Silk Air

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Silk Air
Logo der Silk Air
Airbus A320-200 der Silk Air
IATA-Code: MI
ICAO-Code: SLK
Rufzeichen: SILKAIR
Gründung: 1975 (als Tradewinds)
Sitz: SingapurSingapur Singapur
Drehkreuz:

Singapur-Changi

Heimatflughafen:

Singapur-Changi

IATA-Prefixcode: 629
Vielfliegerprogramm: KrisFlyer
Flottenstärke: 28 (+ 43 Bestellungen)
Ziele: International
Website: www.silkair.com

Silk Air, rechtlich SilkAir (Singapore) Private Limited, ist eine Fluggesellschaft aus Singapur mit Basis auf dem Flughafen Singapur. Sie ist ein Tochterunternehmen der Singapore Airlines.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte von Silk Air geht bis auf das Jahr 1975 zurück, als Singapore Airlines das Touristikunternehmen Tour Operator Tradewinds Pte Ltd gründete. Tradewind bot nur Pauschalreisen mit Flügen der Singapore Airlines in die nähere Umgebung des Stadtstaates an. 1989 wurde das Angebot mit eigenen Flügen unter einer gleichnamigen Airline erweitert. Ziel waren Pattaya, Phuket, Hatya, Kuantan und Tioman.

1992 wurde Tradewinds in SilkAir umbenannt. Gleichzeitig wurde auch die Angebotsstruktur geändert. SilkAir flog fortan als Regional Airline mit vollem Service. Tradewind Tours & Travel Division wurde eine Untergruppe von SilkAir.

Silk Air war der erste Anbieter in Asien, der auf Flügen mit dem digEplayer 5500 portables Video-on-Demand anbietet, allerdings nur auf Flügen nach China und Indien.

Flugziele[Bearbeiten]

Silk Air bedient 25 Städte in Südostasien, Südasien, China und Taiwan sowie Darwin und Cairns in Australien.[1] Sie betreibt 25 der 49 Kurzstrecken der Singapore-Airlines-Gruppe.

Codesharing

Codeshare-Abkommen bestehen mit der Muttergesellschaft Singapore Airlines sowie Malaysia Airlines, Air India, Garuda Indonesia, Bangkok Airways und Virgin Australia.

Flotte[Bearbeiten]

Airbus A319-100 der Silk Air

Mit Stand Juni 2015 besteht die Flotte der Silk Air aus 28 Flugzeugen:[2]

Flugzeugtyp aktiv bestellt[3] Anmerkungen Sitzplätze[4]
(Business/Economy)
Airbus A319-100 05 128 (8/120)
Airbus A320-200 12 150 (12/138)
Boeing 737-800 11 12 mit Winglets ausgestattet 162 (12/150)
Boeing 737 MAX 8 31 - offen -
Gesamt 28 43

Zwischenfall[Bearbeiten]

Am 19. Dezember 1997 stürzte eine Boeing 737-300 mit dem Luftfahrzeugkennzeichen 9V-TRF auf Silk-Air-Flug 185 mitten im Flug von Jakarta nach Singapur zehn Kilometer senkrecht in den Fluss Musi auf Sumatra und zerschellte mit Schallgeschwindigkeit auf dem Boden, wobei alle 104 Personen an Bord starben. Weil das gesamte Flugzeug zerstört war und beide Flugschreiber, die alle wichtigen Daten und Gespräche im Cockpit aufzeichnen, noch vor dem Sturzflug ausgefallen waren, konnten die indonesischen Ermittler nicht erklären, was geschehen war. In ihrem Abschlussbericht schlossen sie weder einen technischen Defekt noch einen Pilotenfehler aus.[5] Das US-amerikanische NTSB sah es dagegen als wahrscheinlich an, dass einer der beiden Piloten (vermutlich der Kapitän selbst) die Boeing mit Absicht hatte abstürzen lassen. Nach Ansicht des NTSB wiesen die Sturzflugcharakteristika darauf hin, dass der Sturzflug gezielt eingeleitet wurde. Allerdings gab es zuvor bereits ähnliche Unfälle mit diesem Flugzeugtyp, die durch einen plötzlichen unkontrollierten Vollausschlag des Seitenruders verursacht wurden (siehe auch USAir-Flug 427).

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Silk Air – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. silkair.com - Route Map (englisch) abgerufen am 21. Juni 2015
  2. ch-aviation - Silk Air (englisch) abgerufen am 21. Juni 2015
  3. Boeing - Orders and Deliveries (englisch) abgerufen am 21. Juni 2015
  4. silkair.com - Our Fleet (englisch) abgerufen am 21. Juni 2015
  5. Offizieller Abschlussbericht des NTSC (PDF)