Schnebelhorn

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Schnebelhorn
Blick von Lipperschwendi im Tösstal zum Schnebelhorn

Blick von Lipperschwendi im Tösstal zum Schnebelhorn

Höhe 1291,9 m ü. M.
Lage Kantonsgrenze Zürich / St. Gallen, Schweiz
Dominanz 3,02 km → Höchhand
Schartenhöhe 113 m ↓ Sattel zwischen Schindelegg und Rossegg
Koordinaten 716481 / 242787Koordinaten: 47° 19′ 32″ N, 8° 58′ 46″ O; CH1903: 716481 / 242787
Schnebelhorn (Kanton St. Gallen)
Schnebelhorn
Besonderheiten höchster Berg im Kanton Zürich
Gipfelkreuz, Blickrichtung unteres Toggenburg

Gipfelkreuz, Blickrichtung unteres Toggenburg

Vorlage:Infobox Berg/Wartung/BILD1

Das Schnebelhorn ist mit 1292 m ü. M. der höchste Gipfel des Kantons Zürich in der Schweiz. Der Gipfel liegt auf der Kantonsgrenze zwischen dem Kanton Zürich und dem Kanton St. Gallen im Tössbergland, in einer Linie der Hörnlikette, die im Quellgebiet der Tössmim Abschnitt von der Hulftegg, 953 m, im Norden, über den Roten, 1147 m, zur Chrüzegg, 1314 m, bis zum Tweralpspitz, 1334 m, im Süden reicht. Er ist der Höchste der Kette und liegt bereits vor dem Rickenpass, Der Bergzug trennt zugleich das sanktgallische Toggenburg auf der Ostseite vom zürcherischen Jona- und Tösstal im Westen.

Panorama[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rundblick reicht über das Zürcher Oberland, den Zürichsee und den Greifensee bis in die Glarner-, Zentralschweizer- und Berneralpen im Westen, sowie über das Toggenburg und Appenzellerland, bis in die Allgäuer- und Vorarlberger Alpen, den Alpstein mit Säntis und Churfirsten im Osten; im Nordwesten der Jurabogen vom Chasseral bis zur Lägern. Im Norden dann der Schwarzwald und über Zürcher- und Thurgauer Mittelland die Schwäbische Alb mit dem Bodensee davor.

Gliederung und Topographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beidseits der Kantonsgrenze gliedern tief und V-förmig erodierte Seitentäler den Berg: Gonzenbächli und Gonzenbach im Raum Ehratsrick-Dreien, der Schnebelhorn- und der Libinger Bach bei Libingen haben zwischen tiefen Tobeln jene typischen Rücken und Gräte hinterlassen, die hier "Eggen" heissen. Vor allem die Rücken und geeigneten Lehnen wurden gerodet und zur landwirtschaftlichen Nutzung urbar gemacht. Das führte im Quellgebiet der Töss zur Übernutzung mit zu vielen Kahlflächen für Wies- und Weideland und durch übertriebenen kommerziellen Holzschlag Sie führten zu verstärkter Erosion und Murgängen und waren Ursache für zahlreiche verheerende Überschwemmungen der Töss auf ihrem Lauf bis Winterthur zwischen 1852 und 1896. Erst die Aufforstungmim Quellgebiet und manchen Seitenbächen und die gesetzlichen Grundlagen für eine Staatswaldung und einen Schutzwald im Tössstockgebiet schafften bis 1920 die Voraussetzungen für einen nachhaltigen Hochwasserschutz. Auf der Zürcher Seite gehört die Gliederung in Eggenmund Tobel in den Aktionsbereich der Töss und ihrer Quellbäche Vorder- und Hintertöss, dem Schwämmi- und dem Brüttenbach und kleinerer Zuflüsse, die alle in die Töss münden. Hier atösst in Bach-, Grat- und Gipfelnähe anstehende Nagelfluhnals bucklige Gubel an die Oberfläche, die ohne weiteres eine Mächtigkeit von 50 Metern haben können. Die Gubel-Szenarien sind den Quellflüssen entlang am imposantesten, ebenso an manchen Stellen, wo Giessen darüber fallen. Eine ganze Arena bilden die Nagelfluhformationen im Trichter des hintersten Teils der Früetobels (ursprünglich wohl "Flüetobel", von "Flühe"), einem Seitentobel kurz vor der Einmündung des Brüttentals.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schnebelhorn ist ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderungen. Es ist von beiden Seiten her zugänglich, aus dem Tösstal wie aus dem Thurtal. Der meistfrequentierte Wanderweg ist der Höhenweg von der Hulftegg (953 m ü. M.) her.


Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Schnebelhorn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien