Schrottgrenze

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Schrottgrenze
Timo Sauer und Alex Tsitsigias im Knaack Berlin (17. November 2007)
Timo Sauer und Alex Tsitsigias im Knaack Berlin (17. November 2007)
Allgemeine Informationen
Genre(s) Indie-Rock, Pop-Punk, Post-Punk
Gründung 1994, 2016
Auflösung 2010
Website http://www.schrottgrenze.de/
Aktuelle Besetzung
Alex Tsitsigias
Gitarre, Gesang
Timo Sauer
Bass, Gesang
Hauke Röh
Benni Thiel

Schrottgrenze ist eine 1994 in Peine gegründete deutsche Indie-Band.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schrottgrenze wurde 1994 von Alex Tsitsigias und Timo Sauer gegründet. Die Gruppe spielte in den 1990er Jahren deutschsprachigen Pop-Punk, der mit dem 1998 erschienenen Album Super. seinen Höhepunkt fand. In späteren Jahren vollzog Schrottgrenze einen Stilwechsel zu wavigem Indie-Rock und Post-Punk. Im Laufe der Jahre existierte die Gruppe in verschiedenen Besetzungen und spielte insgesamt etwa 300 Konzerte in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

1995 erschien nach zwei Demo-Tapes die Vinyl-EP Unehrlich, verlogen und stinkfaul, wenige Monate später folgten der erste Longplayer und überregionale Konzertreisen. 1998 erschien das Album Super, 1999 die Singles- und Sampler-Compilation Reibung, Baby! Nach einer ausgiebigen Deutschlandtour pausierte die Gruppe für zwei Jahre.

Zwischen 2000 und 2002 zog die Band nach Hamburg und meldete sich 2003 mit Vaganten und Renegaten zurück. Etwa 50 Konzerte in Deutschland und Österreich folgten. Ende 2004 veröffentlichte das Hamburger Label Weird System das Album Das Ende unserer Zeit (Mix: Tobias Levin). Die (Video-)Auskopplungen Belladonna und Fernglas sorgten für Aufmerksamkeit in TV und Independent-Radios. Darüber hinaus spielten Schrottgrenze zweimal live bei Kuttner. Knapp 100 Konzerte umfasst die Tournee 2004/2005.

2006 produzierte Tobias Levin das Album Château Schrottgrenze. Das Album entbehrt fast gänzlich der punkigen Sounds der frühen Schrottgrenze-Tage und zeigt die Vorlieben der Gruppe für wavige, melancholische Songs. Es folgten etwa 60 Château-Konzerte sowie die Singles Am gleichen Meer und Fotolabor. 2007 erschien eine gemeinsame Split-7" mit den Bands junges glueck, Herrenmagazin und Janka. Vor den Aufnahmen zum sechsten Album gab es wieder personelle Veränderungen in der Band. Bassist Herr Pohn und Schlagzeuger Caddy verließen die Band. Neuer Mann am Bass wurde Christoph „Zombo“ Kohler, der vorher bei junges glueck gespielt hatte. Das Schlagzeug übernahm fortan Benni Thiel. Im Mai 2007 begannen dann die Aufnahmen für das neue Album im Hamburger Soundgarden-Studio mit Peta Devlin als Produzentin. Das daraus entstandene Album Schrottism erschien am 19. Oktober 2007. In den Herbstmonaten spielte man insgesamt 24 Konzerte in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Im April 2008 gab die Band auf ihrer Myspace-Seite bekannt, dass sie aus privaten Gründen (Solokarrieren und familiäre Belange) auf vorerst unbestimmte Zeit pausieren wird. Sänger und Gitarrist Alex Tsitsigias widmete sich während der Pause anderen Projekten. So schloss er sich den Hamburger Bands Saboteur, Das Bierbeben und Station 17 an.

Die Band gab am 12. Juni 2010 in Jülich ihr letztes Konzert und löste sich danach auf.

Am 15. Mai 2014 spielten sie zu Ehren des 10 jährigen Bühnenjubiläums der Band Herrenmagazin im Hamburger Club Uebel & Gefährlich neben Janka, junges glueck und Findus ein etwa zwanzigminütiges Set. Dies sollte nach Aussage der Band eine einmalige Reunion sein.[1] Für 2015 wurden jedoch drei "Gala"-Konzerte anlässlich der Veröffentlichung der Best-Of-Compilation "FOTOLABOR 1995-2015", sowie mehrere Festivalauftritte angekündigt. Am Bass ist nun Hauke Röh (Frau Potz, Station 17).

Im Herbst 2016 kündigte die Band an, am 20. Januar 2017 ihr neues Album Glitzer auf Beton über das Hamburger Indielabel Tapete Records zu veröffentlichen. Zudem gehen Schrottgrenze ab Februar 2017 erstmals wieder auf ausgedehnte Club-Tour.[2]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Auf die Bärte, fertig, los !!! (1995)
  • Super. (1998)
  • Vormärz Sekrete (2000), unveröffentlicht
  • Vaganten und Renegaten (2003)
  • Das Ende unserer Zeit (2004)
  • Château Schrottgrenze (2006)
  • Schrottism (2007)
  • Glitzer auf Beton (2017)

EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Unehrlich, verlogen und stinkfaul (1995)
  • Hauptsache Peter (1996) Split-EP mit Combat Shock
  • Belladonna (2003)
  • Split 7″ Schrottgrenze / junges glueck / Herrenmagazin / Janka (2007)

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Chaostage – Grüße aus Hannover (1996)
  • Scumfuck Bizarr – Arschlecken Rasur und mehr (1997)
  • Reibung, Baby! (1999)
  • Demos 1994–2003 (2004)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Facebook Posting zur Meldung des einmaligen Reunions, abgerufen am 10. März 2014.
  2. Tapete Records: Schrottgrenze. In: www.tapeterecords.de. Abgerufen am 1. November 2016.