der Atacamawüste entscheidende Seeherrschaft erringen. Noch im Jahre 1879 besetzte Chile die Tarapacaregion und Mitte 1880 die Region um Tacna und Arica. Danach konnte Bolivien nicht mehr aktiv am Krieg teilnehmen. Lima, die Hauptstadt Perus, fiel im Januar 1881. Der Krieg dauerte bis Ende 1883, als nach einem Guerillakrieg und weiteren Schlachten eine friedensbereite Regierung zu Verhandlungen bereit war. 1884, nach Unterzeichnung des Vertrags von Ancon, zogen sich die chilenischen Truppen nach Süden zurück.

Die endgültigen Grenzen mit Bolivien wurden im Friedensvertrag vom 1904 festgelegt. Bolivien übergab Tarapaca und bekam dafür das Recht, den Hafen von Arica zu nutzen. Zu diesem Zweck wurde von chilenischer Seite eine Bahnlinie zwischen La Paz und Arica gebaut, die Bolivien entgeltfrei zu nutzen berechtigt war. In den abschließenden Friedensverträgen wurden die Städte Tacna an Peru und Arica an Chile übergeben.

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Nach dem Ende der spanischen Kolonialherrschaft in Südamerika zwischen 1810 und 1830 war die Zugehörigkeit der Atacamaregion an der Pazifikküste zwischen den neu gebildeten Staaten Chile (gegründet 1817), Peru (gegründet 1827) und Bolivien (gegründet 1825) umstritten. Die Doktrin Uti possidetis sah die Übernahme der alten Grenzen der spanischen Kolonien vor. Entgegen dieser Doktrin beanspruchte Bolivien seit der Unabhängigkeitserklärung von 1825 die größtenteils unbesiedelte Wüstenregion als Teil seines Staatsgebiets und gründete dort 1830 die Hafenstadt Cobija, was von Chile toleriert wurde.

Chile erachtete jedoch die Region, die zu 95 % von Chilenen besiedelt war, weiterhin als sein Territorium, da während des Kolonialstatusses aller Parteien die Grenze zwischen Chile und Peru definiert worden war, und Alto Perú, wie Bolivien während seiner Kolonialzeit hieß, laut einem Dekret der spanischen Krone nur über das ehemals peruanische Arica Zugang zum Meer hatte. Spanien übertrug 1776 die territoriale Abhängigkeit von Alto Perú auf das neu entstandene Vizekönigreich La Plata, das spätere Argentinien. Damit verlor Bolivien offiziell jeglichen Anspruch auf einen Zugang zum Pazifik, da Spanien die Vizekönigreiche nach Ozeanen aufteilte, das heißt, es gab ein Vizekönigreich Peru am Pazifik und ein Vizekönigreich La Plata am Atlantik.

Der Grenzvertrag zwischen Bolivien und Chile von 1866[Bearbeiten]

In Grenzvertrag von 1866 einigten sich Chile und Bolivien auf 24° südl. Breite als Nord-Süd-Grenze, und die Wasserscheide-Linie als Ost-West-Grenze. Die Zone zwischen dem 23° S und dem 25° S Breitengrad wurde zur Gemeinsamen Profitzone „Zona de beneficios mutuos“. Die Steuern aus der Förderung von Mineralien aus dieser Zone sollten zwischen Chile und Bolivien gleichmäßig aufgeteilt werden. Diese Vereinbarung stellte sich als nur schwer umsetzbar heraus, da bald Differenzen über die Begriffe „Mineralien“, über die Zonenzugehörigkeit der reichen Silberminen von Caracoles und über die Schwierigkeiten Boliviens, 50 % der eingenommenen Steuer an Chile abzuführen, auftraten.

1873 bemühten sich beide Regierungen um eine Lösung und es wurde das Corral-Lindsay-Protokoll ausgehandelt, um die bekannten Unstimmigkeiten aus den Weg räumte. Dieses Abkommen wurde von Chile ratifiziert, jedoch verweigerte das bolivianische Parlament auf peruanischen Druck hin die Zustimmung.[7]

Der geheime Allianzvertrag zwischen Peru und Bolivien von 1873 und die Position Argentiniens[Bearbeiten]

Angesichts des wachsenden Einflusses des chilenischer Unternehmer und Kapitals sowie wegen chilenischer Immigration nach Bolivien aber auch nach Antofagasta sah Peru seine Vormachtstellung am Süd-Pazifik bedroht[8] und bildete mit Bolivien eine geheime Allianz mit dem Ziel, Chile mit militärischer Überlegenheit Grenzen aufzuzwingen. Im Vertrag war vorgesehen, Argentinien insgeheim einzuladen, dem Pakt beizutreten. 1873 genehmigte das argentinische Unterhaus das Projekt und bewilligte $ 6.000.000 zusätzlicher Mittel für das Kriegsministerium. Wegen Streitigkeiten mit Bolivien über Tarija und Chaco konnten sich die drei Partner jedoch letztlich nicht auf ein gemeinsames Vorgehen einigen, weshalb der argentinische Senat letztlich dem Abkommen nicht zustimmte. Zudem war Argentinien nicht bereit, für das militärisch schwache Bolivien in einen Krieg einzutreten und Peru sah keinen Grund, einen Krieg mit Chile um Patagonien zu riskieren.

Als 1875 und 1878 die Spannungen zwischen Chile und Argentinien wegen Patagonien, Feuerland und der Magellanstrasse zunahmen, versuchte Argentinien in den Pakt einzutreten, wurde aber von Peru sanft abgewiesen.[9] 1879 boten Peru und Bolivien Argentinien für seinen Eintritt in den Krieg die chilenischen Territorien zwischen den 24°S und 27°S an, was Argentinien wegen der Schwäche seiner Kriegsmarine ablehnte.[10][11]

Der Grenzvertrag zwischen Bolivien und Chile von 1874[Bearbeiten]

Bolivien änderte 1874 seine Politik und einigte sich mit Chile über einen neuen Grenzvertrag. Die Region nördlich des 24. südlichen Breitengrads sollte weiterhin zu Bolivien gehören und die Gemeinsame-Profit-Zone unter der Bedingung aufgelöst werden, dass Bolivien die Exportsteuer für die nun in seinem Territorium ansässigen chilenischen Firmen 25 Jahre lang nicht erhöhen durfte.

Das Peruanische Salpeter-Monopol[Bearbeiten]

Peru baute im Tarapacá-Gebiet Guano ab und finanzierte damit seit den 1840er Jahren große Teile seines Staatshaushalts. In den 1860er Jahren sanken jedoch infolge der niedrigeren Qualität und Quantität der Guanoexporte die Staatseinnahmen. Gleichzeitig wuchs das Interesse an der Region, als dort in diesen Jahren umfangreiche Vorkommen an Nitrat (Salpeter) gefunden wurden, das wertvoller Rohstoff für die Herstellung von Dünger und Sprengstoff war. Verbunden mit auf dem Weltmarkt steigenden Salpeterverkäufen hatte Peru ab 1877 beträchtliche Schwierigkeiten, seinen Guano zu verkaufen; mehr als 650.000 Tonnen lagerten schließlich in den Häfen.

Um den Verlust des Guanoexports auszugleichen, versuchte die peruanische Regierung im Jahr 1873 vergeblich, ein Staatsmonopol über Gewinnung und Handel des Salpeters aufzubauen. 1875 verstaatlichte Perú alle Salitreras (Salpeterfabriken), was dem Staat die direkte Kontrolle über die Produktion sicherte. Doch auch in Antofagasta gab es Nitrate-Lagerstätten. Ab 1876 begann der peruanische Staat mittels des Strohmannes Henry Meiggs, bolivianische Lizenzen zur Gewinnung von Salpeter zu kaufen.[12] Der größte Nitrate-Produzent in Antofagasta war die chilenische Firma Compañía de Salitres y Ferrocarriles de Antofagasta (CSFA) deren englische Teilhaber von der Regierung in Lima gedrängt wurden, Druck auf die chilenische Geschäftsführung der CSFA auszuüben, damit sie die Produktion drossele. Gibbs war zu diesem Zeitpunkt der einziger Verkäufer peruanischen Salpeters in Europa.[13] Henry Gibbs warnte die CSFA, dass eine Weigerung die Produktion zu drosseln, Probleme mit Peru und Bolivien nach sich ziehen würde, da dieser Produktionsumfang die Interessen der Nachbarstaaten verletzen würde.[14]

Die Compañía de Salitres y Ferrocarriles de Antofagasta[Bearbeiten]

Die Compañía de Salitres y Ferrocarriles de Antofagasta (kurz CSFA) war eine chilenische Aktiengesellschaft mit Sitz in Valparaíso. Es gab eine britische Minderheitsbeteiligung von 34 % durch Antony Gibbs & Sons[15]. Die CSFA hatte von der bolivianischen Regierung unter José Mariano Melgarejo eine Lizenz zum Abbau von Nitraten in Antofagasta erhalten. Diese erste Lizenz wurde nach einem Putsch entzogen und nach Verhandlungen zwischen der CSFA und der neuen bolivianischen Regierung am 27. Dezember 1873 steuerfrei für 15 Jahre wieder erteilt. Damals war umstritten, ob diese neue Lizenzerteilung die Zustimmung des Parlaments benötigte.

Die CSFA war somit der einzige Salpeter-Produzent, der nicht unter Kontrolle des peruanischen Staates war.

Ursachen des Krieges[Bearbeiten]

Der US-amerikanische Historiker William F. Sater benennt mehrere Gründe des Krieges:[16]

1) Die chilenischen Interessen an den Produktionsstätten, um die gesunkenen chilenischen Exporteinnahmen auszugleichen. Es gab unter den Besitzern der CSFA wichtige Regierungsmitglieder und es ist bekannt, dass sie direkten Einfluss auf den Präsidenten Anibal Pinto wie auch auf die öffentliche Meinung nahmen, um gegenüber Bolivien einem harten Kurs zu folgen. Sater fügt aber hinzu, dass anderseits die chilenischen Eliten auch umfangreiche Investitionen im restlichen Bolivien getätigt hatten und daher gegen eine Eskalation des Konflikts waren, um den möglichen Verlust ihres Eigentums in Bolivien zu verhindern.

2) Die geopolitischen Interessen Perus und Chiles im südpazifischen Raum. Sowohl Peru als auch Chile versuchten Bolivien mit dem Versprechen eines günstigeren Exporthafens auf ihre Seite zu bringen. Da der tatsächliche bolivianische Exporthafen sich in Arica und nicht in Antofagasta befand, bot letztlich Peru günstigere Konditionen. Zugleich bot Chile Bolivien an, in Tacna und Arica einzumarschieren und diese Gebiete für Bolivien zu annektieren.

3) Die wirtschaftlichen Interessen Perus an einen Monopol über die Salpeter-Gewinnung um die gesunkenen Guano-Einnahmen auszugleichen. Peru versuchte 1873 vergeblich, den Salpeterhandel durch ein Staatsmonopol unter Kontrolle zu bringen und verstaatlichte 1875 die Salpeter-Industrie. 1876 begann Peru, bolivianische Lizenzen für den Abbau von Nitrate zu kaufen und die Regierung übte Druck auf die britische Firma Antonny Gibbs & Sons aus, um die Salpeterproduktion der CSFA zu drosseln.

4) Der innenpolitische Druck auf die Regierungen Chiles und Perus, im Streit um die Region und die Ehre nicht nachzugeben. Wegen der Gefahr durch Kräfte gestürzt zu werden, die ein entschlosseneres Handeln verlangten, wurde es im Laufe der Krise beiden Regierungen unmöglich nachzugeben oder nach alternative Lösungen zu suchen.

Krise[Bearbeiten]

" „...niemand ist so unverständig, daß er aus freien Stücken den Krieg wählt statt des Friedens. Denn hier begraben die Söhne ihre Väter, dort aber die Väter ihre Söhne.“" Herodot
Miguel Iglesias 3.jpg
Juan Jose Latorre. Comandante.jpg
Miguel Iglesias, später Präsident von Peru. Sein Sohn Alejandro fiel in der Schlacht vom Miraflores. Juan José Latorre nahm Teil an der Beschießung von El Callao, wo sein Bruder Elías Latorre die Festung verteidigte.[17]

Die 10-Centavos-Steuer[Bearbeiten]

Zur Finanzierung der Staatskasse beschloss die bolivianische Regierung unter Präsident Hilarión Daza 1878 entgegen[18][19] dem Vertrag von 1874 eine Sondersteuer von 10 Centavos auf jeden abgebauten Zentner Salpeter. Chile sah hierin einen Bruch des Vertrages und legte Protest ein. Bolivien verzichtete daraufhin zunächst auf die Erhebung der Steuer, nahm das Gesetz aber nicht zurück. Im Februar 1878 beschloss Bolivien angesichts einer Finanznot nach einem Dürrejahr und der nur langsamen Beseitigung von Erdbebenschäden, die Steuer von der profitablen Salpeterindustrie CSFA doch einzutreiben, sogar rückwirkend ab 1874. Im Januar 1879 enteignete Bolivien dann die chilenischen Salpeterunternehmen, nachdem diese die Steuerzahlung mit Verweis auf den Vertrag verweigert hatten, und bot sie dem Meistbietenden zum Kauf an. Chile erachtete dies als offenen Bruch des Vertrages von 1874, gleichbedeutend mit einer Annullierung, und entsandte Truppen in die ursprünglich durch Chilenen (Juan López und José Santos Ossa) gegründete Stadt Antofagasta.

Besetzung von Antofagasta[Bearbeiten]

Die chilenischen Einheiten besetzten am 14. Februar 1879, dem Tag an dem die Versteigerung des Unternehmens stattfinden sollte, die Hafenstadt Antofagasta. Da nur 5 % der Bevölkerung Bolivianer waren, gab es keinen Widerstand. Daraufhin ließ Bolivien ab Anfang März über informelle Kanäle verlauten, es befinde sich mit Chile im Krieg (eine formale Kriegserklärung blieb zunächst aus).[20][21][22][23][24]

Die peruanische Mediation und die bolivianische Kriegserklärung[Bearbeiten]

Am 22. Februar 1879 sandte Peru José Antonio de Lavalle nach Chile um eine friedliche Lösung zu finden. Am 1. März erklärte Bolivien den Krieg gegen Chile. Als der peruanische Gesandte gefragt wurde, ob es wahr sei, dass Peru und Bolivien eine geheime Allianz bildeten, wich Lavalle aus. Ende April gab der peruanische Präsident die Allianz zu. Als Chile von Peru eine Neutralitätserklärung verlangte, wollte die peruanische Regierung auf eine Entscheidung des Parlaments warten, die einen Monat später fallen sollte. Ohne auf die peruanische Antwort zu warten, erklärte Chile am 5. April 1879 Peru und Bolivien den Krieg. Am 6. April erklärte Peru Chile den Krieg und rief den Bündnisfall des geheimen Pakts aus.

Seekrieg[Bearbeiten]

Panzerschiffe Chiles und Perus am Beginn des Krieges[25]
Kriegsschiff tons
(tn.l.)
Pferde-
stärke
Geschw.
(Knoten)
Panz.
(cm)
Haupt-Artillerie Baujahr
ChileChile Cochrane 3.560 2.000 9-12,8 bis zu 23 6 x 22.8 cm 1874
ChileChile Blanco Encalada 3.560 3.000 9-12,8 bis zu 23 6 x 22,8 cm 1874
PeruPeru Huascar 1.130 1.200 10-11 11,4 2 x 25,4 cm 1865
PeruPeru BAP Independencia 2.004 1.500 12-13 11,4 2 x 23 cm 1865
PeruPeru BAP Manco Cápac 1.034 320 6 25,4 2 x 38 cm 1864
PeruPeru BAP Atahualpa 1.034 320 6 25,4 2 x 38 cm 1864

Die Seegefechte von Iquique und Punta Gruesa am 21. Mai 1879 brachten die Vorentscheidung über die chilenische Seeherrschaft. Um die Verstärkung der peruanischen Verteidiger der Hafenstadt Iquique auf dem Seewege zu verhindern, blockierten zwei ältere chilenische Kriegsschiffe, die Esmeralda und die Covadonga, den Hafen. Die beiden peruanischen Panzerschiffe Huáscar und Independencia trafen auf die chilenischen Blockadeschiffe. Das peruanische Küstenpanzerschiff Huáscar rammte und versenkte die chilenische Korvette Esmeralda. Bei der Verfolgung des chilenischen Kanonenbootes Covadonga lief die kampfstarke peruanische Panzerfregatte Independencia nahe der Küste auf Grund. Damit das Schiff nicht in die Hände der Chilenen fiel, setzte es die eigene Besatzung in Brand.

Sechs Monate lang konnte die Huáscar der chilenischen Flotte entkommen und störte wirksam den chilenischen Nachschub. Am 23 Juli 1879 wurde der chilenischen Transporter Rimac von der Huáscar gekappt und ein Kavallerie-Regiment gefangengenommen. Dabei ging sie größeren Konfrontationen mit der überlegenen chilenischen Flotte aus dem Weg. Doch am 8. Oktober 1879 gelang es den beiden modernen chilenischen Panzerschiffen Cochrane und Blanco Encalada mit Hilfe der chilenischen Schiffe O’Higgins und Loa dennoch, die Huáscar vor Punta Angamos zu stellen und sie im Seegefecht von Angamos zu erobern. Die schwer beschädigte Huáscar wurde von den Chilenen repariert und später gegen Peru eingesetzt. Mit der Ausschaltung der beiden hochseefähigen und kampfstarken Panzerschiffe Perus hatte Chile endgültig die Seeherrschaft errungen.

Im August 1879 fuhr die peruanische Union die gesamte chilenische Küste entlang bis nach Punta Arenas um ein mit Waffen für Chile beladenes Handelsschiff zu kapern. Das Handelsschiff konnte jedoch entkommen.

Die in Peru verbliebenen alten Küstenpanzerschiffe Manco Capac und Atahualpa waren in schlechtem Zustand und aufgrund ihrer Bauweise nur für die Verteidigung küstennaher Gewässer geeignet. Die Manco Capac wurde in der Bucht von Arica von den Peruanern selbst gesprengt, als chilenische Truppen die Hafenstadt von der Landseite her erstürmten und der Fluchtweg über See durch ein chilenisches Geschwader verlegt worden war. Die Atahualpa wurde später, nach der gescheiterten Verteidigung Limas, im Hafen von Callao ebenfalls von der eigenen Besatzung versenkt.

Obwohl die peruanische Marine über keine Schiffe mehr verfügte, die den chilenischen Panzerschiffen hätten lange widerstehen können, gelang es den Peruanern während der Callao-Blockade mit List, zwei chilenische Schiffe zu versenken. Die Loa und Covadonga wurden versenkt mittels mit Explosivstoffen beladener Boote, die mit Delikatessen, Früchten und Getränken „überladen“ waren.

Nachdem die peruanische Flotte entscheidend geschwächt worden war, konnten chilenische Truppen gefahrlos den Seeweg nutzen. Die isolierten peruanischen Garnisonen im Süden des Landes wurden der Reihe nach überwältigt.

Landkrieg[Bearbeiten]

Landungen und Feldzüge im Salpeterkrieg. Es sind die damaligen Staatsgrenzen gezeichnet.
Bild des chilenischen Stabsunteroffizier Tránsito Diaz, schwerverletzt während der Landung in Pisagua. Das Foto gehört zu einer Reihe von 130 photografischen Dokumenten, die von der Regierung von Domingo Santa María bestellt wurden, um die Vergabe von Pensionen und Prothesen an die Veteranen zu überprüfen.

[26]

Tarapacá-Feldzug[Bearbeiten]

Zwei Wochen nach der Kaperung der Huáscar begann die chilenische Armee mit der Invasion Perus. Die uneingeschränkte Seeherrschaft erlaubte den Chilenen die Landung von 10.000 Mann bei Pisagua. Hier gelang die Spaltung der peruanisch-bolivianischen Armee in zwei Teile (im Norden Lima, Arequipa und Tacna, in Süden Iquique).

Um Tarapacá zu besetzen, damals die südlichste Provinz Perus, marschierten die Chilenen nach der Landung in Pisagua auf Iquique zu. Hier kam es zur ersten Schlacht dieses Feldzugs, der Schlacht von Dolores. Die chilenische Armee wurde heftig angegriffen, beide Seiten erlitten Verluste. Nach dem Rückzug von bolivianischen Einheiten mussten sich die Peruaner nach Tarapacá zurückziehen. Vier Tage später fiel Iquique.

Im April 1879 schickte der bolivianische Diktator Hilarión Daza seine Truppen nach Arica, um Peru zu unterstützen. Der Vorstoß endete kläglich, die Truppen verdursteten fast in der Atacama-Wüste und mussten umkehren. Dieser Fehlschlag führte zur Absetzung Dazas.

Ein Expeditionskorps mit 3.600 Soldaten und Artillerie wurde zum Abfangen der restlichen peruanischen Truppen entsandt. Die Chilenen trafen auf weniger als 2.000 peruanische Soldaten. Diese waren schlecht ausgebildet und durch die vorhergehende Niederlage demoralisiert. Die Chilenen nahmen eine Schlüsselstellung und kesselten die Stadt ein, bevor sie ihren Angriff begannen. In der Schlacht von Tarapacá gelang den Peruanern trotzdem ein Sieg. Die Chilenen mussten viel Munition und Versorgungsgüter zurücklassen. Der Sieg hatte aber kaum Folgen, da die Chilenen bereits 12.000 Mann in der Pacocha-Bucht bei Pisagua ausgeschifft hatten. Die Peruaner mussten die Hoffnungen auf Verstärkung für die Provinzen Arica und Tacna aufgeben.

Moquegua-Feldzug[Bearbeiten]

Am 7. Juni 1880 griffen 7.000 chilenische Soldaten mit Unterstützung der Marine die peruanische Garnison in der Stadt Arica an. Diese wurde von Oberst Francisco Bolognesi mit 2.000 Mann verteidigt. Die Chilenen wurden von Divisionsgeneral Manuel Jesús Baquedano (González) geführt. Entscheidend war der von seinem Stabschef, Oberstleutnant Pedro Lagos, ausgearbeitete Schlachtplan, der die rasche Einnahme der peruanischen Festung auf El Morro (deutsch „Großer Hügel“) als Garant des Sieges vorsah. Die Schlacht von Arica kostete 474 chilenische und ca. 1.000 peruanische Soldaten das Leben. Unter den Toten war auch der peruanische Kommandant Francisco Bolognesi. El Morro gilt heute sowohl in Peru als auch in Chile als nationales Symbol.

Nach dem Sieg chilenischer Truppen über ein peruanisch-bolivianisches Heer bei Tacna (Batalla del Alto de la Alianza) zog sich Bolivien aus dem Krieg zurück und beschränkte sich auf die Sicherung der Zugänge zum bolivianischen Hochland, wodurch sich die chilenischen Truppen allein Peru zuwenden konnten.

Lynchs Expedition[Bearbeiten]

Um der Regierung Perus die Zwecklosigkeit weiteren Widerstand vor Augen zu führen, sandte die chilenische Regierung eine Expedition von 2,200[27] Mann unter den Befehl vom Patricio Lynch nach Nordperu mit dem Ziel, Steuern von den Großgrundbesitzern und den Städte einzutreiben.[28] Am 10 September landete die Expedition in Chimbote und erhob dort $ 100.000 in landesüblicher Währung, $ 10.000 in Paita, $20.000 in Chiclayo, und $ 4.000 in Lambayeque. Wer nicht bezahlte, dem wurde sein Eigentum zerstört. Am 11 September erließ die peruanische Regierung ein Dekret, das die Zahlungen als Hochverrat ahndete, aber die meisten Besitzer zahlten. Diese, auch von Chilenen, kritisierte Expedition war gedeckt von den damals geltenden Gesetzen des Krieges. Der chilenische Historiker Barros Arana nennt den Artikel 544 von Johann Caspar Bluntschli's Le droit international codifié[29][30] und Sergio Villalobos zitiert Andres Bello's Principios del derecho Internacional.[31]

Diplomatische Bemühungen um eine Lösung[Bearbeiten]

Im Oktober 1880 versuchten die Vereinigten Staaten an Bord der Lackawanna erfolglos, im Konflikt zu vermitteln. An der Arica-Bucht scheiterte der Versuch, den Krieg mit Diplomatie zu beenden. Repräsentanten von Chile, Peru und Bolivien trafen sich, um die territorialen Konflikte zu besprechen, dennoch wiesen Peru und Bolivien den Verlust ihrer Gebiete an Chile zurück und verließen die Konferenz.

Lima-Feldzug[Bearbeiten]

Chorrillos war vor dem Krieg das bevorzugte Seebad von Limas Oberschicht, aber während der Schlacht von Chorrillos verlief die peruanische Verteidigungslinie durch die Stadt, die beschossen, in Brand gesetzt, geplündert und während der Kämpfe in Schutt und Asche verwandelt wurde. Am Ende der Schlacht wurde Haus um Haus gekämpft.

Nach der Landung in Pisco am 19. November 1880 marschierte die chilenische Armee auf die peruanische Hauptstadt Lima zu. Nach peruanischen Niederlagen in der Schlacht von San Juan und der Schlacht von Miraflores fiel Lima am 17. Januar 1881 in die Hände des chilenischen Generals Manuel Baquedano. Die südlichen Vororte von Lima, einschließlich der Küstenstreifen von Chorrillos, wurden eingenommen und gebrandschatzt. Eine Reihe von außerhalb liegenden Haciendas wurden von chinesischen Arbeitern angesteckt; diese waren aus China als Sklavenersatz angeworben worden. Vor allem aber waren desertierte peruanische Soldaten an der Plünderung und Brandschatzung von Lima beteiligt. Wenige Tage später fiel auch die Hafenstadt Callao.

Huamachuco-Feldzug[Bearbeiten]

Nach der Auflösung der Zentralregierung in Peru änderte sich der Charakter des Krieges zu einem zweijährigen Guerillakrieg im peruanischen Hochland. Erst 1883 konnten die Chilenen unter Admiral Patricio Lynch die Truppen des peruanischen Generals Andrés Avelino Cáceres im Inneren des Landes bei der Schlacht von Huamachuco am 10. Juli 1883 stellen und schlagen.

Die Verfolgung Cáceres' begann in Lima am 24. April 1883. Mitte Juni gaben die chilenischen Truppen unter dem Befehl von Arriagada die Verfolgung im Süden auf, aber Cáceres, in Unkenntnis dieser Tatsache, floh weiter bis Pomabamba in Ancash, wo er entschied, die chilenischen Truppen im Norden getrennt anzugreifen und die zum Frieden bereite peruanische Regierung von Miguel Iglesias in Cajamarca zu zerschlagen. Aber nach Huamachuco kam er nur, nachdem sich die verschiedenen chilenischen Truppenteile im Norden vereint hatten. Die letzte kampffähige peruanische Armee wurde vernichtend geschlagen. Cáceres selbst konnte sich nach der Schlacht nur verletzt verstecken. Später wurde er, Jahre nach dem Abzug der Chilenen aus Peru, Präsident des Landes.

Die peruanische Armee unter Admiral Lizardo Montero Flores im Süden Perus gab den Kampf auf.

Die neue peruanische Führung unter Miguel Iglesias nahm nun Friedensverhandlungen auf und akzeptierte die Kapitulationsbedingungen, die die vorläufige Abtretung der Regionen Tarapaca und Tacna an Chile vorsahen.

Kriegsende[Bearbeiten]

Ein chilenischer Soldat mit der „peruanische Warze“, o Oroya-Fieber, angesteckt wahrscheinlich in eine der Schluchten des Rimac Flusses während der Campaña de la Breña.[32]

Am 20. Oktober 1883 unterzeichneten Chile und Peru den Vertrag von Ancón. Darin erhielt Chile die peruanische Provinz Tarapacá und dehnte sein Territorium bis nach Tacna aus, das jedoch knapp 50 Jahre später an Peru zurückgegeben wurde.

Am 4. April 1884 kam zwischen Chile und Bolivien der Vertrag von Valparaíso zustande. Darin erhielt Chile die Küstenregion um Antofagasta, was Bolivien neben dem Verlust einer Provinz auch den Zugang zum Pazifik kostete. Bolivien wurde dadurch wieder zu einem Binnenstaat. Hafenstädte wie Antofagasta, Iquique und Arica wurden endgültig ins chilenische Staatsgebiet eingegliedert.

Erst 1904 wurde der bis heute gültige Friedensvertrag zwischen Chile und Bolivien unterzeichnet, in dem Bolivien die Zugehörigkeit der Atacamaregion zu Chile bestätigte. Im Gegenzug gewährte Chile Bolivien den zollfreien Zugang zu den Häfen von Arica und Antofagasta und den Bau einer Bahn, die die Hauptstadt La Paz mit der Küstenstadt Arica verbinden sollte.

Die Städte Arica und Tacna blieben noch lange von Chile besetzt. Erst 1929 wurde Arica Chile zugeschlagen; Tacna verblieb bei Peru.

Ausländische Intervention[Bearbeiten]

Der britischer Historiker B. Farcau behauptet: Entgegen dem allgemeinen Glauben, dass die „Händler des Todes“ den Konflikt in die Länge ziehen würden, um mehr davon zu verdienen, waren die Nitrate-Händler und die Halter der sich mehrenden Schuldscheine der Belligeranten einflussreiche Geschäftsmänner und ihre jeweilige Konsule und Botschafter und sie waren alle überzeugt, dass der einzige Weg auf dem sie ihre Anleihen und Gewinne zurückbekommen konnten war, den Krieg zu beenden und den Handel wieder zu beginnen ohne störende legale Folgestreits um die Eigentumsrechte an den Ressourcen der Region.[33]:149

Trotzdem konnten die Kriegsteilnehmer Torpedoboote, Waffen und Munition im Ausland kaufen und unklare Neutralitätsgesetze umgehen. Firmen wie die Baring Brothers in London hatten keine Probleme für beide Seiten tätig zu sein.[34]:129 Waffen wurden selbstverständlich nur an den verkauft, der dafür bezahlen konnte.[35] Zum Beispiel, in der Zeit vom 1879 bis 1880 Peru kaufte Waffen in den USA, Europa, Costa Rica und Panama. Sie wurden an der Karibik-Seite von Panama entladen und per Eisenbahn an die Pazifik-Küste transportiert. Dort wurden sie per Schiff (Talisman, Chalaco, Limeña, Estrella und Guadiana) nach Peru gebracht. Dieses Handeln geschah mit der Zustimmung der Regierung von Panama (damals noch ein Teil vom Kolumbien). Der chilenische Konsul protestierte mehrfach gegen diese Transporte weil der Chile-Kolumbien Vertrag vom 1844 jede Versorgung der Feinde der Vertragunterzeichner mit Waffen verbot.[36]

Nach der Okkupation von Tarapaca und Antofagasta ersuchten die Regierungen von Peru und Bolivien als letzte Hoffnung die USA, die Annexation dieser Territorien durch Chile zu verhindern.[37]:41 Die US-Diplomaten waren besorgt darüber, dass die europäischen Mächten geneigt sein könnten im Pazifik zu intervenieren. Der Botschafter Boliviens in Washington bot dem US-Staatssekretär William Maxwell Evarts die Perspektive lukrativer Guano- und Nitrate-Lizenzen für US-Investoren im Gegenzug zum offiziellen US-Schutz der bolivianischen territorialen Integrität.[37]:42[38]:131 Isaac P. Christiancy, US-Botschafter in Peru, organisierte die gescheiterte (USS-) Lackawamma-Friedenskonferenz. Christiancy hatte früher in den USA vorgeschlagen, Peru zu annektieren und nach 10 Jahren in die Union aufzunehmen um den USA einen Zugang zu diesen reichen Märkten zu verschaffen.[37]:42 1881 übernahm James Garfield das Präsidentenamt und sein anglophober Außenminister[39] James G. Blaine war für eine engagiertere Politik der USA im Salpeterkrieg[37]:43 vor allem im Bezug auf die US-Investitionen in Guano- und Nitrate-Lizenzen.[38]:132 Blaine argumentierte, dass die Republiken Südamerikas „junge Schwestern dieser Regierung“ seien und dass er keine europäische Intervention in Südamerika wolle. Die Gruppen „Credit Industriel“ and „Peruvian Company“, die europäische und US-amerikanische Kreditgeber repräsentierten, hatten der provisorische peruanische Regierung von García Calderón garantiert, die Auslandsschulden Perus und die Kriegsreparationen an Chile zu bezahlen, wenn Peru die Lizenzen für die Ausbeutung der Ressourcen in Tarapaca an ihre Gesellschaften vergab. Mit der Einwilligung der peruanische Regierung begannen beide Gesellschaften in den USA gegen die Abtretung Tarapacas an Chile Lobbyarbeit zu betreiben. Die „Levi P. Morton, Bliss and Company“ würde in diesem Fall das Monopol des Nitrate-Verkaufs in den USA bekommen. Levi P. Morton war ein enger Freund von J. Blaime. Außerdem hatte Stephen A. Hurlbut, (Christiancys Nachfolger in Lima) auch die Installation einer US-Navy Base in Chimbote und die Lizenzen für die Ausbeutung von Kohlevorkommen im Landesinneren erreicht, letzterws allerdings für seinen persönlichen Profit.[40] Diese US-amerikanischen Versuche bestärkten die provisorische peruanische Regierung in ihrer Absage an die Abtretung Tarapacas. Als in den USA publik wurde, dass Hurlbut von der US-Intervention im Krieg profitieren würde, wurde dort klar, dass er den Friedensprozess behinderte.[41][42] Ende 1881, Blaine sandte William H. Trescott nach Chile, um die dortige Regierung zu warnen, dass die USA eine Konfliktlösung durch eine schiedsgerichtliche Instanz verlangten und dass Kriege keine Grenzverschiebungen rechtfertigten.[38]:132 Nach Garfields Ermordung und der Amtsübernahme durch Chester A. Arthur wurde Blaine durch Frederick Theodore Frelinghuysen ersetzt. Frelinghuysen war der Meinung, dass die USA waren nicht in der Lage seien, Blaines Ziele zu verfolgen und änderte die Ziele von Trescott Mission. Der US-Historiker Kenneth D. Lehmann sagt über die Politik der USA:

Washington hatte sich in die Mitte der Kontroverse eingemischt ohne über eine realistische Position nachzudenken: Die Moralapostel-Attitüde der USA hatte etwas heuchlerisches angesichts seiner eigenen Geschichte und die unterschwelligen Androhungen waren nicht glaubhaft.[37]:45

Im Bezug auf eine Intervention des Vereinigtes Königreichs im Krieg stellte der britische marxistische Historiker Viktor Kiernan fest: „Es muss betont werden, dass das Foreign Office (Auswärtige Amt Gross Britanniens) niemals und zu keiner Zeit irgendeine Art von Intervention vorgesehen hat. … Es war besonders besorgt, dass keine Kriegsschiffe von den Belligeranten geschmuggelt wurden, denn es befürchtete wieder in eine Alabamafrage hinein gezogen zu werden.“ Während des Krieges beschlagnahmte die britische Regierung vier Kriegsschiffe, je zwei die an Chile und Peru verkauft worden waren: die Arturo Prat (später Tsukushi), Esmeralda (später Kreuzer Izumi), Lima und die Topeka. Die beiden letzten waren in den Howaldtswerken in Hamburg gebaut worden und sollten in England bewaffnet werden. Sie trugen die Namen Socrates und Diogenes um das wahre Zielland zu verschleiern.[43]

Plünderungen, Kriegsschäden und Kriegsreparationen[Bearbeiten]

Zeichnung in der chilenischen Zeitschrift Padre Cobos vom 3. April 1883. Der Minister José Manuel Balmaceda wäscht seine Hände in Unschuld und befiehlt dem Bürgermeister von Santiago, Mackenna, den schweren peruanischen Löwen loszuwerden. Die Elite von Santiago schaut vergnügt der Ankunft der Statue zu. Pater Cobos und ein schwarzer Junge sind ebenfalls Teil der Szene.

Während die Plünderungen und die Kriegsreparationen in Chile oft vergessen werden, sind sie in Peru Ursache für anti-chilenische Ressentiments. Der chilenische Historiker Milton Godoy Orellana[44] unterscheidet vier Fällen: 1) Plünderungen nach den Schlachten von Chorrillos und Miraflores 2) Plünderungen durch Peruanern in Lima vor dem chilenischen Einmarsch in Lima 3) Die chilenische Konfiskation von Loks, Schienen, Druckerpressen, Waffen usw. Diese Expropriationen waren im 19. Jahrhundert zugelassen. Die chilenische Regierung führte sie durch die „Oficina Recaudadora de las Contribuciones de Guerra“ aus, deren Aufgabe die Inventarisierung, Konfiskation, Protokollierung und die Versendung nach Chile war. Eine Gesamtliste der konfiszierten Güter existiert nicht, aber viele Objekte sind in privaten und amtlichen Briefen, Zeitungsartikeln, Ladungslisten, etc. verzeichnet 4) Die Konfiskation von Büchern und Kunstobjekten aus Peru. Die Entwicklung der internationalen Gesetze über den Schutz von Kulturgütern geschah im 19. und 20. Jh., aber die Idee diese Güter zu schützen begann in Europa im 18. Jh.[45] Der Lieber Code von 1863 stellte während eines bewaffneten Konflikts Kulturgüter unter Schutz (Art. 35), aber erlaubte ausdrücklich ihre Verwendung als Reparationszahlung (Art. 36)[46] Der chilenische Historiker Sergio Villalobos führt aus, dass die USA 1871 die Konfiszierung von Kulturgütern akzeptierten aber das Projekt einer Internationalen Deklaration über Gesetze und Sitten des Krieges von 1874 (1874 Project of an International Declaration concerning the Laws and Customs of War) diese auf die Liste geschützter Objekte setzte.[47]:230 Im März 1881 wurden circa 45.000 Bücher der Nationalbibliothek Perus von der Okkupationsregierung beschlagnahmt,[47] aber viele dieser Bücher wurden von Peruaner in Lima verkauft, daher ist es umstritten wie viele Bücher tatsächlich in chilenischen Hände waren oder blieben. In späten März 1881 kamen die Bücher nach Chile und die Presse dort begann über die Legitimität oder „internationalen Diebstahl“, wie es ein Journalist von „La Época“ bezeichnete, der Konfiskation von Ölgemälden, Büchern, Statuen usw. zu informieren und zu diskutieren. In einer Sitzung des chilenischen Parlaments am 4. Januar 1883 befragte der Abgeordnete Augusto Matte Pérez den Minister José Manuel Balmaceda über die „beschämenden und erniedrigenden“ Schiffsladungen mit peruanischen Kulturgütern. Der Abgeordnete Montt verlangte die Rückgabe der Güter und wurde von seinen Kollegen McClure und Puelma unterstützt. Der Minister versprach, solche Eintreibungen zu beenden und die Rückgabe der in der Diskussion genannten Objekte. Anscheinend tat er das, weil es keine solchen Schiffsladungen mehr ankamen und die genannte Statue nicht an dem Platz ist. Aber noch im Jahr 2007 sandte Chile 3,778 Bücher an die Biblioteca Nacional del Peru zurück.[48] S. Villalobos meinte „Es gab keine Ausrede für den Diebstahl“[47]:233

Ein anderes Problem waren die Kriegsschäden an Eigentum von Bürger neutralen Staaten. 1884 wurden die Schiedsgerichte Tribunales Arbitrales mit je einem aus Chile, einem von der Regierung der Kläger und einem von der Regierung Brasiliens ernannten Richter gebildet. Sie hatten über die Ansprüche von 118 britischen, 440 italienischen, 89 französischen und ab 1886 auch deutschen Kläger zu verhandeln. Das „italienische“ Tribunal behandelte auch die belgischen und das „deutsche“ Tribunal auch die österreichischen Klagen. Bürger aus den USA nahmen zu dieser Zeit nicht daran teil und die spanischen Klagen wurden direkt mit der chilenischen Regierung verhandelt. Nach dem damaligen Kriegsrecht wurden nicht berücksichtigt: Klagen von (ausländischen) Bürgern mit gewöhnlichen Wohnsitz im Kriegsgebiet, Klagen wegen Schäden in einer Zone wo eine Schlacht stattgefunden hatte (z. B.: Arica, Chorrillos, Miraflores, Pisagua and Tacna), Schäden die von versprengten oder Soldaten außerhalb der Hierarchie verursacht wurden. Nur 3,6 % der verhandelten Schäden wurden vom Tribunal anerkannt, was S. Villalobos auf die Übertreibung von Schäden infolge des verletzten Nationalgefühls der Peruaner und der monetären Interessen der ausländischen Kläger zurückführt.[47]:259–262

Schrecken des Krieges[Bearbeiten]

Die kriegsführende Nationen versprachen die Internationale Komitee vom Roten Kreuz-Konvention von 1863 (siehe Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung) zum Schutz von Kriegsverletzten, Kriegsgefangenen, Flüchtlingen, Zivilpersonen, und anderer Nichtkombattanten einzuhalten.[49]:90

Nach Kriegsbeginn wurden schätzungsweise 30.000[50] Chilenen aus Peru (acht Tage Frist) und Bolivien (zehn Tage Frist) abgeschoben und ihre Eigentum konfisziert; die Mehrheit von ihnen musste in Pontons, Barkassen, und Lagern in peruanischen Häfen Schutz suchen bis sie per Schiff nach Chile transportiert wurden. Man schätzt, dass 7000[50] von ihnen bei den neuen chilenischen Bataillonen anheuerten und ihre Verbitterung würde später seine Wirkung auf das Kriegsgeschehen haben.[51]:160 In Chile lebende Peruaner und Bolivianer konnten ihre Tätigkeiten unbelästigt weiterführen.[51]:162

Beide Seiten klagten die jeweilige andere an, nach Ende der Schlachten verletzte feindliche Soldaten getötet zu haben.[51]:167

Neben den peruanisch-chilenischen Schlachten in asymmetrischer Kriegführung nach der Besetzung von Lima, entfachte in Peru ein sozialer und ethnischer Konflikt zwischen seiner indigenen Bevölkerung[52], den chinesischen Kulis die fast versklavt waren[53][54]:160,165 und die kreolischen und weißen Oberschicht. Am 2. Juli 1884 wurden in Huancayo der Guerillaführer Tomás Laymes und drei seiner Männer von einem Gericht in einer von Cáceres kontrollierten Zone wegen der Grausamkeiten und Verbrechen, die die Guerilla an der peruanischen Bevölkerung begangen hatte, verurteilt.[52] In Ayacucho rebellierten die indigenen Völker gegen die „Weissen“ und in Chincha rotteten sich die Afroperuaner zusammen gegen die Besitzer der Haciendas „Larán“, „San José“ und „Hoja Redonda“. Nur die peruanische Armee konnte die Rebelion unterdrücken.[55] Die chinesischen Kulis bildeten die „Vulcano“ Formation innerhalb der chilenischen Armee.

Es gab auch ethnische Spannungen zwischen Kulis und Schwarzen. In der Cañete-Provinz wurden 2,000 Kulis aus der Haciendas „Montalbán“ und „Juan de Arona“ von den Schwarzen massakriert.[56][57]:324

Folgen[Bearbeiten]

Menschliche Überreste von bolivianischen, chilenischen und peruanischen Soldaten exhumiert aus Gräben aus der Zeit nach der Schlacht von Tacna, vor ihre endgültigen Bestattung im Mausoleum der Friedhof von Tacna in 1910.[58]
Zeugnis für politisch gewollten Revanchismus: Ein Monument in der Nähe des bolivianischen Marinestützpunktes am Titicacasee zeigt einen bolivianischen Soldaten, der sein Bajonett in den Hals eines chilenischen sticht, darüber der Satz: „Was uns einmal gehört hat, wird uns wieder gehören“, und darunter: „Haltet euch fest, Rotos, hier kommen die Colorados aus Bolivien“. Rotos („Asoziale“) ist ein in Peru und Bolivien despektierlich benutzter Ausdruck für Chilenen, Colorados („die Bunten“) eine Anspielung auf die farbigen Uniformen der Bolivianer. Beide Figuren tragen typische Uniformen aus der Kriegszeit um 1880. Auf der Rückseite des Denkmals stehen ein Marinesoldat und Zivilisten in die Ferne blickend auf einem Felsvorsprung an der Meeresküste.[59]

Der fünfjährige Krieg hat Schätzungen zufolge zwischen 14.000 und 23.000 Menschenleben gekostet.[59]

Durch den Krieg brachte sich Chile in den Besitz der reichen Salpetervorkommen, die auch von britischen und deutschen Unternehmen abgebaut wurden. So kam Chile in der Folgezeit zu beträchtlichem wirtschaftlichen Reichtum. Mit der Entwicklung neuer Verfahren zur Salpetergewinnung und der Entdeckung des synthetischen Düngers zu Beginn des 20. Jahrhunderts (Haber-Bosch-Verfahren) verlor der Salpeterabbau später jedoch seine Bedeutung.

Im Ergebnis des vor mehr als 130 Jahren beendeten Krieges wurde das Verhältnis zwischen den früheren Kriegsparteien zutiefst gestört und nachhaltig belastet, mit langfristigen politischen Folgen. So brach Chile entgegen seiner bis dahin verfolgten Neutralitätspolitik während des Zweiten Weltkrieges die Beziehungen mit den Achsenmächten 1943 abrupt ab, nicht zuletzt aus der Befürchtung vor einer Annäherung Perus und Boliviens an die Vereinigten Staaten. Die Befürchtung Chiles war, dass die entschlossene Unterstützung beider Länder für die USA und die daraus resultierende US-amerikanische Militärhilfe Peru und Bolivien in die Lage versetzen könnten, mit Unterstützung der USA gegen Chile vorzugehen, wenn Chile sich nicht ebenfalls dem alliierten Lager anschlösse.[60]

Die schmachvolle Niederlage Boliviens und Perus weckte in beiden Ländern anhaltende Ressentiments und Revanchegelüste gegen Chile, und trotz der seit vielen Jahren bestehenden Friedensverträge wird das Verhältnis der drei Staaten untereinander auch heute noch stark von der Vergangenheit geprägt. Seit dem Friedensvertrag von 1904 macht Bolivien den Verlust des Meereszugangs für seine schwache politische und wirtschaftliche Situation verantwortlich und fordert eine Revision des Vertrags und einen souveränen Korridor zum Meer. 1920 verlangte Bolivien vor dem Völkerbund eine Änderung des Grenzvertrages, was dieser jedoch mit der Begründung abwies, die Grenzziehung sei eine Aufgabe der beteiligten Länder selbst.[61] Seitdem sind alle Versuche einer diplomatischen Lösung gescheitert, und seit 1962 hat Bolivien mit Chile keine Botschafter mehr ausgetauscht.[59] Um seinen Anspruch zu untermauern, unterhält Bolivien die größten Seestreitkräfte eines Binnenlandes weltweit (Armada Boliviana).

Die bolivianische Position wird von in- und ausländischen Beobachtern als vorwiegend innenpolitisch motiviert betrachtet, da Bolivien aufgrund des Friedensvertrags Freihafenrechte und das Recht zu zollfreiem Warentransit über Arica und Iquique besitzt, was von Chile auch stets respektiert wurde. Für den Warenverkehr verfügt Bolivien folglich über einen Zugang zum Pazifik, sodass die bolivianische Privatwirtschaft selbst kaum Handlungsbedarf sieht. Von den politischen Vertretern sämtlicher im Land vertretenen Richtungen wird ein souveräner Meereszugang Boliviens mit eigenem Pazifikhafen jedoch als unverzichtbar angesehen.[62] Seit der Privatisierung der chilenischen Hafenbetriebe in Arica und dem Regierungsantritt von Evo Morales in Bolivien haben sich die politischen Spannungen verschärft und das Thema ist in Bolivien ein Dauerbrenner geworden.[59] Ein wichtiges Argument der aktuellen Regierung Morales ist der Mangel an bolivianischer Souveränität über die Hafenanlagen. Aus ihrer Sicht sind diese mangels ausreichender Investitionen ineffizient und den wachsenden Exporten des Landes nicht mehr gewachsen. Unter bolivianischer Souveränität könnten folglich angemessene Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt werden, welche für Chile keine Priorität haben.[63]

Seit 1975 unterbreitete Chile verschiedentlich Vorschläge zur Aussöhnung mit Bolivien, die jedoch an der peruanischen Haltung scheiterten: Kern der Verhandlungen zwischen Chile und Bolivien war die Abtretung eines Korridors im äußersten Norden Chiles entlang der Grenze zu Peru, da Chile durch einen weiter südlich gelegenen Korridor geteilt würde. Ein solcher Nordkorridor würde über ehemaliges peruanisches Gebiet führen; gemäß dem Vertrag von Ancón kann Chile ehemaliges peruanisches Gebiet jedoch nur mit Zustimmung Perus an Dritte abtreten.

Aus Sicht Perus besteht kein Grund, einer solchen Abtretung ohne Gegenleistung vonseiten Boliviens zuzustimmen (da Bolivien sonst von den peruanischen Gebietsverlusten gewissermaßen „profitieren“ würde). Nach Ansicht Boliviens ist der verlorene Zugang zum Pazifik hingegen eine historische Ungerechtigkeit, zu deren Beseitigung allein Chile moralisch verpflichtet sei; Bolivien sieht keine Veranlassung, das ihm zustehende Recht durch Leistungen an Peru erkaufen zu müssen. Aus Sicht Chiles ist der vorgeschlagene Gebietstausch bereits ein Zugeständnis an Bolivien ohne direkten Vorteil für das eigene Land; es sei Boliviens Aufgabe, die Zustimmung Perus herbeizuführen.

Nach dem Scheitern von Verhandlungen über einen entsprechenden Gebietstausch (peruanisches Veto) und Wasserrechte am Río Lauca im Jahre 1978 brach Bolivien die diplomatischen Beziehungen zu Chile gänzlich ab. Beide Länder unterhalten bis heute offiziell nur Kontakte auf konsularischer Ebene. Bolivien weigert sich, Chile mit Erdgas zu versorgen und knüpft Erdgaslieferungen an Argentinien an die Bedingung, dass Argentinien dieses Gas nicht an Chile weiterliefert. Chile zeigte sich späteren diplomatischen Initiativen zur Lösung des Konflikts gegenüber weitgehend zugeknöpft.[59]

Bolivien verzichtete 2002 aus Rücksichtnahme auf die innenpolitischen Widerstände auf eine Milliardeninvestition ausländischer Konzerne für den Export von verflüssigtem Erdgas (LPG) in die USA, weil das Gas durch Pipelines über Chile exportiert werden sollte (und Chile daher einen wirtschaftlichen Vorteil aus dem bolivianischen Gas gezogen hätte).

Nach dem Amtsantritt der chilenischen Präsidentin Michelle Bachelet gab es zwischen 2006 und 2010 wieder Gespräche auf Regierungsebene[62] zwischen Bolivien und Chile über 13 Punkte, darunter die Verbesserung der bolivianischen Warentransfers vom chilenischen Hafen nach Bolivien (Punkt 6 der Agenda). Die Gespräche brachen 2010 ab, nachdem Bolivien im März bekannt gegeben hatte, seine Ansprüche vor den Internationalen Gerichtshof bringen zu wollen.[61][64][65] Chile schließt eine Gebietsabtretung kategorisch aus. Aktuell ist die Situation weiterhin ungeklärt und eine diplomatische Lösung scheint nicht in Sicht.[59]

Das bilaterale Verhältnis zwischen Peru und Chile ist auf offizieller Ebene weniger angespannt, zumal die bolivianischen Forderungen von Peru nur mit Vorbehalten unterstützt werden. Viele Akteure in Peru halten sie für überzogen und werfen Bolivien vor, Peru schon im Jahre 1879 zuerst in den Krieg hineingezogen und dann im Stich gelassen zu haben. Peru hatte unter den unmittelbaren Wirkungen des Krieges weitaus stärker zu leiden als Bolivien: „Kein chilenischer Soldat hat das bolivianische Hochland betreten, geschweige denn Sucre oder La Paz. Der Hauptfeind Chiles war Peru. Bolivien war ab 1881 nur Zuschauer im pazifischen Krieg.“[66] Von daher ist auch das peruanisch-bolivianische Verhältnis historisch nicht unbelastet.[67]

Der 21. Mai wird in Chile als nationaler Feiertag begangen, an dem man an das Seegefecht von Iquique erinnert. Im Ende 1879 von Chile eroberten Iquique sowie in der Hauptstadt Santiago finden Militärparaden und Feierlichkeiten zu Ehren des Kriegshelden Arturo Prat statt, und der Präsident legt im Parlament den jährlichen Rechenschaftsbericht zur Lage der Nation vor. Eine als Freundschaftsgeste gedachte Teilnahme von Vertretern der peruanischen Admiralität an den chilenischen Feierlichkeiten zum „Tag von Iquique“ im Jahr 2012 führte in Peru zu heftigen Protesten nationalistischer Kreise. Unter Kirchenvertretern sind derartige Kontakte und gegenseitige Würdigungen schon seit einigen Jahren Usus.[68] Im Verlauf des 2008 begonnenen Verfahrens vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag zur Klärung verbliebener Streitfragen über die Seegrenze zwischen Peru und Chile, das von den Beteiligten als Zeichen einer Reifung ihrer Beziehungen gewertet wurde, hat Peru die im Friedensvertrag gezogene Landgrenze zu Chile definitiv anerkannt. Der am 27. Januar 2014 ergangene Spruch des Gerichtshofes wurde von beiden Seiten akzeptiert und zum ersten Jahrestag im Januar 2015 vom peruanischen Präsidenten Ollanta Humala als Beginn einer neuen gemeinsamen Zukunft gewürdigt.[69]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Diego Barros Arana, Librería Central de Servat i C", Esquina de Huerfanos i Ahumada (Hrsg.): Geschichte des Salpeterkrieges (1879–1880) I. Bd. 1, Santiago, Chile 1881 (Originaltitel: Historia de la guerra del Pacífico (1879–1880) I) (archive.org).
  •  Diego Barros Arana, Librería Central de Servat i C", Esquina de Huerfanos i Ahumada (Hrsg.): Geschichte des Salpeterkrieges (1879–1880) II. Bd. 2, Santiago, Chile 1881 (Originaltitel: Historia de la guerra del Pacífico (1879–1880) II) (archive.org).
  •  Republik Chile, Editorial Andres Bello (Hrsg.): Mitteilungsblatt des Salpeterkrieges. Santiago, Chile 1879–1881 (Originaltitel: Boletin de la Guerra del Pacifico) (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  •  Charles De Varigny, Imprenta Cervantes (Hrsg.): Der Salpeterkrieg. 1, Santiago de Chile 1922 (Originaltitel: La Guerra del Pacifico) (Zum ersten Mal in 1881–1882 in Revue des deux mondes publiziert, archive.org).
  •  William Jefferson Dennis: Geschichte der Arica-Tacna Disput in Dokumenten. Abschriften wichtiger original Dokumente in spanischer und englischer Sprache, Band 8 von Sammelwerk. In: University Iowa City (Hrsg.): University of Iowa studies in the social sciences. 8, Iowa, USA 1927 (Originaltitel: Documentary history of the Tacna-Arica dispute) (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  •  Mariano Felipe Paz Soldán, Imprenta y Libreria de Mayo, calle Peru 115 (Hrsg.): Historische Erzählung des Krieges Chile gegen Peru und Bolivia. Buenos Aires, Argentina 1884 (Originaltitel: Narracion Historica de la Guerra de Chile contra Peru y Bolivia) (archive.org).
  •  Jorge Basadre: Geschichte der Republik Peru. Der Krieg mit Chile. (Originaltitel: Historia de la Republica del Peru, La guerra con Chile) (Online publiziert bei der Universität Jorge Basadre).
  •  Gonzalo Bulnes, Imprenta Universitaria (Hrsg.): Chile und Peru: die Ursachen des Krieges von 1879. Santiago, Chile 1920 (Originaltitel: Chile and Peru: the causes of the war of 1879) (archive.org).
  •  Bruce W. Farcau, Praeger Publishers (Hrsg.): Der Zehn-Cents-Krieg, Chile, Peru und Bolivia im Salpeterkrieg, 1879–1884. Westport, Connecticut, London 2000 (Originaltitel: The Ten Cents War, Chile, Peru and Bolivia in the War of the Pacific, 1879–1884), ISBN 0-275-96925-8 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  •  William F. Sater, University of Nebraska Press (Hrsg.): Anden Tragödie: Der Kampf im Salpeterkrieg, 1879–1884. Lincoln and London 2007 (Originaltitel: Andean Tragedy: Fighting the War of the Pacific, 1879–1884), ISBN 978-0-8032-4334-7.
  •  William F. Sater, University of Nebraska Press (Hrsg.): Chile und der Salpeterkrieg. Lincoln and London 1986 (Originaltitel: Chile and the War of the Pacific), ISBN 0-8032-4155-0.
  • Chilean government: Boletín de la Guerra del Pacífico (Bulletin of the War of the Pacific). (Spanish). Editorial Andres Bello, 1879–1881.
  • Sergio Villalobos: Chile y Perú, la historia que nos une y nos separa, 1535–1883 (Spanish), 2nd, Editorial Universitaria, 2004, ISBN 9789561116016.
  •  Sater, William F., Journal of Latin American Studies (Hrsg.): Cambridge at the University Press 1973 (Originaltitel: Chile During the First Months of the War of the Pacific).
  • Robert L. Scheina: Latin America's Wars: The age of the caudillo, 1791–1899.. Potomac Books, Inc., 2003, ISBN 978-1-57488-450-0.
  •  O'Brien, Thomas F., Duke University Press, Hispanic American Historical Review (Hrsg.): 1980 (Originaltitel: The Antofagasta Company: A Case Study of Peripheral Capitalism).
  • Roberto Querejazu Calvo: Guano, Salitre y Sangre. Editorial los amigos del Libro, La Paz-Cochabamba, Bolivia 1979.
  • Roberto Querejazu Calvo: Aclaraciones históricas sobre la Guerra del Pacífico. Editorial los amigos del Libro, La Paz, Bolivia 1995.
  •  Victor Kiernan, Duke University Press, Hispanic American Historical Review vol. XXXV (Hrsg.): 1955 (Originaltitel: Foreign Interests in the War of the Pacific).

Filme[Bearbeiten]

  • Caliche Sangriento, Film, Chile, von Helvio Soto, 1969, 124 Minuten.
  • Amargo mar, Dokumental, Bolivien, von Antonio Eguino, 120 Minuten.
  • Epopeya, Dokumental, Chile, von Rafael Cavada, 2007

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Salpeterkrieg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. a b c d e f William F. Sater, Andean Tragedy, Tabelle 22 und 23 auf Seite 348–349. Die Zahlen berücksichtigen weder chilenische Gefangene (von „Rimac“ und „Esmeralda“) noch Deserteure
  2. Basadre Grohmann, Jorge (1964). Historia de la República del Perú, La guerra con Chile. Lima, Perú: Peruamerica S.A., Seite 35, Cap. I „Apreciación sobre el estallido del conflicto chileno-boliviano“:
    El gobierno de Daza violó la convención de 1873 y el tratado de 1874 al crear el impuesto de los diez centavos. Ante las reclamaciones, debió, sin duda, (como creyó Prado) aplazar la ejecución de esta ley y aceptar el arbitraje. Pero no sólo esquivó esas fórmulas sino optó por la decisión violenta de rescindir el contrato celebrado con la compañía salitrera que protestaba contra el gravamen, y de incautarse de las propiedades de ella;
  3. Sater, William F. (2007). Andean Tragedy: Fighting the War of the Pacific, 1879–1884. Lincoln and London: University of Nebraska Press. ISBN 978-0-8032-4334-7, Seite 28
    The company reacted predictably: citing the 1874 treaty, which explicitly prohibited the Bolivian government from taxing Chilean companies exploiting the Atacama Desert, the miners demanded that Daza rescind the impost
  4. The Cambridge History of Latin America. Leslie Bethell, Cambridge University, 2009.:
    the additional export tax of ten centavos per quintal suddenly imposed by the bolivians in 1878 was clearly a breach of faith.
  5. Hugo Pereira, en La política salitrera del Presidente Prado:
    La crisis definitiva se inició el 14 de febrero de 1878, cuando el dictador boliviano Hilarión Daza, agobiado por la crisis internacional, decidió poner un impuesto de diez centavos a cada quintal del salitre exportado desde Atacama, en clara violación del tratado de 1874
  6. Ronald Bruce St. John, The Bolivia-Chile-Peru Dispute in the Atacama Desert, Seiten 12–13:
    Even though the 1873 treaty and the imposition of the 10 centavos tax proved to be the casus belli, there were deeper, more fundamental reasons for the outbreak of hostilities in 1879. On the one hand, there was the power, prestige, and relative stability of Chile compared to the economic deterioration and political discontinuity which characterised both Peru and Bolivia after independence. On the other, there was the ongoing competition for economical and political hegemony in the region, complicated by a deep antipathy between Peru and Chile. In this milieu, the vagueness of the boundaries between the three states, coupled with the discovery of valuable guano and nitrate deposits in the disputed territories, combined to produce a diplomatic conundrum of insurmountable proportions
  7. Jorge Basadre, La Guerra con Chile, Seite 7 (internet version), Cap. I „La solicitud boliviana para la alianza con el Perú y el tratado Lindsay-Corral“:
    El tratado Corral-Lindsay fue muy mal visto por el gobierno y por la prensa peruana. Aconsejó aquél al de Bolivia insistentemente que lo denunciara, así como el tratado de 1866, con el propósito de obtener un arreglo mejor o de dar lugar, con la ruptura de las negociaciones, a la mediación del Perú y de la Argentina.
  8. Jorge Basadre, La Guerra con Chile, 1964, Seite 8 (internet version), Cap. I „Significado del tratado de la alianza“
  9. Querejazu Calvo, Roberto (1979). Guano, Salitre y Sangre. La Paz-Cochabamba, Bolivia: Editorial los amigos del Libro. Seite 122
  10. La misión Balmaceda: asegurar la neutralidad argentina en la guerra del Pacífico, del 2 mayo del 2015
  11. Querejazu Calvo, Roberto (1979). Guano, Salitre y Sangre. La Paz-Cochabamba, Bolivia: Editorial los amigos del Libro. Seite 726.
  12. Manuel Ravest Mora, „La Casa Gibbs y el Monopolio Salitrero Peruano, 1876–1878“, Historia N° 41, Bd. I, enero-junio 2008, S. 69
  13. O'Brien, Thomas F. (1980). „The Antofagasta Company: A Case Study of Peripheral Capitalism“, Duke University Press: Hispanic American Historical Review, S.13
  14. Manuel Ravest Mora, „La Casa Gibbs y el Monopolio Salitrero Peruano, 1876–1878“, Historia N° 41, Bd. I, enero-junio 2008, S. 64
  15. Luis Ortega, „Los Empresarios, la política y los orígenes de la Guerra del Pacífico“, Flacso, Santiago de Chile, 1984, page 17
  16. Sater, William F. (2007). Andean Tragedy: Fighting the War of the Pacific, 1879–1884. Lincoln and London: University of Nebraska Press, ISBN 978-0-8032-4334-7, S.37
  17. Enrique Merlet Sanhueza: Juan José Latorre: héroe de Angamos.. Editorial Andrés Bello, 1997 (Zugriff am 23 June 2015).
  18. William F. Sater, Chile and the War of the Pacific, Seite 6:
    „The increase of taxes on the Compañia de Salitres y Ferrocarril clearly violated the 1874 treaty.“
  19. Bruce W. Farcau, The Ten Cents War, Seite 41,:
    „The very fact that the legislature in La Paz found it necessary to vote in what they claimed was a strictly municipal issue when the tax was first levied implied that the conflict with the 1874 treaty was clearly seen and that a conscious precedent was being set“
  20. William F. Sater: Andean Tragedy: Fighting the War of the Pacific.1879–1884, University of Nebraska Press, 2007, ISBN 978-0-8032-4334-7, S. 28: „Two weeks after the Chilean occupation of Antofagasta, he [Hilarion Daza] declared that Chile had imposed „a state of war“ on Bolivia. Apparently this decree did not constitute a formal declaration of belligerence, which he announced on 18 March.“
  21. William Jefferson Dennis: Documentary History of the Tacna-Arica dispute, University of Iowa studies in the social sciences, Bd. 8, S. 69: „On March 14 Bolivia advised representatives of foreign powers that a state of war existed with Chile. … Godoi advised President Pinto that this move was to prevent Chile from securing armaments abroad …“
  22. William F. Sater: Andean Tragedy, S. 39: „Thus, Daza's declaration of war was a godsend …“, und S. 42: „in March he suddenly declared war on Chile“
  23. William F. Sater: Chile and the War of the Pacific, S. 9: „Two weeks after Chile occupied the disputed territory, Daza declared war.“
  24. Bruce W. Farcau: The Ten Cents War, S. 42: „on 27. February, the Bolivian legislature issued the authorization for a declaration of war, although the formal declaration would not be forthcoming until 14 March“
  25. William F. Sater: Andean Tragedy: Fighting the War of the Pacific, 1879–1884.. University of Nebraska Press, 2007, ISBN 978-0-8032-4334-7., Seite 113–114.
    „There are numerous differences of opinion as to the ships' speed and armament. Some of these differences can be attributed to the fact that the various sources may have been evaluating the ships at different times.“
  26. Diario El Mercurio, del Domingo 28 de abril de 2002 en archive.org (Memento vom 7. März 2007 im Internet Archive)
  27. Farcau, Bruce W. (2000). The Ten Cents War, Chile, Peru and Bolivia in the War of the Pacific, 1879–1884. Westport, Connecticut, London: Praeger Publishers. ISBN 978-0-275-96925-7. Seite 152:
    "Lynch's force consisted of the 1° Line Regiment and the Regiments „Talca“ and „Colchagua“, a battery of mountain howitzers, and a small cavalry squadron for a total of twenty-two hundred man"
  28. Barros Arana, Diego (1881b). Historia de la guerra del Pacífico (1879–1880) (History of the War of the Pacific (1879–1880)) (in Spanish) 2. Santiago, Chile: Librería Central de Servat i Ca. Seite 98:
    [El gobierno chileno] Creía entonces que todavía era posible demostrar prácticamente al enemigo la imposibilidad en que se hallaba para defender el territorio peruano no ya contra un ejército numeroso sino contra pequeñas divisiones. Este fué el objeto de una espedicion que las quejas, los insultos i las lamentaciones de los documentos oficiales del Perú, i de los escritos de su prensa, han hecho famosa.
  29. Barros Arana, Diego (1881a). Historia de la guerra del Pacífico (1879–1880) (History of the War of the Pacific (1879–1880)) (in Spanicsh) 1. Santiago, Chile: Librería Central de Servat i Ca.:
    „Bluntschili (Derecho internacional codificado) dice espresamente lo que sigue: Árt. 544. Cuando el enemigo ha tomado posesión efectiva de una parte del territorio, el gobierno del otro estado deja de ejercer alli el poder. Los habitantes del territorio ocupado están eximidos de todos los deberes i obligaciones respecto del gobierno anterior, i están obligados a obedecer a los jefes del ejército de ocupación.“
  30. Johann Kaspar Bluntschli: Le droit international codifié.. Guillaumin et Cie., 1870, S. 290–.
  31. Villalobos, Sergio (2004). Chile y Perú, la historia que nos une y nos separa, 1535–1883 (in Spanisch) (2nd ed.). Chile: Editorial Universitaria. ISBN 978-956-11-1601-6, Seite 176
  32. Folia Dermatológica Peruana, Bd. 10 • Nº. 1 Marzo de 1999. Foto en Imágenes de la Enfermedad de Carrión por Uriel García Cáceres y Fernando Uriel García V.
  33. Farcau, The Ten Cents War, Jahr 2000
  34. Lawrence A. Clayton: Grace: W.R. Grace & Co., the Formative Years, 1850–1930.. Lawrence Clayton, 1985, ISBN 978-0-915463-25-1.
  35. Kiernan, Victor (1955). „Foreign Interests in the War of the Pacific“ XXXV (pages 14-36 ed.). Duke University Press: Hispanic American Historical Review.
  36. Rubilar Luengo, Mauricio E., Guerra y diplomacia: las relaciones chileno-colombianas durante la guerra y postguerra del Pacífico (1879–1886), Revista Universum Bd. 19, Nr. 1, Jahr 2004, Seiten 148–175, url=http://www.scielo.cl/scielo.php?pid=S0718-23762004000100009&script=sci_arttext , Spanisch, doi=10.4067/s0718-23762004000100009
  37. a b c d e Kenneth Duane Lehman (1999). Bolivia and the United States: A Limited Partnership. University of Georgia Press. ISBN 978-0-8203-2116-5, url=http://books.google.com/books?id=ATv_VPFez5EC
  38. a b c Fredrick B. Pike: The United States and the Andean Republics: Peru, Bolivia, and Ecuador.. Harvard University Press, 1 January 1977, ISBN 978-0-674-92300-3.
  39. William F. Sater: Andean Tragedy: Fighting the War of the Pacific, 1879–1884.. University of Nebraska Press, 2007, ISBN 978-0-8032-4334-7, Seiten 304–306:
    „The anglophobic secretary of state …“
  40. Jorge Basadre: Historia de la Republica del Peru, La guerra con Chile (Spanish). Peruamerica S.A., Lima, Peru 1964. Kapitel 9, Seite 16 (Internet version)
  41. William F. Sater: Andean Tragedy: Fighting the War of the Pacific, 1879–1884. University of Nebraska Press, 2007, ISBN 978-0-8032-4334-7, Seiten 304–306
  42. Jorge Basadre: Historia de la Republica del Peru, La guerra con Chile (Spanish). Peruamerica S.A.,, Lima, Peru 1964. Kapitel 9, Seite 14 (Internet version)
  43. Rafael Mellafe Maturana, „La ayuda inglesa a Chile durante la Guerra del Pacífico. ¿Mito o realidad?“ en Cuaderno de historia militar, nr. 12, diciembre de 2012, Departamento de historia militar del Ejército de Chile, página 69
  44. Godoy Orellana, Milton. „Ha traído hasta nosotros desde territorio enemigo, el alud de la guerra: Confiscación de maquinarias y apropiación de bienes culturales durante la ocupación de Lima, 1881.1883“. Historia (Santiago) [online]. 2011, Bd. 44, Nr. 2 [citado 2014-10-26], S. 287–327 . Verfügbar in: <http://www.scielo.cl/scielo.php?script=sci_arttext&pid=S0717-71942011000200002&lng=es&nrm=iso>. ISSN 0717-7194.
  45. Andrera Cunning: The Safeguarding of Cultural Property in Times of War & (and) Peace, Tulsa Journal of Comparative and International Law, 2003, Bd. 11, Nr. 1, Article 6, http://digitalcommons.law.utulsa.edu/tjcil/vol11/iss1/6/ , Seite 214
  46. Andrea Gattini, Restitution by Russia of Works of Art Removed from German Territory at the End of the Second World War, http://www.ejil.org/pdfs/7/1/1356.pdf , page 70
  47. a b c d Villalobos, Sergio (2004). Chile y Perú, la historia que nos une y nos separa, 1535–1883 (in Spanish) (2nd ed.). Chile: Editorial Universitaria. ISBN 978-956-11-1601-6.
  48. Dan Collyns: Chile returns looted Peru books, BBC. 7. November 2007. Abgerufen am 10. November 2007. 
  49. Sater, William F. (2007). Andean Tragedy: Fighting the War of the Pacific, 1879–1884. Lincoln and London: University of Nebraska Press. ISBN 978-0-8032-4334-7
  50. a b Francisco Antonio Encina, „Historia de Chile“, Seite 8, zitiert in Valentina Verbal Stockmeyer, „El Ejército de Chile en vísperas de la Guerra del Pacífico“, Historia 396 ISSN 0719-0719 N° 1 2014 [135–165], Seite 160
  51. a b c Villalobos, Sergio (2004). Chile y Perú, la historia que nos une y nos separa, 1535–1883 (in Spanisch) (2nd ed.). Chile: Editorial Universitaria. ISBN 978-956-11-1601-6.
  52. a b Hugo Pereira, Una revisión histográfica de la ejecución del guerrillero Tomás Laymes, in Trabajos sobre la Guerra del Pacífico, Pontificia Universidad Católica del Perú. Seite 269 und ff.
  53. Oliver García Meza, Los chinos en la Guerra del Pacífico, Revista Marina, retrieved on 12 November 2013
  54. Farcau, Bruce W. (2000). The Ten Cents War, Chile, Peru and Bolivia in the War of the Pacific, 1879–1884. Westport, Connecticut, London: Praeger Publishers. ISBN 978-0-275-96925-7
  55. Ramon Aranda de los Rios, Carmela Sotomayor Roggero, Una sublevación negra en Chincha: 1879, S. 238 ff. in „La Guerra del Pacífico“, Bd. 1, Wilson Reategui, Wilfredo Kapsoli & others, Universidad Nacional Mayor de San Marcos, Lima 1979
  56. Wilfredo Kapsoli, El Peru en una coyuntura de crisis, 1879–1883, Seiten 35–36 in „La Guerra del Pacífico“, Bd. 1, Wilson Reategui, Wilfredo Kapsoli & others, Universidad Nacional Mayor de San Marcos, Lima 1979
  57. William F. Sater, University of Nebraska Press (Hrsg.): Andean Tragedy: Fighting the War of the Pacific, 1879–1884. Lincoln and London 2007, ISBN 978-0-8032-4334-7.
  58. Website „Soberaniachile.cl“, http://www.soberaniachile.cl/mitos_sobre_los_trofeos_de_guerra_peruanos_traidos_a_chile.html , retrieved on 16 December 2014
  59. a b c d e f Trockenübungen auf dem Titicacasee, Reportage über die bolivianische Marine in der FAZ vom 23. Juni 2014.
  60. Thomas M. Leonard, John F. Bratzel: Latin America during World War II, Rowman & Littlefield: Plymouth 2007 (eingeschränkte Vorschau), Seite 162:
    „…a more pressing argument for cooperation was the fear that Bolivian and Peruvian support for the United States would lead to U.S. military assistance and diplomatic backing of those two rivals' claims against Chile.“
  61. a b Estado de los 13 puntos entre Bolivia y Chile („Zum Stand der 13 Punkte zwischen Bolivien und Chile“), Pressenotiz vom 23. März 2011 (nur Titelzeile, gespiegelt auf info-bolivia.com, Original nicht mehr vorhanden, so abgerufen im April 2015).
  62. a b Die problematischen Beziehungen zwischen Bolivien, Chile und Peru, Artikel von Eduardo Paz Rada im Online-Magazin Quetzal (März 2011), abgerufen im April 2015.
  63. „Vicecanciller boliviano cuestiona capacidad del Puerto de Arica“, Portal Portuario, 24. Februar 2015
  64. Bolivien will Zugang zum Pazifik einklagen. In: ORF. 24. März 2011, abgerufen am 24. März 2011 (deutsch).
  65. Chile – Bolivia: La agenda de 13 puntos se redujo a uno („Chile / Bolivien: 13-Punkte-Agenda reduziert sich auf einen Punkt“), Artikel von Alejandro Iturra vom 5. Juli 2011 auf der Online-Plattform des Studienzentrums Instituto Igualdad (www.igualdad.cl), abgerufen im April 2015.
  66. Volkmar Blum: Hybridisierung von unten: Nation und Gesellschaft im mittleren Andenraum. LIT Verlag: Münster 2001, S. 89.
  67. Vgl. Auswärtiges Amt: Länderbericht Bolivien, Abschnitt Außenpolitik (Stand: Oktober 2014), abgerufen im April 2015.
  68. Obispos de Chile y Perú participaron en homenaje a héroe peruano („Bischöfe aus Chile und Peru nahmen an der Würdigung des peruanischen Nationalhelden [Miguel Grau] teil“), Bericht auf der Onlineplattform der chilenischen Bischofskonferenz (iglesia.cl) vom 6. März 2006, abgerufen im April 2015.
  69. Chile y Perú han dado un ejemplo claro de madurez („Chile und Peru haben klares Zeichen für Reife gesetzt“), Pressebericht auf Emol.com, abgerufen im April 2015.