Tatort: Inferno

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Folge der Reihe Tatort
OriginaltitelInferno
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Länge89 Minuten
EinordnungFolge 1090 (Liste)
Erstausstrahlung14. April 2019 auf Das Erste
Stab
RegieRichard Huber
DrehbuchMarkus Busch
ProduktionGabriele Graf
Meike Savarin
MusikDürbeck & Dohmen
KameraRobert Berghoff
SchnittKnut Hake
Besetzung

Inferno ist ein Fernsehfilm aus der Fernseh-Kriminalreihe Tatort, der am 14. April 2019 erstmals im Ersten gesendet wurde. Es ist die 1090. Folge der Tatort-Reihe und der 14. Fall der Ermittler Faber, Bönisch und Dalay, davon der vierte mit Pawlak.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Internistin Dr. Gisela Mohnheim wird frühmorgens tot im Ruheraum der Notaufnahme des Krankenhauses gefunden. Sie ist teilweise entkleidet, ihr Kopf steckt in einer Plastiktüte. Man erwägt einen Suizid, aber die Zimmertür war von außen verschlossen. Die Dortmunder Kommissare Faber, Bönisch, Dalay und Pawlak stoßen auf überlastete Ärzte und Pfleger, die für akute Notfälle im Dauereinsatz sind. Der Chefarzt der chronisch unterbesetzten Abteilung schließt aus, dass jemand vom Klinikpersonal etwas mit dem Tod der Kollegin zu tun haben könnte. Eine Patientin erinnert sich aber, einen Streit der Internistin mit einem Mann und eine Umarmung mitbekommen zu haben. Diese Zeugin wird kurz darauf nur knapp vor den tödlichen Folgen eines Behandlungsfehlers gerettet. Wollte jemand sie beseitigen? Die Ermittler verdächtigen zunächst einen Pfleger. Dieser nimmt sich jedoch das Leben. Es stellt sich heraus, dass er unglücklich verliebt in die Ärztin war. Diese allerdings war mit dem Chefarzt liiert. Der Pfleger erforschte den Werdegang des Psychiaters und fand heraus, dass seine ärztlichen Examina gefälscht sind. Möglicherweise war auch das Mordopfer informiert. Kommissar Faber mit seinen Traumata hatte allerdings Vertrauen zu dem falschen Arzt gefasst und sucht ihn privat auf. Im Gespräch ist derselbe geständig, seine Lüge durch Mord verdeckt zu haben. Er will aber auch Faber ums Leben bringen. Dieser wird von den Kollegen gerettet, rast dann aber kurz darauf dem Täter auf der Flucht ins Auto, der festgenommen wird. Der verletzte Faber wird in die Notaufnahme eingeliefert.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde vom 4. April bis 4. Mai 2018 gedreht.[1]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Spiegel online erhielt der Film eine Bewertung von acht von zehn möglichen Punkten. Autor Christian Buß lobte die Verknüpfung des Kriminalfalles mit Fabers persönlichem Trauma: „Wenn um einen herum alle krank sind, kann der eigene Krankheitszustand ja nur ein Ermittlungsvorteil sein.“[2]

Der Film-Dienst bewertete den Film mit drei von fünf möglichen Sternen und beurteilte ihn als einen Krimi, der als Psychodrama markante Akzente setze. Die weitgehende Konzentration auf den Mikrokosmos Notaufnahme sei ambitioniert, gewinne durch die vereinfachende Darstellung aber keine gesellschaftliche Brisanz.[3]

Die Journalistin Claudia Schwartz fasste den Film in der NZZ als „ein psychologisch starkes Stück“ zusammen und lobte: „Mehr Überraschung und mehr Spannung bis zur nächsten Folge geht nicht, Chapeau!“ Das menschliche Drama in dem Film sei „ziemlich eindrücklich“.[4]

Einschaltquoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erstausstrahlung von Inferno am 14. April 2019 wurde in Deutschland von 8,63 Millionen Zuschauern gesehen und erreichte einen Marktanteil von 24,6 % für Das Erste.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tatort: Inferno bei crew united
  2. Christian Buß: Der Tod kommt in Tüten. In: Spiegel Online. 12. April 2019, abgerufen am 13. April 2019.
  3. Tatort - Inferno. In: Filmdienst. Abgerufen am 22. April 2019.
  4. Claudia Schwarz: «Tatort» aus Dortmund: Es ist keine Heilung in Sicht, in: NZZ vom 14. April 2019, abgerufen am 22. April 2019
  5. Sidney Schering: Sonntag, 14. April 2019. In: Quotenmeter.de. 15. April 2019, abgerufen am 15. April 2019.