Theater im OP

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Das ThOP im Mai 2008

Das Theater im OP (ThOP) ist das Universitätstheater der Georg-August-Universität Göttingen. Mit einem ganzjährigen En-suite-Spielbetrieb und ca. 12 Premieren jährlich ist es das größte Studententheater Deutschlands[1] und zählt zu den größten Studententheatern Europas.[2]

Gegründet wurde das ThOP 1984 von der dramaturgischen Abteilung des Seminars für Deutsche Philologie.[3] Seine Hauptaufgabe ist die Vermittlung theaterpraktischer Fähigkeiten und Erfahrungen. Das ThOP nutzt einen ehemaligen Schauoperationssaal der alten chirurgischen Klinik der Göttinger Universität als Bühne,[4] woraus sich auch der Name ableitet. Eine Besonderheit dieses Spielorts ist seine Arenabühne. Im Gegensatz zu den sonst üblichen Guckkastenbühnen sitzen hier die Zuschauer zu drei Seiten auf Tribünen und das Schauspiel findet in der Mitte des Saales statt.[5]

Neben theaterinteressierten Germanistik-Studenten steht das ThOP auch Studenten aller anderen Fachrichtungen und überhaupt allen interessierten Menschen der Region offen, um praktische Theatererfahrung zu sammeln. Neben der Schauspielerei bietet das ThOP auch Raum und Betätigungsfeld für angehende oder ausprobierende Maskenbildner, Bühnenbauer, Beleuchter und Regisseure.

Das Repertoire umfasst neben Klassikern und Gegenwartsdramatik ebenso Uraufführungen des hauseigenen Dramatikerwettbewerbs. 2004 schrieb das ThOP zum ersten Mal seinen Dramatikerwettbewerb aus. Den ersten Platz belegte Thor Truppel mit „0438 & 0439 oder Und dann kam die Flut“. Das Stück wurde 2005 uraufgeführt. 2006 gewann Hans Jürgen Kugler mit „Aus dem Staub“, das im Oktober 2006 sowie beim 24. Norddeutschen Theatertreffen 2007 aufgeführt wurde. 2007 gewann Dieter Baldo mit „Jenny Blum“, das im April 2008 uraufgeführt wurde. Auch 2009 und 2011 wurden Dramatikerwettbewerbe ausgerichtet, und zwar zu den Themen „Theater aus der Yuccapalme – Morbides, Komisches und Banales urbaner Mythen“ und „… und wovon träumst du nachts?“.[6] Der jüngste Wettbewerb trug den Titel „Nach dem Fall“. Die Siegerstücke wurden im April 2014 uraufgeführt.[7]

Ehemals Mitwirkende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.litlog.de/hinter-den-kulissen-des-thop/
  2. http://www.nachtkritik.de/index.php?view=article&id=7883%3Adie-goettinger-theaterlandschaft-und-die-fusionsplaene-um-deutsches-theater-und-junges-theater&option=com_content&Itemid=84
  3. http://www.goettinger-tageblatt.de/Nachrichten/Goettingen/Themen/333-Dinge/Theaterspielen-im-Schau-Operationssaal-der-Chirurgen
  4. Will, Stefanie: Was man in Göttingen nicht verpassen sollte. In: freundin. Nr. 24/2017. Freundin Verlag (Burda), München 2. November 2017, S. 188.
  5. http://zess.uni-goettingen.de/journalistischepraxis/eine-buehnenreife-arbeit/
  6. http://www.goettinger-tageblatt.de/Nachrichten/Kultur/Kultur-vor-Ort/Viel-Drama-Trash-und-wilde-Traeume
  7. http://www.goettinger-tageblatt.de/Nachrichten/Kultur/Kultur-vor-Ort/goettingen-theater-urauffuehrung

Koordinaten: 51° 32′ 31″ N, 9° 56′ 24″ O