Tatort: Mord ist kein Geschäft

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Folge der Reihe Tatort
OriginaltitelMord ist kein Geschäft
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Produktions-
unternehmen
SDR
Länge101 Minuten
AltersfreigabeFSK 12[1]
EinordnungFolge 144 (Liste)
Erstausstrahlung9. Januar 1983 auf ARD
Stab
RegieTheo Mezger
DrehbuchFelix Huby
ProduktionBertram Vetter
MusikJonas C. Haefeli
KameraJustus Pankau
SchnittHans Trollst
Besetzung
Chronologie

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Mord ist kein Geschäft ist die 144. Folge der Fernsehreihe Tatort. Die vom Süddeutschen Rundfunk produzierte Folge wurde erstmals am 9. Januar 1983 im Ersten Programm der ARD ausgestrahlt. Für Kriminalhauptkommissar Eugen Lutz (Werner Schumacher) ist es der 13. Fall. Es geht um den Mord an einem jungen Mann und dessen Verstrickungen in Schutzgelderpressungen von Gastwirten.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Bauer entdeckt in einem auf einem Waldweg abgestellten Wohnmobil die Leiche des erschlagenen Günther Happel. Dieser wurde offensichtlich bereits tot zum Fundort transportiert, amtlich gemeldet war Happel auf einem Campingplatz auf den Cannstatter Wasen. Als Lutz und Wagner sich auf dem Campingplatz umsehen, fällt ihnen Alfons Kehl auf, der sich nach dem Toten erkundigt. Den Beamten gegenüber gibt Kehl an, mit Happel verabredet gewesen zu sein, auf dessen Tod reagiert Kehl überrascht. Kriminalhauptmeister Müller aus der Abteilung Organisierte Kriminalität informiert Lutz und Wagner darüber, dass Kehl in Schutzgelderpressungen vorwiegend ausländischer Gastwirte verwickelt und wegen diverser Delikte vorbestraft ist. Eine Gruppe von Gastwirten um den Griechen Costas und den Türken Hasan Önökyl versucht, sich gegen die Erpressungen zur Wehr zu setzen, Happel könnte auf der Seite der Wirte gestanden haben. Lutz und Wagner suchen Horn auf, der mit Happel befreundet gewesen sein soll, dieser sagt aus, für Happel eine Art Vaterfigur gewesen zu sein, seitdem er einige Zeit mit Happels Mutter liiert war. Happel habe Kontakt zu Leuten gehabt, die einen schlechten Einfluss auf ihn ausübten, wie eben zu Kehl. Dieser sei Happels Vorgesetzter in einem Lokal gewesen, Horn bestätigt auch, dass Kehl Önökyl und Costas, sowie weitere ausländische Gastwirte erpresst habe. Er habe Happel geraten, von Kehl Abstand zu nehmen.

Wagner sucht Costas auf, dieser gibt an, Happel gekannt zu haben und mit Önökyl befreundet zu sein, der Tod von Happel scheint ihn nicht zu überraschen. Lutz sucht Önökyl auf und trifft dort auf Leute, die dessen Mobiliar zerschlagen, gemeinsam mit Kollegen kann er einen der Schutzgelderpresser festnehmen. Önökyls Tochter Aischa kann den Festgenommenen als Mehmed Devecz identifizieren, als Wagner Aischa nach Hause fährt, erzählt sie Wagner, dass sie Angst habe. Sie weiß, dass Happel für Kehl gearbeitet hat, hat aber auch gehört, dass er sich von Kehl lossagen und sich auf die Seite der ausländischen Wirte schlagen wollte. Am nächsten Morgen erfahren Lutz und Wagner, dass Happel erst nach seinem Tod in sein Wohnmobil gelegt worden war. Die Beamten fahren zu Alfons Kehl, dessen Chef Sakowsky gibt diesem ein Alibi für die Tatzeit, Sakowsky behauptet, ebenfalls Opfer der Schutzgelderpresser zu sein. Die Beamten nehmen sich Mehmed Devecz vor, doch dieser schweigt beharrlich. Lutz und Wagner fahren anschließend zu Horn, dieser gibt ihnen Auflistungen Happels zu Straftaten, die Sakowsky und Kehl angeblich begangen haben sollen. Wagner fährt daraufhin auf Geheiß von Lutz zu Kehl und deutet an, etwas über ihre Geschäfte zu wissen, um die Gangster nervös zu machen. Als Wagner sich privat mit Aischa trifft, um etwas über die Schutzgelderpressungen zu erfahren, droht Kehl ihr unbemerkt von Wagner, woraufhin sie sich Wagner gegenüber verschließt.

Am Wochenende sucht Sakowsky, der durch Wagners Besuch in seinem Lokal aufgeschreckt wurde, Lutz auf. Auf dessen Vorhalt, durch Happels Liste über seine Geschäfte Bescheid zu wissen, bestreitet Sakowsky den Mord und sagt aus, dass Happel sich nur scheinbar auf die Seite der Gastwirte geschlagen habe, um seinen persönlichen Vorteil zu suchen. Önökyl habe dies durchschaut und Happel daraufhin umgebracht. Lutz sucht noch am Abend Önökyl auf, dieser bestreitet, dass Happel am fraglichen Abend bei ihm war. Kurz darauf erfahren Lutz und Wagner aus dem Polizeilabor, dass Happel mit einem Gipsgegenstand erschlagen wurde. Aischa trifft sich mit Wagner und erzählt ihm, dass Happel am Tatabend sehr wohl im Restaurant der Familie Önökyl war, anstatt sich auf ihre Seite zu stellen, habe er plötzlich selbst Schutzgeld verlangt. Önökyl habe daraufhin Happel laut gedroht, ihn umzubringen und sich geweigert, zu zahlen, sie beteuert, dass ihr Vater unschuldig sei und jemand anderes die Drohungen gehört haben müsse. Happel habe daraufhin gedroht, Sakowsky alles zu erzählen. Später am Abend sieht Lutz zufällig Aischa zu Horn fahren, den sie angeblich nur flüchtig kennt. Er sucht Horn auf und erfährt, dass Horn und Aischa schon seit deren Kindheit befreundet sind und er ihr Klavierunterricht gibt. Im Gegensatz zu Happel sei sie ihm immer beigestanden, Happel sei ein gewissenloser Intrigant gewesen. Am nächsten Morgen erhält Lutz Radarfotos von Happels Wohnmobil aus der Tatnacht, die wegen Geschwindigkeitsüberschreitung in der Nähe von Sakowskys Restaurant aufgenommen wurden, am Steuer sitzt eine dunkelhaarige junge Frau, die Sakowskys Angestellte Ann Strickler sein könnte. Lutz schickt Wagner in Sakowskys Restaurant, dieser nimmt dort Ann und Alfons Kehl wegen Beihilfe zum Mord vorläufig fest. Unterdessen lässt Lutz die Radarfotos vergrößern und findet heraus, dass nicht Ann Strickler, sondern Aischa am Steuer des Wohnmobils fotografiert worden ist.

Als Lutz Aischa aufsuchen will, stellt er fest, dass sie entführt worden ist. Sakowsky, der empört wegen Lutz‘ Verdacht gegen ihn ist, hat die junge Frau entführt und will aus dieser ein Geständnis herauspressen. Unterdessen gesteht Önökyl Lutz gegenüber den Mord an Happel, er zeigt Lutz die angebliche Tatwaffe aus Eisen, obwohl Happel mit einem Gipsgegenstand erschlagen wurde. Während Lutz Önökyl im Auge behält und diesem zu Sakowsky folgt, sucht Horn Wagner auf, beide fahren zu Sakowsky. Önökyl und Sakowsky beteuern sich gegenseitig ihre Unschuld an Happels Tod, als Lutz hinzukommt. Kurz darauf treffen auch Wagner, Horn und die Verstärkung ein. Unterdessen beteuert Sakowsky auch Lutz gegenüber, unschuldig zu sein, er mache Geschäfte und Mord sei kein Geschäft. Als Lutz Aischa anhand des Ringes an ihrer Hand als Fahrerin von Happels Wohnmobil identifiziert und sie festnehmen will, kommt Horn hinzu und gesteht den Mord, Aischa hatte ihm lediglich helfen wollen.

Einschaltquote und Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Erstausstrahlung konnte diese Folge 11,26 Mio. Zuschauer binden, was einem Marktanteil von 33 % entsprach. Die Folge wurde in Stuttgart, und Umgebung, Ohmden, Kirchheim/Teck und dem Studio 1 des SDR zwischen dem 7. Juni und dem 16. Juli 1982 gedreht.[2]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kritiker der Fernsehzeitschrift TV Spielfilm beurteilen diesen Tatort positiv und kommentieren: "Spannender Krimi, in dem es auch menschelt".[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Tatort: Mord ist kein Geschäft. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. Tatort: Mord ist kein Geschäft Daten zum 144. Tatort bei tatort-fundus.de
  3. Tatort: Mord ist kein Geschäft Kurzkritik auf tvspielfilm.de, abgerufen am 3. November 2015.