Thomas Schmidt (Kirchenmusiker)

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Thomas-Schmidt 2013

Thomas Schmidt (* 10. November 1960 in Waldbröl) ist ein deutscher Kirchenmusiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schmidt begann im Alter von acht Jahren mit Klavierunterricht, 1974 kam Orgelunterricht dazu. Während der Schulzeit nahm er an Chorleiterkursen des Christlichen Sängerbundes teil und erreichte 1978 die D-Prüfung als Organist. Nach dem Abitur am Hollenberg-Gymnasium in Waldbröl und zwei Jahren Zivildienst in einer Werkstatt für Behinderte in Wiehl studierte er evangelische Kirchenmusik an der Staatlichen Hochschule für Musik und Tanz in Köln, im Fach Chorleitung bei Henning Frederichs und im Fach Orgel bei Peter Dicke und Wolfgang Stockmeier, Tonsatz bei Günter Fork. 1985 legte er das A-Examen mit Auszeichnung in liturgischem Orgelspiel[1] ab. Ab 1987 studierte er Kapellmeister an der Hochschule der Künste in Berlin bei Hans-Martin Rabenstein und Robert Wolf. Dieses Studium schloss er 1991 erfolgreich ab. Seit 1982 wirkte er als Organist in der Kirchengemeinde Köln-Ehrenfeld und gibt viele Konzerte. Von 1987 bis 1992 arbeitete er als Kantor an der Dankeskirche in Berlin-Wedding. 1993 wurde er zum Kantor an die Marktkirche in Neuwied am Rhein berufen und zum Kreiskantor des Kirchenkreises Wied. Gute Zusammenarbeit pflegt er dort mit seinem Neuwieder Kollegen Kantor Bernd Kämpf.[2] 1997 bis 1999 lehrte er Dirigieren an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln. Zum Wintersemester 2009 übernahm er, ebenfalls an der Hochschule für Musik und Tanz Köln, einen Lehrauftrag für das Fach „Hymnologie und Gemeindesingen“.[3] Schmidt initiierte mit dem Aufkommen des Internets eine Mailingliste (Kirchenmusikliste) für Kirchenmusiker. Für seine Verdienste um die Kirchenmusik wurde er 2011 zum Kirchenmusikdirektor ernannt.[4] Im Jahr 2015 übernahm er die Leitung des Studiengangs Evangelische Kirchenmusik an der Hochschule für Musik und Tanz Köln.[5]

Chöre und Ensembles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kantorei der Marktkirche
  • Neuwieder Konzertchor
  • Cappella Vocale Neuwied
  • Gospelchor Neuwied
  • Jugendchor „Vivace“
  • Kinderchor „Crescendo“

Tondokumente[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • „Christ ist erstanden“; Improvisation an der Kleuker-Orgel der Marktkirche in Neuwied (YouTube)
  • Orgelwerke von Beate Leibe (YouTube)

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Thomas Schmidt: Singen als Selbst- und Gotteserfahrung. in: Handbuch Gemeinde & Presbyterium: Spiritualität. Medienverband der Evgl. Kirche im Rheinland gGmbH.
  • Thomas Schmidt und Mechthild Brand: Ohne Musik läuft hier gar nichts - Kirchenmusikalische Potenziale entdecken und pflegen. in: Thema: Gottesdienst, Ausgabe 23/2005, herausgegeben von der Arbeitsstelle Gottesdienst der Evangelischen Kirche im Rheinland
  • Thomas Schmidt u. Martin Evang: Liturgische Gesänge der Gemeinde - Vorschläge zur Gestaltung von Kontinuität und Wechsel. Thema: Gottesdienst, Ausgabe 30/2009, herausgegeben von der Arbeitsstelle Gottesdienst der Evangelischen Kirche im Rheinland
  • Thomas Schmidt: Liturgische Gesänge. in: Werkbuch „s!ngen - jede Stimme zählt“, herausgegeben von der Evangelischen Kirche im Rheinland 2011
  • Thomas Schmidt (et al.): John Bell: Eine andere Art des Gemeindesingens. in: Werkbuch „s!ngen - jede Stimme zählt“. Herausgegeben von der Evangelischen Kirche im Rheinland 2011
  • Thomas Schmidt: „Glaube, Hoffnung, Liebe“ statt „Einigkeit und Recht und Freiheit“ - Geistliche Liedtexte auf bekannte Melodien schreiben - geht das gut?. in: Württembergische Blätter für Kirchenmusik 3/2012. Herausgeber: Evangelische Kirchenmusik in Württemberg e.V.
  • Thomas Schmidt: Das, was mich singen machet, ist, was im Himmel ist - Singen als Quelle der Spiritualität. in: Mehr als tausend Worte ... Zum Verhältnis von Wort und Musik im Verkündigungsgeschehen. Evgl. Akademie im Rheinland 2013

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.mhs-koeln.de/dozenten.html, abgerufen am 27. Oktober 2009
  2. https://www.youtube.com/watch?v=5qFqNpcszQM
  3. Vorlesungsverzeichnis Wintersemester 2009/2010
  4. www.ekir.de, abgerufen am 27. Januar 2011
  5. Studiengang Evangelische Kirchenmusik, abgerufen am 7. Oktober 2015