Air India

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Air India
एअर इंडिया
Logo der Air India
Boeing 777-300ER der Air India
IATA-Code: AI
ICAO-Code: AIC
Rufzeichen: AIR INDIA
Gründung: 1932
Sitz: Mumbai, IndienIndien Indien
Drehkreuz:
Heimatflughafen:

Mumbai-Chhatrapati Shivaji

Unternehmensform: Staatsunternehmen
IATA-Prefixcode: 098
Leitung: Rohit Nandan (CEO)
Mitarbeiterzahl: 24.047[1]
Umsatz: 160,7 Milliarden[1] (2013)
Fluggastaufkommen: 14,3 Millionen[1] (2013)
Allianz: Star Alliance
Vielfliegerprogramm: Flying Returns
Flottenstärke: 110 (+ 12 Bestellungen)
Ziele: national und international
Website: www.airindia.de

Air India (Hindi एअर इंडिया ear iṇḍiyā) ist die nationale Fluggesellschaft Indiens mit Sitz in Mumbai und Basis auf dem Flughafen Mumbai. Sie ist eine Tochtergesellschaft der Air India Limited und Mitglied der Luftfahrtallianz Star Alliance.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gründung und erste Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lockheed Super Constellation der Air India 1961

Air India wurde von einer Gemeinschaft indischer Geschäftsmänner, die früher bei der Fluggesellschaft Tata Airlines tätig waren, 1932 in Mumbai (damals Bombay) gegründet. Zunächst beschränkte sich der Flugverkehr auf Indien, doch bereits nach fünf Jahren wurden Flughäfen in Iran, im Irak und in weiteren Staaten angeflogen.

1946 wurde Tata Airlines in Air India umbenannt. Für ihren Inlandflugdienst beschaffte Air India ein Kontingent an Dakota, der britischen Militärversion der Douglas DC-3. Außerdem erwarb die Gesellschaft neun Vickers Viking, die von Mumbai aus Nonstop-Flüge nach Delhi, Kalkutta und Chennai möglich machten. Nach und nach entstanden Hangars und andere Betriebseinrichtungen, und Air India begann mit der Einstellung der ersten Stewardessen und der Ausbildung eigener Techniker.

1948 schuf man die Air India International, mit der britische Ziele angeflogen wurden.[2] In den folgenden 20 Jahren kamen weitere Destinationen hinzu; auch ersetzte man Zwischenstationen, wie z.B. Aden im Jemen auf dem Weg nach London durch Rom. 1951 kam Frankreich mit dem Flughafen Paris als Ziel hinzu, ab 1953 wurde Düsseldorf als erste Station in Deutschland angeflogen. Erst etwa 20 Jahre später sollten Frankfurt am Main und als erster US-amerikanischer Flughafen der New Yorker John F. Kennedy International Airport folgen.

1953 wurde Air India von der damaligen Regierung unter Jawaharlal Nehru verstaatlicht, eine Maßnahme, gegen die der Gründer Jehangir Ratanji Dadabhoy Tata vergeblich ankämpfte.

Air India im Jet-Zeitalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Boeing 707 der Air India 1976
Boeing 747-200 der Air India 1977

Ende der 1970er Jahre geriet Air India in eine finanzielle Krise. Seit 1953 wurden mit Ausnahme von drei Geschäftsjahren nur Gewinne verzeichnet. Das Geschäftsjahr 1979/80 brachte jedoch einen Verlust von 15 Millionen Dollar. Im nächsten Geschäftsjahr stieg der Verlust auf 21 Millionen Dollar. Nach diesen Verlusten wurde der ehemalige Bankier Raghu Raj zum Vorstandsvorsitzenden bestellt. Alle Ausgaben wurden durchleuchtet. Nur die Ausgaben zur Wahrung der Sicherheit und der Qualität des Kundendienstes blieben unberührt. Auf der anderen Seite war die Gesellschaft bestrebt die Einnahmen zu erhöhen. Zu den Maßnahmen gehörte die Einstellung des Verkauf von Billigflugscheinen. Die Gesellschaft verstärkte die Werbung für ihre erste Klasse besonders bei den Geschäftsleuten. Die indische Regierung wurde einbezogen. Zum Beispiel besorgte sie Überflugrechte von der damaligen Sowjetunion. So konnte auf dem Weg von Delhi nach Frankfurt der Umweg von mehr als 700 km, der nach Ausbruch des Krieges zwischen Iran und Irak erforderlich wurde, vermieden werden. Die bis dahin übliche Verschwendung von Lebensmitteln in den Bordküchen wurde beendet.

Im Geschäftsjahr 1981/82 erzielte Air India bereits wieder einen Gewinn von einigen Millionen Dollar. Im folgenden Geschäftsjahr betrug der Gewinn bereits 38 Millionen Dollar.

Von 1978 bis 1985 gab es drei Flugzeugunglücke, die Fluggesellschaft erhielt große Aufmerksamkeit beim Anschlag vom 23. Juni 1985, als eine Bombe an Bord einer Boeing 747 auf dem Weg von Montreal nach London etwa 180 Kilometer westlich von Irland explodierte.

1990er und 2000er Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Airbus A310-300 der Air India in den 1990er Jahren

In den 1990er Jahren erholte sich die Fluggesellschaft, die im Oktober 2001 Codeshare-Abkommen mit Lufthansa, Thai Airways und Silk Air unterschrieb: mit Lufthansa drei von bzw. nach Mumbai und vier von bzw. nach Delhi, mit Thai Airways drei Flüge pro Woche von Mumbai nach Bangkok und zurück, mit Silk Air zwei Flüge von Kochi nach Singapur und zurück. 2002 ging Air India mit Kuwait Airways einen Codeshare-Abkommen ein, und der Newark Liberty International Airport wurde neben New York und Chicago der dritte Zielflughafen in den USA. Diese Verbindung wurde von Mumbai über Paris nach Newark mit regulär eingesetzten Boeing 747 bedient. Im Juni 2004 kam schließlich die Route Delhi-Frankfurt-Los Angeles hinzu, die von Air India zwei Mal die Woche bedient wurde; der Los Angeles International Airport war damit das vierte Ziel in den USA.

Im März 2005 wurde als Tochterunternehmen die Billigfluggesellschaft Air India Express gegründet. Noch im selben Monat begann man damit, Frankfurt am Main von allen vier bedienten US-Flughäfen aus täglich anzufliegen.

Am 26. April 2005 erging ein Großauftrag an Boeing über 50 Maschinen, bestehend aus acht Boeing 777-200LR, 15 Boeing 777-300ER und 27 Boeing 787-8 im Gesamtvolumen von 6,9 Milliarden US-Dollar.

Im Juli 2007 wurde die Fusion von Air India und Indian Airlines eingeleitet, die beide inzwischen in Air India Limited (zuvor National Aviation Company of India (NACIL)) aufgegangen sind. Ziel war es, wieder eine große starke Fluggesellschaft zu bilden und sich erfolgreich gegen die größere Konkurrenz im Fluggeschäft zu wehren. Vorher hatte sich Air India auf internationale Ziele und Indian Airlines auf nationale und regionale Routen spezialisiert. Eine neue Bemalung wurde eingeführt, die Komponenten der beiden ehemaligen Gesellschaften enthält. Durch die Zusammenführung der Flotten vergrößerte sich die Anzahl der Flugzeuge von 42 auf 102.

Am 28. Juli 2007 wurde die erste Boeing 777-200LR an Air India ausgeliefert. Mit dieser Maschine wurde am 1. August 2007 der Nonstop-Flug Mumbai-New York eingeführt. Routen von Delhi und Bangalore nach New York und Los Angeles sollen folgen. Bemalung und Inneneinrichtung der Boeing 747-400 wurden nochmals erneuert, damit sie dem Standard der Kabine der Boeing 777-200LR entsprechen; sie sollen aber zu Vollfrachtern umgerüstet werden, sobald entsprechender Ersatz verfügbar ist. Beim Airbus A310 und bei der Boeing 747-300 ist dies bereits geschehen; sie wurden durch neue Boeing 787-8 ersetzt.

Air India plant inzwischen einen Börsengang. Nebenbei wurden alle Boeing 767 und Airbus A300 von Air India und Indian Airlines, die durch Airbus A330 bzw. A321 ersetzt wurden, ausgemustert. Damit ist die Geschichte der früheren Indian Airlines, die nun kein eigenes Flugzeug mehr besitzt, zu Ende und gleichzeitig endet auch die Geschichte der A300 in Indien, die lange Zeit von Indian Airlines und auch kurzzeitig von Air India betrieben wurde. Alle Flüge werden nun unter dem Markennamen Air India abgewickelt, wobei beide IATA-Codes AI & IC erhalten bleiben. Während der internationale Service den AI Code trägt, operieren nationale Flüge und solche auf den kürzeren Routen in den Golf, den Mittleren Osten, nach Südasien und Südostasien weiterhin unter dem IC-Code.

Zum Sommerflugplan 2009 strukturierte Air India seine Flüge in die USA neu. Europäisches Drehkreuz der Fluggesellschaft wurde dabei Frankfurt am Main, mit Flügen von und nach Ahmedabad, Chennai (über Mumbai), Chicago, Delhi, Hyderabad (über Delhi), Mumbai und New York-Newark. Die Verbindung Amritsar-Toronto, die derzeit in London-Heathrow Zwischenstopp einlegt, sollte ab Winterflugplan 2009 ebenfalls über Frankfurt abgewickelt werden – dies wurde allerdings nicht umgesetzt.[3]

Air India erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2008 einen Verlust von etwa 1,2 Milliarden US-Dollar. Die indische Regierung hatte der Fluggesellschaft bereits zuvor finanzielle Hilfe in Höhe von einer Milliarde Dollar gewährt – unter der Bedingung, dass die Kostensituation verbessert würde. Im Rahmen der erforderlichen Sparmaßnahmen wurde die Auslieferung neuer Langstrecken-Maschinen erst einmal verschoben.[4]

Entwicklungen seit 2010[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Boeing 787-8 der Air India in Star Alliance-Sonderbemalung
First Class an Bord einer Boeing 777-200LR der Air India

Die Fluggesellschaft gab mit dem Beginn des Winterflugplans ab 1. November 2010 ihr Drehkreuz in Frankfurt am Main wieder auf. Am 31. Oktober wurden die Verbindungen nach Chicago und New York sowie nach Ahmedabad und Mumbai eingestellt, da Deutschland für den Betrieb eines solchen Drehkreuzes zu teuer war. Lediglich eine tägliche Verbindung nach Neu-Delhi blieb bestehen.[5]

Im Jahr 2010 betrug die Auslastung der Air India bei internationalen Flügen 67,9 %, bei Inlandsflügen jedoch nur äußerst bescheidene 22 %, was unter anderem durch das eingesetzte Fluggerät bedingt ist – beispielsweise wurden Boeing 747 auch auf Kurzstrecken eingesetzt.[6]

Im Mai 2011 wurde bekannt, dass Air India wegen unbezahlter Rechnungen in Höhe von mehr als 43 Millionen Euro ein Landeverbot in Delhi und Hyderabad drohte.[7] Außerdem wurde bekannt, dass sich der Beitritt zur Luftfahrtallianz Star Alliance, der bereits mehrfach verschoben worden war, erneut verzögern könnte; als Grund gab man nicht erfüllte Beitrittskriterien an. Die Verhandlungen wurden am 31. Juli 2011 ausgesetzt und im Dezember 2013 wieder aufgenommen.[8]

Im September 2011 gab der indische Minister für Zivilluftfahrt bekannt, dass Air India nicht in der Lage sei, die 27 bestellten Boeing 787-8, von denen die ersten Ende 2011 an die Gesellschaft übergeben werden sollten, zu bezahlen.[9] Kurz darauf beantragte der Vorstand der Air India beim indischen Finanzministerium, die Stückzahl auf 14 Boeing 787-8 zu halbieren.[10]

Im Dezember 2011 sicherte die indische Regierung zu, die mit mehr als 6 Milliarden Euro verschuldete Gesellschaft mit umfangreichen Maßnahmen zu sanieren. Neben Kreditverlängerungen werde eine Finanzhilfe über gut 4 Milliarden Euro erfolgen.[11] Eine Auswertung des Verkehrsministeriums für den Zeitraum April bis September 2011 ergab, dass von den 175 bedienten Routen der Air India im Schnitt lediglich zwei Gewinne abwarfen, während ein Großteil der Verbindungen höchstens die Treibstoffkosten deckte.[12]

Im April 2012 wurde berichtet, dass die indische Regierung der Fluggesellschaft mit umgerechnet 4,4 Milliarden Euro unter die Arme greift. Die Finanzhilfe werde auf acht Jahre angesetzt und an Sparmaßnahmen der Airline geknüpft.[13] Im August 2012 wurde gemeldet, dass Air India die bestellten Boeing 787-8 nun im Zeitraum September 2012 bis März 2016 erhalten werde.[14]

Am 11. Juli 2014 wurde Air India nach erfolgreichen Verhandlungen Mitglied der Luftfahrtallianz Star Alliance.[15]

Flugziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Air India bedient ein umfangreiches Netzwerk an Zielen innerhalb Indiens sowie internationale Destinationen in Europa, Afrika, Asien und Nordamerika.[16]

Codesharing

Air India unterhält Codeshare-Abkommen mit Aeroflot, Air Mauritius, Asiana Airlines, Austrian Airlines, Egypt Air, Ethiopian Airlines, Kuwait Airways, Lufthansa, Singapore Airlines, South African Airways, SriLankan Airlines, Swiss und Turkish Airlines.[17]

Flotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktuelle Flotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Airbus A321-200 der Air India
Boeing 787-8 der Air India
Boeing 747-400 der Air India

Mit Stand Februar 2017 besteht die Flotte der Air India aus 110 Flugzeugen mit einem Durchschnittsalter von 10,0 Jahren:[18]

Flugzeugtyp Anzahl bestellt[19][20] Anmerkungen Sitzplätze[21]
(First/Business/Eco)
Airbus A319-100 22 122 (-/8/114)
144 (-/-/144)
Airbus A320-200 26 5 mit Sharklets ausgestattet; VT-ESF in 'Star Alliance'-Sonderbemalung 140 (-/20/120)
166 (-/-/166)
Airbus A320neo 5 - offen -
Airbus A321-200 20 172 (-/20/152)
Boeing 747-400 4 423 (12/26/385)
Boeing 777-200LR 3 Werden durch Boeing 787-8 ersetzt 238 (8/35/195)
Boeing 777-300ER 12 3 VT-ALJ in 'Star Alliance'-Sonderbemalung 342 (4/35/303)
Boeing 787-8 23 4 erste Auslieferung am 6. September 2012; VT-ANU in 'Star Alliance'-Sonderbemalung 256 (-/18/238)
Gesamt 110 12

Nicht berücksichtigt sind die Billigflugtochter Air India Express und die Regionalflugtochter Air India Regional, da diese unter einem eigenen AOC unabhängig operieren.

Historische Flotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

McDonnell Douglas DC-8-60CF, betrieben durch National Airlines für Air India

Seit 1945 setzte die Gesellschaft auch folgende Flugzeugtypen ein:

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lockheed Constellation der Air India

Air India verzeichnete von 1947 bis 2015 insgesamt 19 Flugzeug-Totalverluste, davon zehn tödliche mit 813 Todesopfern. Alleine vier Boeing 747 wurden zerstört.[22][23]

  • Am 13. November 1947 überrollte eine Douglas DC-3 (Luftfahrzeugkennzeichen VT-ATI) bei der Landung auf dem Flughafen Jammu-Satwari das Landebahnende und wurde zerstört. Alle Insassen überlebten.[24]
  • Am 27. Dezember 1947 stürzte eine Douglas DC-3 (Kennzeichen VT-AUG) auf dem Flug vom Flughafen Karachi zum Flughafen Bombay-Santacruz bei Korangi (heute Pakistan) ab. Ursache war Kontrollverlust, nachdem die Besatzung trotz defekter Instrumentenbeleuchtung zu dem Nachtflug gestartet war. Alle 23 Personen an Bord kamen ums Leben.[25]
  • Am 6. Februar 1948 verunglückte eine Vickers Viking (Kennzeichen VT-CLY) auf dem Flug vom Flughafen Kalkutta-Dum Dum zum Flughafen Bombay-Santacruz. Nach einem Triebwerkausfall missglückte dort die Landung, aber alle 19 Insassen überlebten.[26]
  • Am 7. April 1949 wurde eine Vickers Viking (Kennzeichen VT-CIZ) auf dem Flug vom Flughafen Bombay-Santacruz nach Karachi bei einer Bauchlandung auf dem Strand 16 km nordnordwestlich des Startflughafens irreparabel beschädigt. Alle 23 Personen an Bord überlebten.[27]
  • Auf dem Air-India-Flug 245 zerschellte am 3. November 1950 eine Lockheed L-749 Constellation (VT-CQP) beim Anflug auf Genf am Mont Blanc-Vorgipfel Rochers de la Tournette. Alle 48 Insassen wurden getötet.[28]
  • Am 13. Dezember 1950 flog eine Douglas DC-3 (VT-CFK) auf dem Weg vom Flughafen Bombay nach Coimbatore aufgrund eines Navigationsfehlers bei Katagiri in hügeliges Gelände (CFIT). Alle 21 Personen an Bord kamen ums Leben.[29]
  • Am 15. September 1951 stürzte die Douglas DC-3 VT-CCA am damaligen Flughafen von Bangalore bei dem Versuch ab, mit eingeschaltetem Autopilot zu starten. Ein Besatzungsmitglied wurde getötet.[30]
  • Am 9. Mai 1953 stürzte eine Douglas DC-3 (VT-AUD) nach dem Start vom Flughafen Neu-Delhi etwa 30 km südlich aufgrund von Kontrollverlust ab. Alle 18 Insassen wurden getötet.[31]
  • Am 23. Januar 1971 wurde eine Boeing 707 (VT-DJI) beim Versuch zerstört, mit nur drei der vier Triebwerke vom Flughafen Bombay zu starten. Alle Insassen überlebten.[35]
  • Am 22. Juni 1982 misslang bei der sehr harten Landung einer Boeing 707 (VT-DJJ) am Flughafen Bombay das Durchstarten; die Maschine geriet über die Landebahn hinaus und zerbrach. 17 Menschen starben.[36]
  • Am 23. Juni 1985 explodierte an Bord von Air-India-Flug 182 (VT-EFO) eine Bombe. Verantwortlich waren Sikh-Nationalisten. Die Boeing 747 stürzte rund 180 km vor der Küste Irlands in den Atlantik. Alle 307 Passagiere und die 22 Mitglieder der Besatzung wurden getötet.
  • Am 7. Mai 1990 brach nach der harten Landung auf dem Flughafen Neu-Delhi ein Triebwerk einer Boeing 747-200 (VT-EBO) teilweise aus der Aufhängung, ausgelöst durch einen Wartungsfehler. Dadurch entstand ein Feuer, das auf die gesamte Tragfläche übergriff und die 747 zerstörte. Alle 215 Insassen überlebten.[37]
  • Am 4. September 2009 entstand beim Rollen auf dem Flughafen Bombay aufgrund eines Wartungsfehlers ein Feuer am Triebwerk 1 der Boeing 747-400 VT-ESM, das sich in Richtung auf den Rumpf ausbreitete. 21 der 229 Personen an Bord wurden bei der Evakuierung verletzt; die 747 wurde zerstört.[38]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Boeing 747 der Air India mit einer älteren Version der markanten Bemalung
  • Air India teilte mit, dass 125 ihrer Flugbegleiter(innen) ab sofort wegen „Übergewicht“ nicht mehr mitfliegen dürften. Im Jahr zuvor hatte Air India 600 Angehörige ihres Flugpersonals dazu aufgefordert, ihr Körpergewicht zu reduzieren. Als Begründung wurde mitgeteilt, dass übergewichtige Flugbegleiter im Falle eines Notfalls nicht beweglich genug seien um die erforderlichen Tätigkeiten schnell genug durchführen zu können.[39] Bereits im Jahr 2009 waren mit ähnlicher Begründung neun Flugbegleiterinnen entlassen worden.[40]
  • Wegen des auffälligen Designs der Fenster werden die Flugzeuge von Air India auch als „fliegende Paläste“ bezeichnet. Dieses Design sollte Anfang der 1990er Jahre durch ein moderneres, zeitgemäßeres ersetzt werden. Nachdem auf Druck von Fluggästen (und religiösen Kräften) eine Befragung durchgeführt und das neue Design klar abgelehnt worden war, kehrte die Fluglinie wieder zum alten Design zurück, das inzwischen unter Beibehaltung der Fensterdekoration ebenfalls modernisiert wurde.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Air India – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Geschäftsjahresergebnisse der Air India 2013 (PDF-Datei, englisch), abgerufen am 2. Februar 2015
  2. Airwhiners.net – Air India : The history of the aircraft fleet (englisch), 26. Juli 2004
  3. The Times of India - AI to make Frankfurt a global hub
  4. aero.de - Air India fliegt Milliardenverlust ein
  5. FocusAir India gibt meiste Flüge über Frankfurt auf, 27. Juli 2010
  6. indiatimes.com – Air India domestic ran with 22% flyer load (englisch), 11. Februar 2011
  7. biztravel.fvw.de – Air India droht Landeverbot, 30. Mai 2011
  8. aerotelegraph.com – Air India: Waffe von Star Alliance?, 4. Januar 2014
  9. aviationweek.com – Air India Has No Money To Buy Boeing 787, Says Aviation Minister (englisch), 12. September 2011
  10. dnaindia.com – Air India set to halve Dreamliner order (englisch), 16. September 2011
  11. aero.de – Air India soll mit Staats-Milliarden refinanziert werden, 5. Dezember 2011
  12. bangaloreaviation.com – MAP: 8 Air India flights cannot even cover their cost of fuel (englisch), 2. Dezember 2011
  13. austrianwings.info – Staatsmilliarden für Air India, abgerufen am 13. April 2012
  14. aero.de – Air India hat grünes Licht für Boeing 787
  15. staralliance.com – AIR INDIA JOINS STAR ALLIANCE (englisch), abgerufen am 16. Oktober 2014
  16. airindia.com – Network (englisch) abgerufen am 17. Oktober 2014
  17. airindia.com – Code-Share Partners (englisch), abgerufen am 17. Oktober 2014
  18. https://www.planespotters.net/airline/Air-India (englisch), abgerufen am 3. Februar 2017
  19. AirbusOrders & deliveries (englisch), abgerufen am 3. Februar 2017
  20. BoeingOrders and Deliveries (englisch), abgerufen am 3. Februar 2017
  21. http://www.airindia.com/fleet.htm (englisch), abgerufen am 3. Februar 2017
  22. Daten über die Fluggesellschaft Air India im Aviation Safety Network
  23. Daten über die Fluggesellschaft Air India im Aviation Safety Network
  24. Unfallbericht VT-ATI, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 10. Januar 2016.
  25. Unfallbericht VT-AUG, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 10. Januar 2016.
  26. Unfallbericht VT-CLY, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 10. Januar 2016.
  27. Unfallbericht VT-CIZ, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 10. Januar 2016.
  28. Unfallbericht VT-CQP, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 10. Januar 2016.
  29. Unfallbericht VT-CFK, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 10. Januar 2016.
  30. Unfallbericht VT-CCA, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 10. Januar 2016.
  31. Unfallbericht VT-AUD, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 10. Januar 2016.
  32. Unfallbericht VT-DEP, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 10. Januar 2016.
  33. Unfallbericht VT-DIN, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 10. Januar 2016.
  34. Unfallbericht VT-DMN, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 10. Januar 2016.
  35. Unfallbericht VT-DJI, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 10. Januar 2016.
  36. Unfallbericht VT-DJJ, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 10. Januar 2016.
  37. Unfallbericht VT-EBO, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 10. Januar 2016.
  38. Unfallbericht VT-ESM, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 10. Januar 2016.
  39. Air India to ground 'fat' cabin crew. BBC News, 14. September 2015, abgerufen am 14. September 2015 (englisch).
  40. Air India sacks 'fat' hostesses. BBC News, 14. September 2015, abgerufen am 14. September 2015 (englisch).