Thomas Ziegler (Schriftsteller)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Thomas Ziegler war das Pseudonym des in Wuppertal aufgewachsenen deutschen Science-Fiction-Schriftstellers und Übersetzers Rainer Friedhelm Zubeil (* 18. Dezember 1956 in Könau, heute ein Ortsteil von Wieren; † 11. September 2004 in Köln). Weitere Pseudonyme waren Helmut Horowitz, Tommy Z., John Spider und Henry Quinn.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seinen ersten eigenständigen Roman Eisvampire schrieb Zubeil 1977 unter dem Pseudonym Henry Quinn, das er später auch für gemeinschaftliche Werke mit Uwe Anton und Ronald M. Hahn benutzte, der diesen Decknamen zuerst verwendete und dem Kollegen sozusagen „auslieh“.[1] Für Die Stimmen der Nacht erhielt er den Kurd-Laßwitz-Preis zweimal: 1984 für die ursprüngliche Erzählung und 1994 für den daraus entstandenen Roman mit demselben Titel. Er schrieb in den 80er-Jahren für die Science-Fiction-Serien Die Terranauten (unter dem Pseudonym Robert Quint) und Perry Rhodan. Bei beiden Serien war er zeitweise auch Exposé-Autor. Außerdem schuf er die Science-Fiction-Taschenbuchreihe Flaming Bess sowie die mit zwei Bänden unvollständig gebliebene Fantasy-Serie Sardor. Der als Abschluss geplante dritte Teil wurde fragmentarisch im Nachlass gefunden. Die fehlenden Kapitel wurden von Markolf Hoffmann ergänzt und 2013 veröffentlicht. Außerhalb der SF-Szene schrieb er skurrile, vorwiegend im Kölner Raum angesiedelte Kriminalromane.

Neben der Schriftstellerei war Rainer Zubeil auch als Übersetzer aus dem englischsprachigen Raum tätig; sein Schwerpunkt lag hierbei auf Science-Fiction-Romanen sowie Kompendien und Sachbüchern zu Star Wars. Rainer Zubeil verstarb im September 2004 völlig überraschend an Herzversagen, nachdem er zuvor beim ColoniaCon 2004 der Fan-Gemeinde Hoffnungen auf ein Comeback in der SF-Literatur gemacht hatte. Seinen literarischen Nachlass verwaltet der Autor Ronald M. Hahn.

Werke (Auszug)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Science Fiction und Fantasy[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kriminalromane[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

als Henry Quinn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eisvampire. In: Dämonenkiller. Nr. 29. Pabel, Rastatt 1977.[1]
  • Kontaktplanet Erde. In: TERRA ASTRA. Nr. 542. Moewig, 1982 (mit Ronald M. Hahn).
  • Verschwörung der Dämonen. In: Geister Krimi. Nr. 167. Kelter.[2]
  • Das Böse in Lopez Garcia. In: Geister Krimi. Nr. 199 (mit Uwe Anton[2]).
  • Crispin pokert mit Verrückten. In: Geister Krimi. Nr. 184.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Heinz Wipperfürth: Unsere Mitarbeiter: Zubeil, Rainer. In: Exodus – Magazin für Science-Fiction-Stories und phantastische Grafik. ([1] [abgerufen am 10. August 2007]).
  2. a b Autorenbücherbrief Rainer Zubeil. In: Der phantastische Bücherbrief. September 2004 (online [PDF; 39 kB; abgerufen am 10. August 2007]).