Sonja Toepfer

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Sonja Toepfer, 2016

Sonja Toepfer (* 5. März 1961 in Offenbach) ist eine deutsche Videokünstlerin und Autorin aus Wiesbaden. In ihrer künstlerischen Arbeit setzt sie sich insbesondere mit Aspekten zur Gedenkarbeit und Religion auseinander.[1]

Die ersten Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach drei Jahren in einem Säuglingsheim, wuchs Sonja Toepfer bei ihrer Großmutter auf. Von 1981 bis 1986 studierte sie Soziologie und Filmwissenschaften mit Schwerpunkt auf die Objektive Hermeneutik bei Ulrich Oevermann. Sie hat zwei Töchter.

Mediale Aufmerksamkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während einer Performance auf der DOCUMENTA (13) verschenkte die Künstlerin mit Speiseöl und Kunstblut gefüllte Reagenzgläser an Besucher, mit den Worten: „Das ist mein Blut, das ist mein Schmerz, das ist meine Kraft, sie ist für dich, nehme sie und achte auf sie.“ Wegen unbedacht hinterlassenen Reagenzgläsern, gefüllt mit potentiellen Sprengstoffflüssigkeiten, wurde ein Gebäude polizeilich geräumt, wodurch über die Performance europaweit berichtet wurde. [2][3][4]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wichtige Arbeiten (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1/2005 Mainz, Netzwerk Recherche: Jubiläumsfilm 10 Jahre medienkritischer Journalismus im ZDF. Mitautorin, Regie: Eva Franz
  • 12/2006-2007-2008 – Zürich, Adventskalender mit 24 Kunstfilmen und einem siebentägigen Countdown auf der Eröffnungsseite des ökumenischen Medienportals der katholischen Schweizer Kirche
  • 09/2008 Wiesbaden, Westendkuratorium: „Mit dem Tod im Gespräch“ (Rauminstallation)
  • 09/2008 Wiesbaden, Palliativkongress: „Memorial Voices“ (Videoinstallation)
  • 06/2009 – Angers/Frankreich, Bon Pasteur Accueil: „Breaking the Borders“, Interviewfilm OmU in Zusammenarbeit mit Eva Franz
  • 06-12/2009 Kelkheim, Klosterkirche Kelkheim: „vonorten – Ein Jahrhundert/ eine Kirche/ ein Filmgebet“ (Urban Screening)
  • 04/2010 Frankfurt/Wiesbaden/Hamburg, „Hypostase Requiem“ (Videoinstallation)
  • 01/2011-01/2013 Dresden/Bautzen/Meißen/Gera/Prag/Freiburg: „Andritzki. Bekenntnis“ (Kunstfilm und Rauminstallation)
  • 03/2011 Los Angeles, New Wave International Filmfestival: „Andritzki Bekenntnis“ (Kunstfilm): Preise beim New Wave Filmfest: Honorable Mention Award und Best Costume Award Experimental Short Film[5]
  • 10/2011 Frankfurt Ausstellungsvideo im Dommuseum Frankfurt zu Peter Zumthor, Träger des Kunst- und Kulturpreises der Deutschen Katholiken
  • 10/2011 Köln, ART.FAIR: „überall+hier“ (Bildskulpturen)
  • 01/2012 München, Galerie Stephan Stumpf: „überall+hier“ (Kunstvideo)
  • 03/2012 Freising, Dombergmuseum, „zu Staub“ (Einzelausstellung Rauminstallation)
  • 05/2012 Kassel, DOCUMENTA (13): „Hypostase Requiem“ (Performance)
  • 01/2013 Mainz, Dominikaner: „14+1 Gedanke“ (Raumobjekt)
  • 03/2015 Wiesbaden, Filmpremiere „KOPF HERZ TISCH – Kindheit ohne Eltern“
  • 2016 Dokumentarischer Experimentalfilm „GOTT IM TRANSIT“ (mit englischen Untertiteln) anlässlich des Jubiläums 800 Jahre Dominikaner. Uraufführung am 5. Oktober 2016 in Mainz
  • 2016/17 Geschlossener Jugendwerkhof Torgau „KOPF HERZ TISCH – Kindheit hinter Mauern“

Beiträge in Fachbüchern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rudolf Englert, Stephan Leimbruber: Erwachsenenbildung stellt sich religiöser Pluralität. ISBN 978-3-451-28617-9.
  • Charles Martig, Leo Karrer (Hrsg.): Eros und Religion. Schüren, ISBN 978-3-89472-480-1.
  • Anna-Laura de la Iglesia y Nikolaus, Charles Martig (Hrsg.): Sonja Toepfer .zu Staub. Schnell & Steiner, ISBN 978-3-7954-2612-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sonja Toepfer: Impressum. Abgerufen am 23. Januar 2017.
  2. Spiegel online: Verdächtige Ampullen lösen Polizeieinsatz aus. Abgerufen am 23. Januar 2017.
  3. Neue OZ, 21.06.2012
  4. Harald Kimpel über 60 Jahre documenta und ihre Skandale, Kassel, Dezember 2015, hr: 60 Jahre documenta Skandale. Abgerufen am 18. Februar 2017.
  5. New Wave International Filmfestival: SPRING 2011 FESTIVAL WINNERS. Abgerufen am 5. Februar 2017.