Smržovka

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Smržovka
Wappen von ????
Smržovka (Tschechien)
Paris plan pointer b jms.svg
Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Liberecký kraj
Bezirk: Jablonec nad Nisou
Fläche: 1481,491[1] ha
Geographische Lage: 50° 44′ N, 15° 15′ OKoordinaten: 50° 44′ 15″ N, 15° 14′ 48″ O
Höhe: 585 m n.m.
Einwohner: 3.705 (1. Jan. 2016)[2]
Postleitzahl: 468 51
Kfz-Kennzeichen: L
Verkehr
Bahnanschluss: Liberec–Tanvald
Smržovka–Josefův Důl
Struktur
Status: Stadt
Ortsteile: 1
Verwaltung
Bürgermeister: Marek Hotovec (Stand: 2007)
Adresse: náměstí T. G. Masaryka 600
468 51 Smržovka
Gemeindenummer: 563811
Website: www.smrzovka.cz
Friedhof Smržovka

Smržovka (deutsch Morchenstern, früher auch Morchelstern) ist eine tschechische Stadt mit etwa 3500 Einwohnern. Sie liegt in der nordböhmischen Liberecký kraj im Isergebirge und damit auch in der Euroregion Neiße.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Smržovka liegt etwa 10 km östlich der Kreisstadt Jablonec nad Nisou (deutsch Gablonz an der Neiße); es ist die Heimatstadt des tschechischen Karikaturisten Petr Urban, der im Ort eine Gastwirtschaft betreibt, in der an Wänden und Decken seine Karikaturen zu sehen sind. Die Glasschleiferei hat Tradition im Ort; „Gablonzer Bijouterie“ wurde und wird in Smržovka und im Nachbarort Tanvald in großen Mengen in Handarbeit überwiegend in familiären Schleifereien hergestellt. In der Stadt gibt es ein tschechisch-deutsches Begegnungszentrum. In Smržovka befindet sich eine Rennrodelbahn mit Natureis.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historisches Gemälde aus dem 18. Jahrhundert
Marktplatz Smržovka 2007

Die Siedlung wurde 1568 zum ersten Mal erwähnt und gehörte zunächst der Familie Smiřický. Ab 1622 war sie im Besitz von Albrecht von Wallenstein, ab 1634 gehörte sie den Grafen Desfours. Lange Zeit war Smržovka ein Zentrum der Holzindustrie, ab dem 18. Jahrhundert auch der Textil- und Glasindustrie. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts bildete die Ortschaft eine Gemeinde im Gerichtsbezirk Tannwald. 1868 wurde der Ort offiziell ein Marktflecken, 1905 erhielt er die Stadtrechte. Bis zum Zweiten Weltkrieg war die Stadt überwiegend von Deutschen bewohnt, die 1945 teilweise vertrieben wurden und zum anderen Teil als Fachleute dablieben.

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wallenstein hatte der Stadt den Namen Morgenstern gegeben (nach der alten Waffe). Dieser Name ist auch heute noch vereinzelt anzutreffen.

Die offizielle deutsche Bezeichnung für Smržovka lautet Morchenstern. Der deutsche Name ist bei der Bevölkerung etwas umstritten, weil bis etwa 1970 Morchelstern als deutsche Bezeichnung üblich war. Die Morchel ist im Stadtwappen enthalten und in der Bergregion Isergebirge häufig anzutreffen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für Smržovka sind keine Ortsteile ausgewiesen. Grundsiedlungseinheiten sind Dolní Smržovka (Untermorchenstern), Horní Ves, Luční, Muchovský hřeben, Nová Mýtina, Smržovka-střed, Střední Smržovka (Mittelmorchenstern), Za tratí und Záhoří.[3]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.uir.cz/obec/563811/Smrzovka
  2. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2016 (PDF; 371 KiB)
  3. http://www.uir.cz/zsj-obec/563811/Obec-Smrzovka