St.-Petri-Kirche (Kagendorf)

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St.-Petri-Kirche in Kagendorf
Südseite

Die St.-Petri-Kirche (Kagendorf) ist ein Kirchengebäude im Ortsteil Kagendorf der Gemeinde Neu Kosenow.

1307 wurde für Kagendorf ein Pfarrer namens Albert erwähnt. Das Kloster Stolpe war im Besitz des Kirchenpatronats, welches es 1328 dem Herzog Barnim III. auf Lebenszeit aufließ.[1]

Der langgestreckte, ziegelgedeckte Saalbau aus Mischmauerwerk wurde ab 1300 in mehreren Bauabschnitten errichtet. Nach einem Brand im Jahr 1657 wurde die Kirche 1668 wiedererrichtet. In den Jahren 1750 und 1751 wurden der zum Teil bebretterte Dachturm sowie das Westportal errichtet und der östliche Giebel in Fachwerk erneuert. 1879/1880 wurden bei einer umfassenden Restaurierung das Kirchturmobergeschoss und die Fenster erneuert. 1953 wurde der Turmhelm verändert und 1985 mit Kupfer gedeckt.

Der flachgedeckte Innenraum wurde 1698 renoviert, 1786 ausgemalt, 1837 geweißt und 1879 nochmals renoviert. Als Reste der Ausmalung sind Rechteckfelder mit ornamentaler Ausmalung erhalten geblieben.

Zur Ausstattung gehören ein barocker Altaraufsatz mit korinthischen Säulen und Gemälden (Kreuzigung und Abendmahl) sowie Akanthusschnitzerei aus dem Jahr 1786, eine Altarschranke mit gesägten Balusterbrettern von 1668, eine Kanzel von 1669, ein Patronatsgestühl mit gemalten Wappen aus dem 18. Jahrhundert sowie ein ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert stammendes Predigergestühl mit Gitter. Das mit Maßwerkformen bemalte Bankgestühl wurde 1879 gefertigt. Aus dem 17. Jahrhundert stammt ein Epitaph mit gemalter Kreuzigung.

Die von August Holland aus Schmiedefeld gefertigte Orgel wurde 1883 eingeweiht und 1998/1999 restauriert. Der aufwendige fünfteilige Prospekt ist in neuromanischen Formen gehalten.

Das Geläut besteht aus einer einzigen Glocke aus Stahl.

Die evangelische Kirchgemeinde Ducherow gehört seit 2012 zur Propstei Pasewalk im Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland. Vorher gehörte sie zum Kirchenkreis Greifswald der Pommerschen Evangelischen Kirche.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dehio Mecklenburg-Vorpommern, 2000, Seite 261

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hermann Hoogeweg: Die Stifter und Klöster der Provinz Pommern. Bd. 2. Leon Saunier, Stettin 1925, S. 689.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kirche in Kagendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 53° 47′ 45″ N, 13° 44′ 4″ O