Sarah Schumann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Sarah Schumann (geboren 12. August 1933 in Berlin als Maria Brockstedt) ist eine deutsche Malerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sarah Schumanns Eltern waren Bildhauer, die das künstlerische Talent der Tochter förderten. Sie selbst konzentrierte sich auf die Malerei und hatte 1953 ihre erste Einzelausstellung in der Zimmergalerie Franck in Frankfurt am Main.[1] Schumann lebte von 1960 bis 1963 in London und danach im Piemont und kehrte 1968 nach Berlin zurück.

Dort schloss sie sich der Frauengruppe „Brot und Rosen“ an.[2] In der Zeit wirkte sie an drei Filmen der Regisseurin Helke Sander mit. 1977 gehörte sie zu den Initiatorinnen der Ausstellung Künstlerinnen international 1877–1977 in Frankfurt am Main[3] und malte große Frauenbildnisse. In den 1980er Jahren reiste Schumann durch Indien und Afrika sowie in die DDR und malte eine Zeit lang Landschaften.

Schumann arbeitet in Berlin-Charlottenburg und lebt zusammen mit ihrer Lebensgefährtin, der Schriftstellerin Silvia Bovenschen. Schumann hat Bovenschen mehrfach porträtiert, Bovenschen hat im Laufe der Jahre mehrere Texte über Schumann verfasst.

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sarah Schumann: Bilder, Collagen, Druckgrafiken; Arbeiten aus den Jahren 1958–1982. Ausstellung, Redaktion und Anordnung des Kataloges: Carl Vogel. Kunstverein Hamburg, 1983.
  • Sarah Schumann. Mit Beitr. von Silvia Bovenschen. Frölich und Kaufmann, Berlin 1983.
  • Kathrin Mosler (Hrsg.): Sarah Schumann: Werke 1958–2002. Nicolai, Berlin 2003.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stipendium für die deutsche Akademie, Villa Massimo, Rom 1977/78.
  • Arbeitsstipendium des Senators für kulturelle Angelegenheiten, Berlin 1981.
  • Stipendium für die Künstlerstätte Bleckede (Land Niedersachsen) 1986.
  • Arbeitsstipendium des Senators für kulturelle Angelegenheiten, Berlin 1987.
  • Werkstipendium des Kunstfonds, Bonn 1990.

Arbeiten in Sammlungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Museum Wolfsburg
  • Museum Leverkusen
  • Berlin, Stiftung Stadt Museum Berlin
  • Berlinische Galerie
  • New York, Museum of modern Art

Buchveröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sarah Schumann. Berlin 1983
  • Moskau. Erz und Körper.  Berlin 1995
  • Sarah Schumann Werke 1958–2002. Berlin 2003.
  • Silvia Bovenschen: Sarahs Gesetz. Frankfurt am Main 2015.

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1975: Harun Farocki: „Ein Bild von Sarah Schumann“
  • 2000: Renate Sami: „Sarah Schumann“
  • 2013: Lone Thau: „Vom Dunklen ins Helle“
  • 2013: Lone Thau: „Sanssouci – Der Widerschein einer Erscheinung“

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Silvia Bovenschen: Sarahs Gesetz. S. Fischer, Frankfurt am Main 2015.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sarah Schumann, Kurzbiografie bei kettererkunst
  2. Waltraud Schwab: Vom kurzen Moment der Freude. In: taz, 12. August 2003.
  3. Monika Rinck: Die Erinnerung ist ein Spuk. Rezension Sarahs Gesetz, 2015, in: FAZ, 10. Oktober 2015, S. L2.