Teufel in Blau

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Filmdaten
Deutscher TitelTeufel in Blau
OriginaltitelDevil in a Blue Dress
ProduktionslandVereinigte Staaten
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1995
Länge97 Minuten
AltersfreigabeFSK 16
Stab
RegieCarl Franklin
DrehbuchCarl Franklin
ProduktionJesse Beaton,
Jonathan Demme,
Gary Goetzman,
Edward Saxon
MusikElmer Bernstein
KameraTak Fujimoto
SchnittCarole Kravetz
Besetzung

Teufel in Blau (Originaltitel: Devil in a Blue Dress) ist ein US-amerikanischer Thriller von Carl Franklin aus dem Jahr 1995. Das Drehbuch schrieb Carl Franklin anhand eines Romans von Walter Mosley.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Afroamerikaner Easy Rawlins war als Soldat Teilnehmer des Zweiten Weltkriegs. Er sucht im Jahr 1948 in Los Angeles eine Arbeit. Sein Freund Joppy macht ihn mit dem weißen DeWitt Albright bekannt, der ihm 100 US-Dollar bietet, wenn Rawlins die untergetauchte Daphne Monet findet. Monet, eine Freundin des vermögenden Politikers Todd Carter, verbringt ihre Freizeit in Jazzclubs im Stadtteil South Los Angeles.

Rawlins sucht die Frau und wird in zwei Mordfälle verwickelt. Es stellt sich heraus, dass DeWitt Albright in Wahrheit für den Konkurrenten des Politikers arbeitet und er nachweisen will, dass diese Frau zum Teil afrikanischer Abstammung ist, um ihn in den kommenden Wahlen auszuschalten. Außerdem hatte sie Fotos, die bewiesen, dass dieser Politiker pädophil ist. Aus diesem Grund wurden die Morde begangen, um die Leute umzubringen, die auch über diese Fotos wussten. Dabei hatten Dewitt und Joppy es für ihn getan, um es ihm dann in die Schuhe zu schieben. Als Rawlins es durchschaut, indem er Kontakt mit Todd Carter herstellt, der ihn für viel Geld engagiert, um Daphne zu retten, und mit Daphne später darüber spricht, wird Daphne von DeWitt und zwei seiner Männer entführt, nichtwissend, dass Rawlins über alles Bescheid weiss.

Er entführt mit Hilfe eines Freundes daraufhin Joppy, bringt ihn dazu zu sagen, wo Daphne ist, die sie vorhaben zu töten, nachdem sie die Fotos und die Beweise haben über ihre Beziehung zu Todd. Er schafft es ihr Leben zu retten, wobei er auch die Fotos bergen kann. Dabei kommen die DeWitt und seine zwei Männer ums Leben, während Joppy von seinem Freund getötet wird, als er vorhatte wegens seiner Verbrechen gewaltsam zu fliehen. Daraufhin geht er zu Carter, der ihn für die Arbeit gut bezahlt und als Dank für die Fotos, die er ihm zusätzlich gibt, um seinen Konkurrenten auszuschalten, sorgt er dafür, dass die Polizei ihn wegen der Morde in Zukunft in Ruhe lässt. Daphne verlässt später in Trauer die Stadt, als ihr klar wird, dass Carter keine Beziehung aufgrund der Umstände zu ihr haben kann

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

James Berardinelli schrieb auf ReelViews, der Film halte nach der ersten halben Stunde mit einem „langsameren“ Tempo das Interesse des Publikums aufrecht. Am interessantesten sei jedoch nicht die Handlung, sondern die Motivation der Charaktere.[1]

Das Lexikon des internationalen Films schrieb: „Die erstaunlich leise und einfühlsam geschilderte Story verbindet sich mit einer sorgfältigen, atmosphärisch dichten Rekonstruktion der Lebensverhältnisse der schwarzen Bevölkerung von Los Angeles im Jahr 1948 zu einem aufschlußreichen historischen Exkurs in die Ursprünge gesellschaftlicher Mißstände im heutigen Amerika. Vorbilder des klassischen "film noir" werden dabei auf eigenständige und fesselnde Weise verarbeitet.“[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film, sein Soundtrack, Jennifer Beals und Don Cheadle wurden im Jahr 1996 für den Image Award nominiert. Don Cheadle gewann 1995 den Los Angeles Film Critics Association Award und wurde 1996 für den Screen Actors Guild Award nominiert. Carl Franklin wurde 1995 für den Golden Seashell des Festival Internacional de Cine de Donostia-San Sebastián nominiert; 1996 wurde er für den Edgar Allan Poe Award nominiert. Don Cheadle und Tak Fujimoto gewannen 1996 den National Society of Film Critics Award.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde in Los Angeles, in Malibu, in Pasadena und in Piru (Kalifornien) gedreht.[3] Er hatte seine Weltpremiere am 16. September 1995 auf dem Toronto Film Festival. [4] Der Film spielte in den Kinos der Vereinigten Staaten ca. 16 Millionen US-Dollar ein.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kritik von James Berardinelli
  2. Teufel in Blau. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.
  3. Filming locations für Devil in a Blue Dress
  4. Premierendaten für Devil in a Blue Dress
  5. Box office / business für Devil in a Blue Dress