Stemmen (Barsinghausen)

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Stemmen
Wappen von Stemmen
Koordinaten: 52° 20′ 40″ N, 9° 31′ 5″ O
Höhe: 68 m ü. NHN
Fläche: 2,3 km²
Einwohner: 700[1]
Bevölkerungsdichte: 304 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1968
Eingemeindet nach: Goltern
Postleitzahl: 30890
Vorwahl: 05105
Stemmen (Niedersachsen)
Stemmen

Lage von Stemmen in Niedersachsen

Kirche in Stemmen
Kirche in Stemmen

Das Dorf Stemmen ist ein nordöstlicher Ortsteil der Stadt Barsinghausen in der Region Hannover, Niedersachsen (Deutschland).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stemmen liegt im Calenberger Land unmittelbar westlich des Stemmer Bergs. Durch das Dorf führt in ihrem Abschnitt NordgolternGöxe die B 65, welche die Ortschaft nach Westen mit der A 2 (Anschlussstelle Bad Nenndorf) verbindet und nach Osten unter anderem zur nahen Großstadt Hannover führt. Nachbarorte sind im Nordwesten Barrigsen, im Nordosten Lathwehren, im Osten Göxe, im Süden Eckerde, im Südwesten Großgoltern und im Westsüdwesten Nordgoltern. Etwas südwestlich fließt die Südaue am Dorf vorbei.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stemmen lag dicht an der mittelalterlichen Handelsstraße, die Hildesheim und Braunschweig mit den Städten Westfalens verband und dessen Verlauf weitgehend dem der heutigen B 65 entspricht.

In den Akten des Domkapitels Minden[2] findet sich ein Vermerk über die Bitte des Calenbergischen Landrentmeisters Christoph Blume um einen Pachtnachlass für Stemmen in den Jahren 1650 bis 1658 wegen verminderten Korns durch die nasse Witterung. Daran erinnert auch heute noch die Kornblume im Stemmer Wappen.

Nach Aufzeichnungen im Stemmener Kirchenbuch von 1746 wurden vom Pastor Schmersahl in Stemmen die ersten Kartoffeln im Hannoverschen Land angebaut. An diesen „Kartoffel-Pastor“ erinnert ein Gedenkstein gegenüber der Kirche im Ort.

Am 1. Juli 1968 verschmolz Stemmen mit den Gemeinden Eckerde, Göxe, Großgoltern und Nordgoltern zur Gemeinde Goltern.[3] Am 1. März 1974 folgte die Eingemeindung von Goltern in die Stadt Barsinghausen.[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtrat und Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stemmen wird auf kommunaler Ebene von dem Stadtrat der Stadt Barsinghausen vertreten.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Entwurf des Wappens von Stemmen stammt von dem in Gadenstedt geborenen und später in Hannover lebenden Heraldiker und Grafiker Alfred Brecht, der schon die Wappen von Aligse, Bantorf, Barrigsen und vielen anderen Ortschaften im Landkreis Hannover entworfen hat. Die Genehmigung des Wappens wurde am 13. Januar 1964 durch den Regierungspräsidenten in Hannover erteilt.[3]

Wappen von Stemmen (Barsinghausen)
Wappenbeschreibung:Rot : Silber gespalten, vorn zwei blaubewehrte und −gezungte, goldene Leoparden am Spalt, hinten über einer roten Pflugschar eine rote Kornblume mit goldenem Samenkern.“
Wappenbegründung: Im Wappen von Stemmen sind die Landesfarben enthalten, die einst auch die Farben des Bistums Minden und der Schaumburger Grafen waren. Es hat ferner durch die welfischen Leoparden die vielhundertjährige Oberherrschaft der Herzöge angezeigt, in der Kornblume das Andenken an den Landrentmeister Christoph Blume, der im Ort die Kirche stiftete und damit ein bleibendes Denkmal geschaffen hat, geehrt und in der Pflugschar den noch heute bäuerlichen Ort symbolisiert.[3]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das ländliche Ortsbild von Stemmen wird wesentlich vom Rittergut Stemmen, dessen heutiger Eigentümer Jahn Friedrich Freiherr von Rössing ist, mitbestimmt. Die Kirche bildet den Mittelpunkt des Dorfes. Stemmen wurde 1996 mit dem Prädikat „Schönstes Dorf“ im Landkreis Hannover ausgezeichnet.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe Liste der Baudenkmale in Stemmen

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Stemmen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zahlen und Fakten. Auf: Internetseite der Stadt Barsinghausen, abgerufen am 21. Juli 2017
  2. NRW-Archiv
  3. a b c Landkreis Hannover: Wappenbuch Landkreis Hannover. Im Selbstverlag des Autors veröffentlicht, Hannover 1985
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 196.