Thomas Gebhart

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Thomas Gebhart, 2018

Thomas Gebhart (* 20. Dezember 1971 in Kandel) ist ein deutscher Politiker der CDU. Seit 2009 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages für den Wahlkreis Südpfalz und seit März 2018 Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Gesundheit.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur am Europa-Gymnasium Wörth 1991 leistete Gebhart seinen Zivildienst im St. Vincentius-Krankenhaus in Karlsruhe. 1992 nahm er das Studium der Betriebswirtschaftslehre und Politikwissenschaft in Mannheim und Birmingham auf und promovierte 2002 mit einer Arbeit über direkte Demokratie zum Dr. rer. pol. 1998 wurde er Assistent des Bundestagsabgeordneten Heiner Geißler. Von 2002 bis 2003 war er Angestellter der BASF. Gebhart ist verheiratet und hat ein Kind. Er lebt mit seiner Familie in Jockgrim.[1]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1989 trat Gebhart in die Junge Union ein, 1996 wurde er Mitglied der CDU. Im Jahr 1999 wurde er Mitglied des Kreistages Germersheim, 2002 Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Germersheim. Von 2003 bis 2009 war Gebhart Mitglied des rheinland-pfälzischen Landtages sowie des Oberrheinrates. Er war direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Germersheim und umweltpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag. Im November 2007 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden des CDU-Bezirksverbandes Rheinhessen-Pfalz gewählt.

Bei der Bundestagswahl 2009 gewann er den Wahlkreis 212 Südpfalz mit 40,7 %, 2013 mit 48,8 % und 2017 mit 40,3 % der Stimmen[2]. Der direkt gewählte Abgeordnete war bis zur Ernennung zum Parlamentarischen Staatssekretär ordentliches Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und stellvertretendes Mitglied im Haushaltsausschuss sowie Schriftführer.[3]

Als Berichterstatter der Unionsfraktion im Deutschen Bundestag für Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz war Gebhart am Zustandekommen des Verpackungsgesetzes beteiligt, durch das die Produktverantwortung gestärkt und die Recyclingquoten erhöht werden.[4] Gebhart setzte sich zudem für eine Selbstverpflichtung des Deutschen Einzelhandels ein, wonach Kunststofftüten nicht mehr kostenlos abgegeben werden sollen. Diese wurde im April 2016 unterzeichnet.[5] In der Folge sank der deutsche Verbrauch an Kunststofftüten deutlich.[6]

Gebhart ist Mitglied der Deutsch-Britischen und der Deutsch-Französischen Parlamentariergruppe sowie des „Parlamentarischen Freundeskreises Berlin-Taipei“.

Am 15. März 2018 wurde Gebhart zum Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Gesundheit ernannt.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Thomas Gebhart – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Thomas Gebhart: Thomas Gebhart. Abgerufen am 27. März 2018.
  2. Der Bundeswahlleiter: Ergebnisse Südpfalz - Der Bundeswahlleiter. Abgerufen am 27. März 2018.
  3. Deutscher Bundestag - Dr. Thomas Gebhart, CDU. In: Deutscher Bundestag. (bundestag.de [abgerufen am 27. März 2018]).
  4. Entsorgung von Verpackungen wird ökologischer. Abgerufen am 27. März 2018.
  5. Kostenpflicht für Kunststofftüten ist richtige Maßnahme für weniger Abfall. Abgerufen am 27. März 2018.
  6. Christine Hintze: Handelsverband Deutschland (HDE) - Ein Drittel weniger Kunststofftüten in Deutschland. Abgerufen am 27. März 2018 (deutsch).
  7. Jens Spahn zum Bundesgesundheitsminister ernannt. In: bundesgesundheitsministerium.de. Abgerufen am 21. März 2018.