Schwefe

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Schwefe
Gemeinde Welver
Koordinaten: 51° 34′ 51″ N, 8° 2′ 5″ O
Einwohner: 716 (2011)
Eingemeindung: 1. Juli 1969
Postleitzahl: 59514
Vorwahl: 02921
Kirche St. Severin

Schwefe ist ein Ortsteil der Gemeinde Welver im Kreis Soest (Nordrhein-Westfalen).

Der Ort liegt im südöstlichen Teil der Gemeinde, er wird von der Blögge und dem Amperbach durchflossen. Das Reihendorf ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt, allerdings sinkt die Anzahl der Vollerwerbs- und Nebenerwerbsbetriebe. In dem Gebiet zur Rotbuche sind in der Vergangenheit etwa 25 Neubauten entstanden. Etliche kleinere Betriebe haben sich angesiedelt und bieten einige Arbeitsplätze.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mehrere Bodenfunde, wie eine Speerspitze und ein geschliffenes Steinbeil lassen eine Besiedlung der Gegend in der Frühgeschichte vermuten. Urkundlich erwähnt wurde der Ort 1028 als Suevan Die Herkunft des Ortsnamens ist nicht geklärt. Vermutlich war eine Familie de Sueve, die von 1250 bis 1322 urkundlich erwähnt wurde, namensgebend. In einer Urkunde von 1253 wurde die Buckemühle erwähnt, sie gehörte zum Curtis Bukele.

Das gesellschaftliche Dorfleben wird durch einige Vereine wie Schützen- oder Kriegerkameradschaft gestaltet.

Schwefe wurde am 1. Juli 1969 mit anderen Dörfern zur neuen Gemeinde Welver zusammengeschlossen.[1] Davor gehörte der Ort zum Amtsbezirk Borgeln-Schwefe.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die evangelische, denkmalgeschützte Kirche St. Severin ist religiöser Mittelpunkt für die überwiegend evangelische Bevölkerung der Umgebung. Sie wurde im Kern um 1261 errichtet.
  • Das Hexenplätzchen, im Volksmund auch Häksenplässken genannt, war vermutlich eine heidnische Kultstätte. Auf dem Platz wurde 1913 eine Eiche zur Erinnerung an die Leipziger Schlacht gepflanzt.
  • In der Liste der Baudenkmäler in Welver sind für Schwefe sieben Baudenkmale aufgeführt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ursula Quednau (Bearb.): Dehio-Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Nordrhein-Westfalen, Band II: Westfalen. Deutscher Kunstverlag, Berlin / München 2011, ISBN 978-3-422-03114-2

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 93.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]