Suzuki GSX 1100 G

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Suzuki
GSX1100G-1.jpg
GSX 1100 G
Typen:
GV74A (D), GV74B, GV74C, GV74G
Hersteller: SUZUKI MOTOR CORPORATION
Produktionszeitraum 1991 bis 1994 (1996)
Klasse Motorrad
Bauart Tourer
Motordaten
Luftgekühlter Reihen-Vierzylinder-Viertaktmotor mit Ölkühlung, DOHC,
4 Ventile pro Zylinder, Nasssumpfschmierung, 4 Mikuni-Vergaser
(36 mm)
Hubraum (cm³) 1.127
Leistung (kW/PS) 72 (74) / 98 (100)
bei 8.000 min−1
Drehmoment (N m) 108 bei 6.800 min−1
Getriebe 5-Gang
Antrieb Kardanantrieb
Bremsen Doppelscheibenbremse vorne / Scheibenbremse hinten
Radstand (mm) 1.585
Maße (L × B × H, mm): 2.270 × 840 × 1.140
Leergewicht (kg) 279
Vorgängermodell GS 1000 G / GS 1100 G
Nachfolgemodell Kein Nachfolger

Die Suzuki GSX 1100 G ist ein Motorrad der Kategorie Tourer und gehört, wegen ihrer Abmessungen und ihres Gewichts zu den Vertretern der „naked Big Bikes“ (unverkleidete Motorräder über 1000 cm³) der 300 kg-Klasse und erhielt den Beinamen „Eisenhaufen“ oder „Eisenschwein“.

Mit der kardangetriebenen GSX 1100 G wollte Suzuki im Jahre 1991 seine Modellpalette alltagstauglicher Motorräder nach oben erweitern. Das ursprünglich für den US-Markt vorgesehene Big Bike wurde auch nach Deutschland importiert. Dazu wurden Anpassungen in Fahrwerk und Elektrik vorgenommen.

Die GSX1100G wird unter den Suzuki-Fahrern gerne als die „große Schwester“ der Suzuki VX 800 gesehen. Diese Verwandtschaft rührt, trotz der völlig unterschiedlichen Motorenkonzeption (V2-Motor bei der VX 800, Reihenvierzylinder bei der GSX 1100 G) beider Modelle, von der ähnlich tourentauglichen Auslegung, dem Kardanantrieb und nicht zuletzt den ähnlichen Fahrwerksabmessungen her.

Modellgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Suzuki GSX 1100 G mit Gimbel Halbschale und Givi-Koffern

Die GSX 1100 G wurde ab 1991 gefertigt. Nach Deutschland importiert wurde sie von 1991 bis 1995, der Verkauf ging bis 1996. Da die deutschen Kunden das schwere und wenig handliche Motorrad nicht sonderlich liebten, wurden die letzten Exemplare mit zum Teil abenteuerlichen Preisnachlässen abverkauft. So konnte man Ende 1996 mit etwas Glück einen vollwertigen 1.100 cm³-Tourer für knapp über 10.000 DM neu kaufen.

Neben den offiziellen Importen gelangten einige Maschinen aus dem europäischen Ausland sowie den USA nach Deutschland.

Der 1.100 cm³ luft-/ölgekühlte Motor geht auf die erste Generation der GSX-R Modelle zurück. Bohrung und Hub sind mit den Modellen GSX-R1100 und GSX1100F identisch. Bei der „G“ wurde zusätzlich die Umlenkeinheit für den Wellenantrieb und eine von außen einstellbare Ausgleichswelle eingebaut.

Suzuki GSX 1100 G mit Gimbel-Halbschale und Givi-Koffern

Fahrwerk und Motor sind auf Langlebigkeit und Tourentauglichkeit angelegt. Der legitime Nachfolger von Suzukis Tourenbikes wie GS 850 G und GS 1000 G / GS 1100 G hat wie diese einen Kardanantrieb in einer bemerkenswert langen Schwinge, ein konventionelles Fahrwerk mit Zentralfederbein und ein eher auf stabilen Geradeauslauf ausgelegtes Fahrwerkslayout. Klassisch und unverkleidet, mit großem Tank und bequemer aufrechter Sitzposition hat sich die Maschine trotzdem nur schleppend an die wenigen Fans dieser Art Motorrad verkauft.

Sonderurkunde über eine Laufleistung von mehr als 100.000 km von "SUZUKI INTERNATIONAL EUROPE GmbH" an den Erstbesitzer.

Seit dem Erscheinen der viel erfolgreicheren GSF 1200 „Bandit“ (mit Kettenantrieb) war die „G“ zu einem Nischendasein verdammt. Diese Maschine ist auf dem Gebrauchtmarkt ein gesuchter Klassiker, es wurden nicht wenige davon zum Gespann umgebaut.

Modifikationen gab es in der kurzen Modelllaufzeit kaum. So gab es geringfügige Ausstattungsänderungen sowie Fahrwerksverbesserungen für die deutschen Modelle, ab 1993 wurden die Felgen geändert und die Lackierung des Motors (vorher: Hellsilber, später Titan/Dunkelsilber).

Typenbezeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • GV74A (E 22) – 1991, 1992 + 1994
  • GV74B (E 17) – 1991 bis 1992
  • GV74C (E 18) – 1991 bis 1994
  • GV74G (E 24) – 1991 bis 1994

Ländercodes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • E 01 Grundmodell
  • E 02 Großbritannien
  • E 03 USA
  • E 04 Frankreich
  • E 15 Finnland
  • E 16 Norwegen
  • E 17 Schweden
  • E 18 Schweiz
  • E 21 Belgien
  • E 22 Bundesrepublik
  • E 24 Australien
  • E 25 Niederlande
  • E 28 Kanada
  • E 33 Kalifornien (USA)
  • E 34 Italien
  • E 39 Österreich
  • E 53 Spanien

Farbcodes der deutschen Modelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Candy President Maroon – 20F
  • Deep Purple – 1HU
  • Pearl Novelty Black – 33J
  • Space Black – 13Z
  • Progress Grey - 1AC

Zubehör[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bedingt durch die kurze Modelllaufzeit und die verhältnismäßig geringen Stückzahlen, gibt es für die GSX 1100 G nur wenig spezielles Zubehör am Markt. Die Firma Gimbel, sowie eine weitere Firma, fertigten Halbschalenverkleidungen für das „G“-Modell, Koffer- und Topcaseträger gibt es von den gängigen Firmen für Motorradgepäckträger, die es ermöglichen das Motorrad mit Koffern von 22 l bis 46 l auszustatten.

Einige Hersteller von Auspuffanlagen für Motorräder fertigen 4-in-1 oder 4-in-2-in-1 Anlagen für die „G“ (Original ist eine 4-in-2 Anlage).

Zeitweise wurde auch eine sportliche Fußrastenanlage angeboten.

Da die G aber viele Bauteile von parallelen oder späteren Suzuki-Modellen in sich trägt, passt zum Teil Zubehör für diese Maschinen. Insbesondere die GSF 1200 Bandit und die anderen GSX-Modelle haben viel gemeinsames mit der G.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Suzuki GSX 1100G – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien