Schwarzkümmel

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Schwarzkümmel
Jungfer im Grünen (Nigella damascena)

Jungfer im Grünen (Nigella damascena)

Systematik
Eudikotyledonen
Ordnung: Hahnenfußartige (Ranunculales)
Familie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
Unterfamilie: Ranunculoideae
Tribus: Delphinieae
Gattung: Schwarzkümmel
Wissenschaftlicher Name
Nigella
L.

Die Schwarzkümmel (Nigella) sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Die etwa 20 Arten sind von Südeuropa über Südwest- und Zentralasien sowie Nordafrika verbreitet.

Beschreibung und Ökologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Illustration des Acker-Schwarzkümmel (Nigella arvensis)
Blüte des Echten Schwarzkümmel (Nigella sativa)
Offene Balgfrüchte von Nigella ciliaris

Vegetative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nigella-Arten sind einjährige krautige Pflanzen. Die Stängel sind beblättert. Die Laubblätter sind zwei- bis dreifach gefiedert, die Fiedern sind haarfein.

Generative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig. Die fünf Blütenhüllblätter sind weiß bis blau oder hinfällig, die fünf Honigblätter sind becherförmig, zweilippig, nicht blumenblattartig. Die Staubblätter sind zahlreich. Die fünf oder zehn Fruchtblätter sind teilweise oder ganz verwachsen. Die Griffeläste bleiben weit voneinander getrennt frei; sie bilden in sich tordierte oder im Raum geschraubelte Stylodien. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten.

Die Balgfrüchte enthalten jeweils einige Samen.[1]

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blüte von Nigella ciliaris

Die Gattung Nigella wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus I, S. 534 aufgestellt.[2] Als Lectotypusart wurde Nigella arvensis L. festgelegt.[2]

Die Gattung Nigella ist von Südeuropa über Südwest- und Zentralasien sowie Nordafrika verbreitet. Das Zentrum der Artenvielfalt ist der Mittelmeerraum. In der Türkei kommen 14 Arten vor, zehn davon kommen dort ursprünglich vor.[3]

Arten (Auswahl):

In die Gattung Nigella gestellt werden manchmal:

  • Garidella nigellastrum L. (Syn. Nigella nigellastrum (L.) Willk.), kommt in Spanien, Frankreich, Vorderasien, Kreta, Krim und auf den Ägäischen Inseln vor.
  • Garidella unguicularis Poiret (Syn. Nigella unguicularis (Poiret) Spenner)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Manfred A. Fischer, Wolfgang Adler, Karl Oswald: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 2., verbesserte und erweiterte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2005, ISBN 3-85474-140-5.
  • Siegmund Seybold (Hrsg.): Schmeil-Fitschen interaktiv. CD-ROM, Version 1.1. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2002, ISBN 3-494-01327-6.
  • Jaakko Jalas, Juha Suominen (Hrsg.): Atlas Florae Europaeae. Distribution of Vascular Plants in Europe. 8. Nymphaeaceae to Ranunculaceae. Akateeminen Kirjakauppa, The Committee for Mapping the Flora of Europe & Societas Biologica Fennica Vanamo, Helsinki 1989, ISBN 951-9108-07-6, S. 32–37.
  • T. G. Tutin, J. R. Akeroyd: Nigella L. (Ranunculaceae)., S. 251–253. In: T. G. Tutin, N. A. Burges, A. O. Chater, J. R. Edmondson, V. H. Heywood, D. M. Moore, D. H. Valentine, S. M. D. Walters, D. A. Webb (Hrsg.): Flora Europaea, Volume 1, 2. Auflage, Cambridge University Press, Cambridge, 1993.
  • Ali Dönmez, Zübeyde Uğurlu Aydın, O. Dincel, B. Tasxc: Taxonomy of the genus Nigella and the closely related supported by the Research Unit of Hacettepe genera, Garidella and Komaroffia (Ranunculaceae). Based on seed characters. In: T. Borsch, P. Giere, J. Hoffmann, R. Jahn, C. Lohne, B. Nordt, M. Ohl (Hrsg.): BioSystematics Berlin 2011.
  • F. Amich, 1986. Nigella L. (Ranunculaceae). S. 219–226. In: S. B. Castroviejo, M. G. Laınz, G. L. Gonzalez, P. R. Montserrat, F. Munoz, Garmendia, J. A. R. Paiva, L. P. Villar (Hrsg.): Flora Iberica: Vascular Plants of the Iberian Peninsula and Balearic Islands. Volume 1. Royal Botanical Garden of Madrid, Madrid.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nigella bei Tropicos.org. In: Flora of Pakistan. Missouri Botanical Garden, St. Louis.
  2. a b Nigella bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis, abgerufen am 26. September 2021
  3. a b Ali Dönmez, Zübeyde Uğurlu Aydın, Serap Işık: A New Species of Nigella (Ranunculaceae) from Northeastern Turkey. In: Novon - A Journal for Botanical Nomenclature, Volume 23, Issue 4, 2015, S. 411–415. doi:10.3417/2012040
  4. a b c Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. Band 2: Arten und Sorten. Eugen Ulmer, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Schwarzkümmel (Nigella) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien