Shirley Brill

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Shirley Brill
Beruf Solo-Klarinettistin und Professorin an der Hochschule für Musik Saar in Saarbrücken
Genres Klassische Musik
Instrumente Klarinette und Bassettklarinette
Geburtsjahr 1982 (37 Jahre)
Geburtsort Nationalität Petah Tikva
IsraelIsrael Israel
Ausbildung 1. Petah Tikva Conservatory bei Yitzhak Katzap
2. Musikhochschule Lübeck bei Sabine Meyer
3. New England Conservatory of Music in Boston bei Richard Stoltzman
Jahre aktiv seit 1998
Preise 2003, 2006 und 2007
Assoziiert mit Duo Brillaner
Aufnahmen/Streaming 5 CDs - Youtube, Spotify, Deezer
CD-Label MHL, Panclassics, hänssler Classic
Agent Konzertagent Andreas Braun, Köln
Website https://www.shirleybrill.com/
Persönliches Verheiratet mit Jonathan Aner,
3 Töchter
Wohnsitz Berlin DeutschlandDeutschland Deutschland

Shirley Brill (* 1982[1] in Petah Tikva) ist eine israelische Klarinettistin mit Wohnsitz in Berlin.[2]

Ausbildung und Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Shirley Brill erhielt ihre erste musikalische Ausbildung bei Yitzhak Katzap am Petah Tikva Conservatory in Israel. Später studierte sie in Deutschland bei Sabine Meyer an der Musikhochschule Lübeck sowie in den USA bei Richard Stoltzman am New England Conservatory of Music, Boston.[3]

Ihre solistische Karriere begann Shirley Brill mit dem Israel Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Zubin Mehta.[4] Seither konzertierte sie als Solistin mit dem Orchestre de Chambre de Genève, dem Jerusalem Symphony Orchestra, den Hamburger Symphonikern, der Neuen Philharmonie Westfalen, den Lübecker Philharmonikern und anderen internationalen Orchestern.

Shirley Brill trat beim Schleswig-Holstein-Musik-Festival, beim Heidelberger Frühling, beim Rheingau Musik Festival, bei der Schubertiade Schwarzenberg sowie bei dem von Lars Vogt ins Leben gerufenen Kammermusikfestival „Spannungen“ in Heimbach (Eifel) auf und war bei internationalen Musikfestivals in Davos (Schweiz), Ljubljana (Slowenien) und Montpellier (Festival Radio France) zu hören. Sie musizierte unter anderem zusammen mit Daniel Barenboim, Sabine Meyer, dem Borromeo String Quartet, dem Jerusalem String Quartet, dem Esprit Trio und dem Trio di Clarone.

Shirley Brill war Gastprofessorin an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin und Dozentin an der Barenboim-Said Akademie.[5][6] Seit Oktober 2018 ist sie Professorin für Klarinette an der Hochschule für Musik Saar in Saarbrücken.[7]

Shirley Brill ist eng vertraut mit der Aufführung von Werken zeitgenössischer Musik. Regelmäßig bringt sie Stücke junger Komponisten zur Uraufführung und erweitert das Repertoire für Klarinette durch eigene Transkriptionen.[8]

Im Jahr 1999 gründete Shirley Brill mit ihrem späteren Ehemann, dem israelischen Pianisten Jonathan Aner, inzwischen Professor für Kammermusik in Berlin, das Duo Brillaner.[9]

Auszeichnungen und Preise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Instrumente[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Shirley Brill spielt auf Klarinetten mit französischem Griffsystem, individuell für sie hergestellt von der Manufaktur Schwenk & Seggelke. Sie verfügt über normale Klarinetten in B und A aus den Holzarten Grenadill, Mopane (siehe Foto) und Buchsbaum und eine A-Bassettklarinette aus Buchsbaum.

Einspielungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2005: Duo Brillaner Debut (bei MHL) mit Jonathan Aner:[16]

  • Carl Maria von Weber: Grand Duo Concertant op. 48 in Es-Dur
  • Camille Saint-Saëns: Sonate für Klarinette und Klavier op. 167 in Es-Dur
  • Paul Ben-Haim: Pastorale Variée
  • Krysztof Penderecki: Drei Miniaturen
  • Francis Poulenc: Sonata

2008: Weber & Baermann (bei Pan Classics), mit dem Terpsycordes Quartett, dem Geneva Chamber Orchestra und Patrick Lange:[17]

  • Carl Maria von Weber: Klarinettenkonzert in f-moll op. 73 Nr. 1,
  • Heinrich Baermann: Klarinettenquintett in Es-Dur op. 23,
  • Carl Maria von Weber: Klarinettenquintett in B-Dur op. 34.
  • Mitwirkende: Shirley Brill, Orchestre de Chambre de Genève/Patrick Lange, Quatuor Terpsycordes

2009: Petite Pièce: Französische Miniaturen für Klarinette und Klavier (bei Pan Classics) mit Jonathan Aner:[18]

  • Gabriel Pierné: Sérénade, Andante con Eleganza, Pièce and Canzonetta
  • Eugène Bozza: Fantasie Italienne, Idyll, Aria and Claribel
  • Philippe Gaubert: Fantaisie, Romance, Allegretto
  • Germaine Tailleferre: Trois Danses de la Nouvelle Cythère (Pavane, Nocturne, Galop) und Arabesque
  • Claude Debussy: Petite Pièce und Prèmiere Rhapsodie

2012: Françaix & Prokofiev (bei Pan Classics) mit dem Romanian National Radio Orchestra und Adrian Morar:[19]

  • Jean Françaix: Konzert für Klarinette und Orchester
  • Sergei Prokofiev: Sonata Op. 94 (Arrangement für Klarinette und Orchester von Kent Kennan)
  • Jean Françaix: Tema con Variazion

2017: Sonaten (bei hänssler Classic) mit Jonathan Aner:[20]

  • Johannes Brahms, Sonaten für Klarinette und Klavier, Opus 120 Nr. 1 und Nr. 2
  • Leoš Janáček, Sonate für Klarinette und Klavier

Mit Bild- und Tonaufnahmen ist die Künstlerin auf YouTube, mit Tonaufnahmen auf Spotify und Deezer vertreten.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Melancholie und Vitalität (de) In: deutschlandfunkkultur.de. Deutschlandradio. 3. Juni 2008. Abgerufen am 6. Dezember 2019.
  2. Jonathan Scheiner: Hip, günstig, weltoffen (de). In: Jüdische Allgemeine, 24. April 2012. Abgerufen am 6. Dezember 2019. 
  3. a b Jonathan Scheiner: "Wir sollten keine Bombe schicken" (de) In: deutschlandfunkkultur.de. Deutschlandradio. 24. August 2012. Abgerufen am 6. Dezember 2019.
  4. Joachim Pohl: Meisterliches in sechs Konzerten (de). In: Flensburger Tageblatt, 21. September 2012. Abgerufen am 6. Dezember 2019. 
  5. Shirley Brill Biography (de) In: barenboimsaid.de. Barenboim–Said Akademie. 2019. Abgerufen am 6. Dezember 2019.
  6. Matthias Nöther: Wenn die Locken wirbeln... (de) In: concerti.de. concerti Media GmbH. 13. April 2016. Abgerufen am 6. Dezember 2019.
  7. Shirley Brill Biography (de) In: hfm.saarland.de. Hochschule für Musik Saar. 2019. Abgerufen am 6. Dezember 2019.
  8. Website und Andreas Braun über Shirley Brill
  9. Sascha Jouini: Ungetrübtes Bild bei Winterkonzert (de). In: Gießener Allgemeine, 19. Februar 2014. Abgerufen am 6. Dezember 2019. 
  10. Sonderpreis
  11. Preis Duo Brillaner
  12. Preis Markneukirchen
  13. Preis Genf
  14. Westfälischer Friedenspreis 2010
  15. Friedenspreis West-Eastern Divan Orchestra
  16. OCLC 228069241
  17. OCLC 1045425597
  18. OCLC 883633539
  19. OCLC 1075960466
  20. OCLC 1015939436