Sudeten-Hauptwanderweg

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Mieczysław-Orłowicz-Sudetenhauptwanderweg
Markierung des Wanderweges
Markierung des Wanderweges
Daten
Länge ~440 kmdep1
Lage Sudeten, Polen
Markierungszeichen Weiß-rot-weiß
Startpunkt Świeradów-Zdrój
50° 54′ 30″ N, 15° 20′ 0″ O
Zielpunkt Prudnik
50° 19′ 11″ N, 17° 34′ 45″ O
Typ Fernwanderweg
Höchster Punkt 1509 m (Hohes Rad)
Schwierigkeitsgrad durchschnittlich
Jahreszeit Ganzes Jahr

Der Mieczysław-Orłowicz-Sudetenhauptwanderweg (pol. Główny Szlak Sudecki imienia Mieczysława Orłowicza, „GSS“) ist ein rot markierter Fernwanderweg in Polen, der aus Świeradów-Zdrój nach Prudnik durch die interessantesten Teile der Sudeten führt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 24. Oktober 1947 legte die Sudetenkommission des Polnischen Tatravereins den Verlauf des Wanderweg fest. Ein Jahr später wurde mit den Markierungsarbeiten begonnen. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Tourismus in Polen 1973 hat die Bergwanderungskommission der Polnischen Touristik- und Landeskundegesellschaft PTTK den Sudeten-Hauptwanderweg nach Mieczysław Orłowicz benannt, in Anerkennung von dessen Beitrag zum Tourismus und zur Heimatkunde.

Route[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sudeten-Hauptwanderweg auf der Karte der Berge

Im Laufe der Jahre hat sich die Route des Wanderweges geändert. Gegenwärtig beginnt er in Świeradów-Zdrój, führt durch das Isergebirge (Wysoka Kopa, 1126 m; Wysoki Kamień, 1058 m) nach Szklarska Poręba, dann durch das Riesengebirge (der Zackelfall, Hohes Rad – 1509 m, der Gebirgspass unter der Schneekoppe (Przełęcz pod Śnieżką – 1389 m)) nach Karpacz; weitere Etappen sind der Landeshuter Kamm (Skalnik, 945 m) nach Krzeszów, das Steinsgebirge (Góry Kamienne) und das Schwarzgebirge (Góry Czarne) nach Jedlina-Zdrój, das Eulengebirge (Wielka Sowa, 1015 m), der Silberbergpass, der sie vom Warthagebirge trennt. Weiter, durch Wambierzyce, führt der Wanderweg ins Heuscheuergebirge und in die Sudetenkurorte: Kudowa-Zdrój, Duszniki-Zdrój; danach durch das Adlergebirge und Habelschwerdter Gebirge, der Wilczki-Wasserfall, das Glatzer Schneegebirge, die Kühberge (Krowiarki), Lądek-Zdrój, das Reichensteiner Gebirge nach Paczków (hier endete er viele Jahre lang am Bahnhof) und weiter durch Kalkau (Kałków), Głuchołazy, das Zuckmanteler Bergland nach Prudnik[1]. Der Wanderweg umgeht einige wichtige sudetische Punkte, einschließlich die Gipfel der Schneekoppe und des Glatzer Schneeberg.

Die Länge des Wanderweges ist etwa 440 km und entspricht etwa 104 Stunden[2].

Bergwandern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wanderweg ist ganzjährig verfügbar, allerdings können einige Abschnitte wegen Lawinen-Gefahr (Riesengebirge) und gefährlichen Sümpfen (Heuscheuergebirge) geschlossen werden. Es gibt viele vom PTTK (Polnischer Touristenverein) verwaltete Berghütten. Die polnischen Berghütten sind verpflichtet, jeden, der keinen anderen Ort vor Sonnenuntergang finden kann oder im Notfall, unter einfachen Bedingungen unterzubringen.[3]

Fotos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berghütten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • PTTK-Berghütte auf Stóg Izerski (Schronisko PTTK Na Stogu Izerskim)
  • Berghütte Hochstein im Isergebirge (Schronisko Wysoki Kamień)
  • Berghütte „Kamieńczyk“ (Schronisko „Kamieńczyk“)
  • PTTK-Berghütte auf der Grenzwiese (Schronisko PTTK Na Hali Szrenickiej)
  • Berghütte Reifträger (Schronisko Szrenica)
  • PTTK-Berghütte „Unterm Veilchenstein“ (Schronisko PTTK „Pod Łabskim Szczytem“)
  • PTTK-Berghütte „Die Wiedergeburt“ (Schronisko PTTK „Odrodzenie“)
  • Berghütte „Schlesisches Haus“ (Schronisko „Dom Śląski“)
  • PTTK-Berghütte „Samotnia“ (Schronisko PTTK „Samotnia“)
  • PTTK-Berghütte „Strzecha Akademicka“ (Schronisko PTTK „Strzecha Akademicka“)
  • PTTK-Berghütte „An der Kleinlomnitz“ (Schronisko PTTK „Nad Łomniczką“)
  • PTTK-Berghütte „Andreasbaude“ (Schronisko PTTK „Andrzejówka“)
  • PTTK-Berghütte „Zygmuntówka“ (Schronisko PTTK „Zygmuntówka“)
  • Berghütte „Adler“ (Schronisko „Orzeł“)
  • Berghütte „Eule“ (Schronisko „Sowa“)
  • PTTK-Berghütte „Schäferin“ (Schronisko PTTK „Pasterka“)
  • PTTK-Berghütte „Auf Großem Heuscheuer“ (Schronisko PTTK „Na Szczelińcu“)
  • PTTK-Berghütte „Unterm Mufflon“ (Schronisko PTTK „Pod Muflonem“)
  • PTTK-Berghütte „Orlica“ (Schronisko PTTK „Orlica“)
  • PTTK-Berghütte „Jagodna“ (Schronisko PTTK „Jagodna“)
  • Berghütte „Auf dem Spitziger Berg“ (Schronisko „Na Iglicznej“)
  • PTTK-Berghütte „Auf dem Glatzer Schneeberg“ (Schronisko PTTK „Na Śnieżniku“)
  • PTTK-Berghütte „Auf der Bischofskoppe“ (Schronisko PTTK „Pod Kopą Biskupią“)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Warunki przyznania odznaki Główne Szlaki Górskie Polski (Memento des Originals vom 14. August 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.opole.pttk.pl
  2. Warunki przyznania odznaki Główne Szlaki Górskie Polski (Memento des Originals vom 14. August 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.opole.pttk.pl
  3. Regulamin schroniska PTTK

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Waldemar Brygier: Główny Szlak Sudecki. Wydawnictwo Compass, Kraków 2015, ISBN 978-83-7605-504-6. (Ringbuch in polnischer Sprache mit ausklappbaren Wanderkarten 1:50.000, Höhenprofilen, Sehenswürdigkeiten und Übernachtungsmöglichkeiten.)
  • Z. Garbaczewski: Główny Szlak Sudecki im. Mieczysława Orłowicza. Warschau 1985.
  • R. Szewczyk: Szlakiem sudeckim. Warschau 2010.