Romanshorn

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Romanshorn (Begriffsklärung) aufgeführt.
Romanshorn
Wappen von Romanshorn
Staat: Schweiz
Kanton: Thurgau TG
Bezirk: Arbon
BFS-Nr.: 4436i1f3f4
Postleitzahl: 8590
UN/LOCODE: CH RMH
Koordinaten: 746331 / 270253Koordinaten: 47° 34′ 0″ N, 9° 23′ 0″ O; CH1903: 746331 / 270253
Höhe: 406 m ü. M.
Fläche: 8,7 km²
Einwohner: i10'659 (31. Dezember 2014)[1]
Einwohnerdichte: 1225 Einw. pro km²
Website: www.romanshorn.ch
Romanshorn

Romanshorn

Karte
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Über dieses Bild
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Romanshorn, in der schweizerdeutschen Ortsmundart Romishorn [ˈromisˌhɔrn],[2] ist eine politische Gemeinde im Bezirk Arbon des Kantons Thurgau, Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Romanshorn liegt am südlichen Bodensee-Ufer. Die «Hafenstadt» erreichte im April 2012 die Grenze von 10'000 Einwohnern und gilt seitdem als Stadt.

Hafen von Romanshorn, Juni 2011

Romanshorn hat ein landschaftlich reizvolles Hinterland mit einem grossen Wald, der den nationalen Binding-Preis für vorbildliche Forstbewirtschaftung erhalten hat. Besonders von Bedeutung sind die vielfachen Bildungsmöglichkeiten am Ort, aber auch das reiche Angebot an Freizeiteinrichtungen zu Wasser und zu Land. Eine moderne Eishalle gehört zum sportlichen Angebot wie ein viel besuchtes Seebad. Romanshorn ist ebenfalls ein Ausgangspunkt für Wanderer, Skater und Biker.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Romanshorn (Wetterstation Güttingen), 1981–2010
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
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7
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-1
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: http://www.meteoschweiz.admin.ch/home/klima/vergangenheit/klimanormwerte/klimadiagramme-und-normwerte-pro-station.html
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Romanshorn (Wetterstation Güttingen), 1981–2010
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 2,9 4,5 9,6 14,0 18,9 21,9 24,3 23,6 19,1 13,6 7,1 3,8 Ø 13,7
Min. Temperatur (°C) −2,3 −2,0 1,0 3,8 8,2 11,5 13,5 13,3 10,1 6,4 1,7 −0,9 Ø 5,4
Temperatur (°C) 0,4 1,2 5,1 8,8 13,5 16,6 18,7 18,1 14,2 9,8 4,4 1,6 Ø 9,4
Niederschlag (mm) 53 52 64 70 100 102 108 96 87 71 69 74 Σ 946
Sonnenstunden (h/d) 0,6 2,8 4,5 6,1 6,8 7,4 8,1 7,2 6,1 3,1 1,8 1,2 Ø 4,6
Regentage (d) 9,5 8,5 10,7 10,4 11,3 11,9 11,5 10,8 9,5 9,1 9,7 10,7 Σ 123,6
Luftfeuchtigkeit (%) 84 80 75 72 73 74 74 77 81 85 86 85 Ø 78,8
T
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2,9
−2,3
4,5
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18,9
8,2
21,9
11,5
24,3
13,5
23,6
13,3
19,1
10,1
13,6
6,4
7,1
1,7
3,8
−0,9
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Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ältesten Spuren des Ortes gehen auf das Jahr 779 zurück. Die Alte Kirche ist noch heute Zeuge der Vergangenheit. Romanshorn war jahrhundertelang ein wichtiger «Aussenposten» des Klosters St. Gallen.

Romanshorn entwickelte sich allerdings erst dann sprunghaft, als die Eisenbahn 1855 von Zürich her den Ort erreichte und ein Hafen gebaut wurde. Danach entwickelte sich der Ort zu einem Verkehrsknotenpunkt von Eisenbahn und Schifffahrt.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Romanshorner Hafen

Romanshorn war einst ein Fischerdorf und mit dem Bau des Hafens und der Eisenbahnlinie ein Handels- und Tourismusort geworden. Heute ist Romanshorn ein moderner Industrieort mit breiter Diversifikation: Kunststofferzeugnisse, Maschinenindustrie, Chemie, Pharma usw. In rund 600 Betrieben werden 5000 Arbeitsplätze angeboten. Von grosser Bedeutung ist auch der Dienstleistungssektor und das Bildungsangebot, mit der Kantonsschule.

Das Unternehmen Max Zeller Söhne AG besteht seit mehr als 140 Jahren und produziert mit rund 90 Mitarbeitern pflanzliche Heilmittel (sogenannte Phytopräparate).

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort ist begünstigt durch seine Verkehrslage. Romanshorn hat den nach Wasserfläche grössten Hafen am Bodensee. Eine Autofähre verbindet Romanshorn mit Friedrichshafen. Vom Bahnhof Romanshorn verkehren Züge in vier Richtungen: auf der Seelinie nach Rorschach und Kreuzlingen, ausserdem nach Zürich (Schnellzuglinie nach Brig-Glis) und St. Gallen.

Siehe auch: Bodensee-Trajekte

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die wichtigsten und markantesten Sehenswürdigkeiten sind die drei Kirchen: Die paritätische Alte Kirche, die katholische und die reformierte. An der Hafenfront stehen das mächtige Kornhaus und das Alte Zollhaus.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Besonders von Bedeutung sind die vielfachen Bildungsmöglichkeiten am Ort. An öffentlichen Schulen bietet Romanshorn eine Primar- und Sekundarschule sowie eine Kantonsschule.[3] Daneben existieren auch das Heilpädagogische Zentrum Romanshorn, die Musikschule des Musikkollegiums Romanshorn und die Thurgauische Sprachheilschule. Weiterhin ist in Romanshorn die Privatschule SBW mit dem «Haus des Lernens» und der «SBW Neue Medien AG» angesiedelt, letztere bietet eine Ausbildung als Mediamatiker an. Romanshorn ist dank seiner guten Erreichbarkeit ein zentraler Schulstandort im Oberthurgau.

Feste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Nationenfest entstand 1999 im Pfarreiratsweekend der katholischen Pfarrei St. Johannes. Es wurden die Ausländergruppe, welche sich für Anliegen aller Nationen in Romanshorn kümmern sollte, sowie die Gruppo Culturale, welche sich für den Erhalt der italienischen Werte und die Verbindung zu den schweizerischen Werten einsetzt, gegründet. Das Nationenfest findet jedes jahr im Juni statt. Das Ziel des Anlasses lautet: „In gemütlichem Ambiente soll der Austausch zwischen Menschen unterschiedlichster Nationen gefördert werden. Die Nationenvertreter/innen bieten kulinarische Spezialitäten aus ihren Ländern und ein attraktives Bühnenprogramm“. [4]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Romanshorn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen, hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol, Frauenfeld/Lausanne 2005, S. 753.
  3. Website der Kantonsschule Romanshorn
  4. "Fest und Geschichte"