Tagebau Cottbus-Nord

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Tagebau Cottbus-Nord
Allgemeine Informationen zum Bergwerk
Abbautechnik Brückenbetrieb, Schaufelradbagger, Eimerkettenbagger
Abraum (2008) 18 Mio. t
Förderung/Jahr (2008) 4 Mio. t
Informationen zum Bergwerksunternehmen
Betreibende Gesellschaft Vattenfall Europe Mining AG
Betriebsbeginn 1981
Betriebsende 2018
Nachfolgenutzung Seenlandschaft
Geförderte Rohstoffe
Abbau von Braunkohle
Braunkohle

Flözname

Mächtigkeit 8,5-11 m
Geographische Lage
Koordinaten 51° 47′ 20″ N, 14° 25′ 4″ O51.78877314.417651Koordinaten: 51° 47′ 20″ N, 14° 25′ 4″ O
Tagebau Cottbus-Nord (Brandenburg)
Tagebau Cottbus-Nord
Lage Tagebau Cottbus-Nord
Standort Cottbus
Gemeinde Cottbus, Teichland
Landkreis (NUTS3) Cottbus, Landkreis Spree-Neiße‎
Land Brandenburg
Staat Deutschland
Revier Lausitzer Braunkohlerevier

p0p2p3

Der Tagebau Cottbus-Nord ist ein Braunkohletagebau im Lausitzer Braunkohlerevier, der von der Vattenfall Europe Mining AG betrieben wird. Der flächenmäßig größere Teil befindet sich im Gebiet der Stadt Cottbus, ein kleinerer Teil berührt den Landkreis Spree-Neiße. Im Tagebau Cottbus-Nord werden zwischen vier und sieben Millionen Tonnen Braunkohle im Jahr gefördert. Der Tagebau dient, wie auch der Tagebau Jänschwalde, der Versorgung des Kraftwerks Jänschwalde. Seit 1981 wird im Tagebau gefördert. Bis 2015 soll die Förderung abgeschlossen sein.

Tagebau Cottbus-Nord (2004)

Ortsabbrüche[Bearbeiten]

Seit der Erschließung des Tagebaus im Norden von Cottbus im Jahr 1978 (Aufschlussbaggerung) wurden bis 2010 sieben Orte[1] abgebrochen und die Lakomaer Teichlandschaft[2] beseitigt: Dissenchen (Dešank), Groß Lieskow (Liškow), Klein Lieskow (Liškowk), Lakoma (Łakoma), Merzdorf (Žylowk), Schlichow (Šlichow) und Tranitz (Tšawnica). Insgesamt mussten bisher 906 Einwohner umgesiedelt werden.[3]

Nachnutzung[Bearbeiten]

Ab 2018 soll der Tagebau geflutet werden, dabei soll mit dem künftigen Cottbuser Ostsee der größte See des Lausitzer Tagebauseengebietes entstehen.

Technik[Bearbeiten]

Im Tagebau Cottbus-Nord wird der Abraum mithilfe zweier Eimerkettenbagger abgetragen, die an eine Abraumförderbrücke vom Typ F34 angeschlossen sind. Der Abraum wird über die Förderbrücke abtransportiert und auf der Haldenseite verkippt. Die Rohbraunkohle wird von je zwei Eimerketten- und Schaufelradbaggern gefördert und direkt in Züge verladen. Der Tagebau Cottbus-Nord ist der letzte Braunkohle-Tagebau Deutschlands mit direkter Zugbeladung.

Geräte im Brückenbetrieb[Bearbeiten]

Eimerketten bei der Arbeit

Geräte im Grubenbetrieb[Bearbeiten]

Schaufelradbagger 1555 SRs 702
  • Eimerkettenbagger 304 ERs 500
  • Eimerkettenbagger 322 ERs 500
  • Bandwagen 740 BRs 1200
  • Bandwagen 741 BRs 1200
  • Schaufelradbagger 1555 SRs 702
  • Schaufelradbagger 1556 SRs 704

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tagebau Cottbus-Nord – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dokumentation bergbaubedingter Umsiedlungen, Archiv verschwundener Orte, Forst 2010, S. 93
  2. Wandlung und Perspektiven - Teil 15: Welzow-Süd/Jänschwalde/Cottbus-Nord - Herausgeber: Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) Unternehmenskommunikation
    (PDF-datei; 11,8 MB) siehe auf Seiten 2; ab Seite 10 (bzw. 8)
  3. Schossig, Wolfgang: Bergbau in der Niederlausitz, Cottbus 2007, S. 104