Tagebau Cottbus-Nord

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Tagebau Cottbus-Nord
Allgemeine Informationen zum Bergwerk
Abbautechnik Tagebau
Abraum (2008) 18 Mio. t
Förderung/Jahr (2008) 4 Mio. t
Förderung/Gesamt 220 Mio.[1] t
Informationen zum Bergwerksunternehmen
Betreibende Gesellschaft Vattenfall Europe Mining AG
Betriebsbeginn 1975
Betriebsende 2015
Nachfolgenutzung Seenlandschaft
Geförderte Rohstoffe
Abbau von Braunkohle
Braunkohle

Flözname

2. Lausitzer Flöz
Mächtigkeit 8-10 m
Größte Tiefe 32-40 m
Geographische Lage
Koordinaten 51° 47′ 20″ N, 14° 25′ 4″ O51.78877314.417651Koordinaten: 51° 47′ 20″ N, 14° 25′ 4″ O
Tagebau Cottbus-Nord (Brandenburg)
Tagebau Cottbus-Nord
Lage Tagebau Cottbus-Nord
Standort Cottbus
Gemeinde Cottbus, Teichland
Landkreis (NUTS3) Cottbus, Landkreis Spree-Neiße
Land Brandenburg
Staat Deutschland
Revier Lausitzer Braunkohlerevier
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p2
p3

Der Tagebau Cottbus-Nord war ein Braunkohletagebau im Lausitzer Braunkohlerevier, der von der Vattenfall Europe Mining AG betrieben wurde. Der flächenmäßig größere Teil befindet sich im Gebiet der Stadt Cottbus, ein kleinerer Teil berührt den Landkreis Spree-Neiße. Die Kohleförderung wurde 1981 aufgenommen und am 23. Dezember 2015 eingestellt.

Abraumförderbrücke F34 im Tagebau Cottbus-Nord (2004)

Ortsabbrüche[Bearbeiten]

Seit der Erschließung des Tagebaus im Norden von Cottbus im Jahr 1978 (Aufschlussbaggerung) wurden bis 2010 sieben Orte[2] abgebrochen und die Lakomaer Teichlandschaft[3] beseitigt: Dissenchen (Dešank), Groß Lieskow (Liškow), Klein Lieskow (Liškowk), Lakoma (Łakoma), Merzdorf (Žylowk), Schlichow (Šlichow) und Tranitz (Tšawnica). Insgesamt mussten 906 Einwohner umgesiedelt werden.[4]

Nachnutzung[Bearbeiten]

Nach der beendeten Förderung wird die Tagebaufläche renaturiert. Neben kleineren Flächen für die Forstwirtschaft, soll ein Großteil des Tagebaues geflutet werden. Dabei soll mit dem künftigen Cottbuser Ostsee der größte See des Lausitzer Tagebauseengebietes entstehen.

Technik[Bearbeiten]

Im Tagebau Cottbus-Nord wurde der Abraum seit 1983 mithilfe zweier Eimerkettenbagger abgetragen, die an eine Abraumförderbrücke vom Typ F34 angeschlossen sind. Der Abraum wurde über die Förderbrücke abtransportiert und auf der Haldenseite verkippt. Von 1985 bis 1991 war eine zweite Abraumförderbrücke vom Typ F34 in Kombination mit zwei Eimerkettenbaggern im Einsatz. Die zweite Brücke wurde im Jahr 1995 gesprengt. Im Rahmen der Einstellung der Förderung zum Jahresende 2015 erreichte die Abraumförderbrücke im August 2015 ihre Endstellung und stellte ihren Betrieb ein. Bis 1995 war zusätzlich ein Vorschnittbetrieb im Einsatz. Die Rohbraunkohle wurde zuletzt von je zwei Eimerketten- und Schaufelradbaggern gefördert und direkt in Züge verladen. Der Tagebau Cottbus-Nord war der letzte Braunkohle-Tagebau Deutschlands mit direkter Zugbeladung. Die Kohleförderung wurde am 23. Dezember 2015 mit dem letzten Kohlezug zum Kraftwerk Jänschwalde eingestellt[5].

Geräte im Brückenbetrieb[Bearbeiten]

Eimerketten bei der Arbeit

Geräte im Grubenbetrieb[Bearbeiten]

Schaufelradbagger 1555 SRs 702
  • Eimerkettenbagger 304 ERs 500
  • Eimerkettenbagger 322 ERs 500
  • Bandwagen 740 BRs 1200
  • Bandwagen 741 BRs 1200
  • Schaufelradbagger 1555 SRs 702
  • Schaufelradbagger 1556 SRs 704

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tagebau Cottbus-Nord – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. https://www.rbb-online.de/wirtschaft/thema/2014/kohle/welzow/beitraege/tagebau-cottbus-nord-ist-geschichte-braunkohle-lausitz.html
  2. Dokumentation bergbaubedingter Umsiedlungen, Archiv verschwundener Orte, Forst 2010, S. 93
  3. Wandlung und Perspektiven - Teil 15: Welzow-Süd/Jänschwalde/Cottbus-Nord - Herausgeber: Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) Unternehmenskommunikation
    (PDF-datei; 11,8 MB) siehe auf Seiten 2; ab Seite 10 (bzw. 8)
  4. Schossig, Wolfgang: Bergbau in der Niederlausitz, Cottbus 2007, S. 104
  5. https://www.rbb-online.de/wirtschaft/thema/2014/kohle/welzow/beitraege/tagebau-cottbus-nord-ist-geschichte-braunkohle-lausitz.html