Space Camp

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Space Camp
Originaltitel SpaceCamp
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1986
Länge 107 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Harry Winer
Drehbuch Clifford Green
Casey T. Mitchell
Produktion Patrick Bailey
Walter Coblenz
Leonard Goldberg
David Salven
Musik John Williams
Kamera William A. Fraker
Schnitt Tim Board
John W. Wheeler
Besetzung

Space Camp ist ein Science-Fiction-Film von Harry Winer aus dem Jahr 1985, der am 6. Juni 1986 – weniger als fünf Monate nach dem Challenger Unglück – in die US-amerikanischen Kinos kam. In der Bundesrepublik Deutschland lief der Film am 22. Januar 1987 an. Alternativtitel ist Ferien im Weltraum.

Handlung[Bearbeiten]

Das Space Camp ist ein Ausbildungslager der NASA, in dem Jugendliche während der Sommerferien ein Astronauten-Training absolvieren dürfen. Als sich die Ausbildungsleiterin Andie Bergstrom mit ihrer 5-köpfigen Gruppe während einer Übung an Bord des Space Shuttle Atlantis befindet, kommt es zur Katastrophe: Durch eine vom Roboter Jinx herbei geführten Störung wird das Raumschiff ins All geschossen. Jinx wollte damit Max' Traum, einmal im Weltall zu sein, erfüllen. Für Max und die übrige Besatzung beginnt ein Kampf im Wettlauf mit der Zeit, da das Raumschiff nicht startklar war und sich nicht genügend Sauerstoff an Bord befindet. Bei einem notwendigen Außenbord-Einsatz wird die Astronautin Bergstrom zudem verletzt. Dennoch gelingt es der jugendlichen Crew das Shuttle sicher in White Sands zu landen.

Drehorte[Bearbeiten]

Die Aufnahmen des Starts stammen von der Mission STS-51-C, das Filmmaterial der Landung von STS-8.

Rezeption[Bearbeiten]

Space Camp erhielt gemischte bis negative Bewertungen, nur 40 Prozent der Kritiker gaben positive Bewertungen bei Rotten Tomatoes. Kritiker Roger Ebert gab ihm eine anderthalb Sterne-Bewertung und sagte: "Unsere Vorstellungen von einer Raumfähre werden nie mehr die gleichen sein und unsere Erinnerungen sind so schmerzhaft, dass Space Camp verurteilt wird, bevor er überhaupt anläuft."[1] Variety ist der Meinung, dass es Space Camp nicht erfolgreich schafft, das Sommercamp-Geschehen mit Weltraum-Idealismus zu verbinden, um mit einer fesselnden Story zu begeistern,[2] während James Sanford v. Kalamazo Gazete antwortet: "Nicht ganz aus dieser Welt." Die Website At-A-Glance gab dem Film sogar eine noch schlechtere Bewertung: "Es ist hart, die Rahmenbedingungen dieses Films zu akzeptieren. Ein paar Kids dürfen eine Besichtigung in einer Raumfähre machen, während die NASA ihre Motoren testet. Ein Unfall passiert und zusammen mit ihrem Führer werden sie ins All geschossen. Einmal im All, können sie mit Anweisungen wieder zurückgeholt werden? Füge noch einen nervigen, scheinbar fühlenden Roboter in das Gemisch. Füge die Norm zweidimensionaler Charakterentwicklungs-Bögen hinzu, in der jeder einzelne Charakter seine oder ihre Charakterzüge oder Charakterschwächen am Ende der Story überwindet. Füge ein paar Tropfen Überspannung und Langeweile hinzu. Mische alles gut und du hast einen Schlamassel erster Klasse."

Kritik[Bearbeiten]

Das Lexikon des Internationalen Films bemängelte: „Der Film problematisiert weder die kritiklose Hingabe Jugendlicher an High-Tech und die Weltraum-Eroberung noch gelingt es ihm, die langatmige Schilderung des Lebens Jugendlicher im Space Camp mit dem Weltraumabenteuer dramaturgisch zu verbinden.“[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Roger Ebert: Spacecamp. In: Movie reviews, essays and the Movie Answer Man from film critic Roger Ebert. 6. Juni 1986, abgerufen am 1. Februar 2012 (englisch).
  2. Variety Staff: Spacecamp. In: Variety Reviews. 31. Dezember 1985, abgerufen am 1. Februar 2012 (englisch).
  3. Space Camp im Lexikon des Internationalen Films