Tatort: Duisburg-Ruhrort

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Logo der Reihe Folge der Reihe Tatort
Originaltitel Duisburg-Ruhrort
Tatort duisburg ruhrort.svg
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Produktions-
unternehmen
Bavaria Atelier GmbH für den WDR
Länge 97 Minuten
Einordnung Folge 126
Erstausstrahlung 28. Juni 1981 auf Deutsches Fernsehen
Stab
Regie Hajo Gies
Drehbuch Horst Vocks
Thomas Wittenburg
Produktion Bernd Schwamm
Musik Klaus Doldinger (Vorspann)
Kamera Axel Block
Schnitt Felicitas Lainer
Besetzung
Episodenliste

Duisburg-Ruhrort ist ein Fernsehfilm aus der Fernseh-Kriminalreihe Tatort der ARD und des ORF.

Der Film wurde vom WDR produziert und am 28. Juni 1981 zum ersten Mal gesendet. Er ist die 126. Folge der Tatort-Reihe und der erste mit Kommissar Schimanski.

Handlung[Bearbeiten]

Im Binnenhafen von Duisburg wird die Leiche des Binnenschiffers Heinz Petschek gefunden. Er wurde verprügelt und mit einem Messer tödlich verletzt. Kommissar Schimanski muss mit seinem Kollegen Christian Thanner diesen Fall aufklären. Kriminaloberrat Königsberg legt ihm wegen seiner Milieunähe den Fall nahe. Schimanski ermittelt zuerst im Umfeld des Toten. Da Petschek bei der Familie Losse gemeldet war, befragt er Herrn Losse und erfährt, dass das Opfer mit seiner Gattin sowie Frau Poppinga, der Frau eines anderen Binnenschiffers, fremdging. Durch Frau Poppinga erfährt Schimanski, dass die Affäre mit Petschek ihrem Ehemann Jan Poppinga bekannt war. Schimanski sucht ihn in der Kneipe „Zum Anker“ auf und nimmt ihn fest, nachdem Poppinga zugegeben hat, das Opfer zur Tatzeit verprügelt zu haben.

Weitere Recherchen der Kommissare ergeben, dass Petschek seinen Arbeitgeber gewechselt hatte. Es stellt sich heraus, dass Petschek sich für sozialistische und türkische Kultur interessiert und beim Binnenschiffer Wittinger anheuert hatte. Plötzlich taucht die Leiche eines Türken auf. Die Spur führt die Ermittler in einen Metallbetrieb, wo der Türke arbeitete. Schimanski kontaktiert über einen Freund die türkische Gewerkschaft, die ihm eröffnet, dass beide Opfer einem Waffenschieberring auf der Spur waren. Petschek hatte eine Anstellung bei Wittinger angenommen mit der Absicht, in das Netz einzudringen. Sein türkischer Kontaktmann sollte der Gewerkschaft dann die Beweise liefern. Doch dann wird das Lokal überfallen, und Schimanski erkennt Ali Engin, einen Kollegen des ermordeten Gewerkschafters aus dem Metallbetrieb und liefert sich eine Schießerei mit ihm. Bei dem nach der Schießerei entflohenen Engin findet Kollege Schubert auch Beweismaterial in Form von Pistolen der Marke FN.

Prompt ordnet Schimanski eine Durchsuchung bei Wittinger an und wird fündig. Das Labor entdeckt Blut und Stofffetzen der Jacke des Türken in Wittingers Auto. Wittinger gesteht, dass er durch Ali Engin im Nacken gezwungen war, sich des türkischen Gewerkschafters zu entledigen, als dieser auf seinem Schiff schnüffelte. Doch der Mord an Petschek ist Wittinger nicht nachzuweisen, denn es stellt sich heraus, dass Herr Losse im Affekt Heinz Petschek im Streit erstochen hatte, nachdem dieser von Poppinga verletzt liegen gelassen worden war.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Anfangsszene bekam eine Hommage in der späteren Schimanski-Folge Tod in der Siedlung, in der das Ende ähnlich mit Fenster und Musik in Szene gesetzt wurde. Das Lied aus dem Kassettenrecorder zu Anfang, das Schimanski anstellt, ist Leader of the Pack von den Shangri-Las aus dem Jahr 1964. Es sollte gleichzeitig einen Charakterzug aus der Jugend der Figur symbolisieren.

In der Folge Duisburg-Ruhrort befindet sich Schimanskis Wohnung in Duisburg-Wanheim. Der Blick aus dem Dachgeschoss des Wohnhauses am Biegerpark reicht bis Rheinhausen, wo das damals dort befindliche Krupp-Werk zu sehen ist.

In einer Szene bleibt Schimanski vor einem Werbeplakat für Sofortbildkameras stehen und bindet sich die Schuhe. Auf dem Plakat sieht man den Schauspieler Hansjörg Felmy, der zuvor in Tatort-Folgen des WDR die Figur des Kommissar Haferkamp verkörpert hatte.

Weblinks[Bearbeiten]