Sender-Empfänger-Modell

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Sender-Empfänger-Modell.svg

Das Sender-Empfänger-Modell, auch Shannon-Weaver-Modell, beschreibt die Kommunikation zwischen zwei Parteien als Übertragung einer Nachricht [1] von einem Sender zu einem Empfänger. Dem Modell zufolge wird diese Nachricht zunächst vom Sender kodiert und dann als Signal über einen Übertragungskanal übermittelt. Auf diese Übertragung können verschiedene Störungen wirken, die die Nachricht verfälschen. Diese (eventuell verfälschte bzw. veränderte) Nachricht wird dann nach dem Eintreffen beim Empfänger vom selbigen entsprechend seinem Code dekodiert und interpretiert. Voraussetzung für eine erfolgreiche Kommunikation ist folglich, dass Sender und Empfänger denselben oder zumindest annähernd gleichen Code für die Nachricht verwenden, sodass die mitgeteilte Nachricht nach Kodierung und Dekodierung identisch ist - andernfalls kann es zu Kommunikations- und Verständnisproblemen kommen.

Beispiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein einfaches Beispiel für dieses Modell wäre die verbale Kommunikation zweier Personen A und B: Wenn Person A etwas mitteilen möchte, fasst sie dies in Worte, wodurch die Nachricht entsprechend ihrer Sprache kodiert wird. Diese Aussage wird nun verbal über die Luft (die in diesem Fall den Übertragungskanal darstellt) übermittelt. Während dieser Übermittlung können beispielsweise verschiedene Störgeräusche die Übertragung beeinflussen, sodass bei Person B eine verfälschte Nachricht ankommt. Diese Nachricht dekodiert nun Person B, indem sie ihre Sprachkenntnisse (Code) zur Hilfe nimmt und dem Gehörten eine Bedeutung zuweist. Im optimalen Fall waren die Störfaktoren zu geringfügig, um die Nachricht tatsächlich zu verfälschen und der Code beider Personen gleich, sodass die Interpretation der Nachricht von Person B gleich der Intention hinter der Nachricht von Person A war.

Kommunikationspsychologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Kommunikationspsychologie (Watzlawick) und in der Gruppendynamik wird das Modell zunehmend erweitert und verfeinert. Das Vier-Seiten-Modell (1981) von Friedemann Schulz von Thun ist eine bedeutende Modellvariante und beruht auf der Annahme, dass Nachrichten sowohl vom Sender als auch vom Empfänger nach den vier Seiten Sachinhalt, Selbstoffenbarung, Beziehung und Appell interpretiert werden können.

Ein weiteres Sender-Empfänger-Modell, welches den Kommunikationsprozess auf ähnliche Art und Weise wie das Shannon-Weaver-Modell darstellt und das in der Organisationspsychologie Anwendung findet, wurde von Graumann entwickelt. Kommunikationsbarrieren bzw. Störungen können dabei zum einen durch Fehler bei der Enkodierung und Dekodierung und zum anderen durch einen ungeeigneten Kommunikationskanal entstehen.[2]

Störungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sender hat eine Idee und möchte diese mitteilen und damit etwas erreichen. Zwischen Sender und Empfänger lauern jedoch viele Kommunikationsstörungen:

„gedacht“ ist nicht gesagt…
„gesagt“ ist nicht gehört…
„gehört“ ist nicht verstanden…
„verstanden“ ist nicht gewollt…
„gewollt“ ist nicht gekonnt…
„gekonnt und gewollt“ ist nicht getan…
„getan“ ist nicht beibehalten…
(in anl. Konrad Lorenz (1903–1989), österreichischer Verhaltensforscher, 1973 Nobelpreis)

Mögliche Störungen bei der Kodierung und bei der Dekodierung:

  • Unterschiedliche Sprachen und Übersetzungsfehler
  • Mehrdeutigkeit
  • Kulturelle Unterschiede
  • Mangelnde Aufmerksamkeit
  • Eingegrenzte Wahrnehmung
  • Selektion begrenzter Merkmale etc.

Mögliche Störungen bei der Übertragung:

Aufgrund dieser vielen möglichen Störfaktoren bei der Kommunikation, ist es wichtig, dass der Empfänger eine Rückmeldung (Feedback) an den Sender gibt, wieweit er die Botschaft verstanden hat und was er damit zu tun gedenkt und welche Bedingung er daran knüpft oder welche Unterstützung er dafür braucht.

Nachrichtentechnik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Dieses Kommunikationsmodell deckt sich mit dem Konzept der Kommunikation, wie es in der Nachrichtentechnik und der klassischen Informationstheorie verwendet wird. Es reicht jedoch in anderen Bereichen, vor allem der verbalen menschlichen Kommunikation nicht aus: So kann zum Beispiel das Ausbleiben einer Nachricht eine Information übertragen, oder es werden Informationen empfangen, ohne dass es einen wirklichen Sender gibt, wie zum Beispiel bei einer physikalischen Messung.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rainer Malaka, Andreas Butz, Heinrich Hußmann (2009). Medieninformatik: Eine Einführung Seite 67
  2. Nerdinger, F. W., Blickle, G. & Schaper, N. (2008). Arbeits- und Organisationspsychologie. Heidelberg: Springer, S. 60.