Tim Olrik Stöneberg

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Tim Olrik Stöneberg (* 25. April 1973 in Köln) ist ein deutscher Schauspieler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stöneberg absolvierte von 1999 bis 2002 eine Schauspielausbildung an der Arturo-Schauspielschule in Köln unter der Leitung von Gereon Nussbaum. 2002 erwarb er an der Arturo-Schauspielschule den Abschluss als „Diplom Medien Schauspieler“.

Stöneberg war seit 2002 festes Ensemblemitglied am Theater Trier; dort war er zunächst mit einem Zwei-Jahresvertrag unter Intendant Heinz Lukas-Kindermann engagiert. 2004 erfolgte die Vertragsverlängerung unter dem nachfolgenden Intendanten Gerhard Weber. Stönebergs Vertrag am Stadttheater Trier lief bis zum Ende von Webers Intendanz im Jahr 2015.[1] Am Theater spielte Stöneberg ein breites Rollenspektrum, das häufig komische Rollen umfasste; er verkörperte aber auch den Typus des Gigolos, Casanovas und Herzensbrechers. Im Sommer 2015 endete sein Vertrag am Theater Trier.[2]

Zu Stönebergs Rollen am Stadttheater Trier gehörten unter anderem: Achmed in Sindbad der Seefahrer (2002), Jedermanns Gesell in Jedermann (2003), der Bildhauer Brindsley Miller in der Komödie Komödie im Dunkeln von Peter Shaffer (2004), der Student Philip in der Tragikomödie Das Maß der Dinge von Neil LaBute (2005), die Titelrolle in dem Kindermusical Der Lebkuchenmann von David Wood (2006), Petrusilius Zwackelmann in Räuber Hotzenplotz, Tambourmajor in Woyzeck (2008), La Flèche in Der Geizige (2008), Tybalt in Romeo und Julia (2008), der Journalist Buddy Lawrence in Des Teufels General (2009), Warren in Einer flog über das Kuckucksnest (2009), Alain Reille in Der Gott des Gemetzels (2009), Paul in dem Theaterstück Die goldenen letzten Jahre (2010) von Sibylle Berg und Peter Haack in der Uraufführung des Theaterstücks Ich war Staatsfeind Nr. 1[3], der Bühnenfassung von Wolfgang Welschs gleichnamiger Autobiografie.

In der Spielzeit 2010/11 trat er am Stadttheater Trier als „Er“ (in der einzigen Männerrolle) in dem Theaterstück Orangenhaut von Maja Pelévic auf.[4] In der Eröffnungsinszenierung der Spielzeit 2011/2012 trat Stöneberg von August bis Oktober 2011 als Officer Krupke in dem Musical West Side Story auf.[5] In der Spielzeit 2011/12 spielte er am Stadttheater Trier außerdem: Demetrius in Ein Sommernachtstraum, den Journalisten Ludo Decker in einer Bühnenfassung des Films Keinohrhasen.[6], Graf von Kent in Maria Stuart und Clarks Neffen in Sonny Boys[7] In der Spielzeit 2013/14 übernahm er dort die Rolle des Inspizienten Tim Allgood in der Komödie Der nackte Wahnsinn von Michael Frayn.

Stöneberg trat auch beim Brot und Spiele-Spectaculum im Amphitheater Trier auf.[1] Seit 2006 spielte er dort die Rolle des Antigonus, des Stadtoberhaupts von Augusta Treverorum, einen ehemaligen Sklaven, der zum Widersacher des machtgierigen Gladiatoren Herkules wird.[8]

Stöneberg wirkte auch in einigen Filmproduktionen mit. 2008 hatte er eine Hauptrolle in dem No-Budget-Film Hotep, einem Kunst-Film des Kölner Filmemacher-Duos Falko Jakobs und Gerrit Wustmann.[9] Er spielte Johnny, einen ehemals erfolgreichen Musiker, der nunmehr mit einem Drogen- und Alkoholproblem sein Dasein fristet.[9]

Im April 2013 war Stöneberg in einer Episodenhauptrolle in dem Tatort-Fernsehfilm Eine Handvoll Paradies zu sehen. Er spielte die Rolle des Tim Rowert, einen Neuling in der Motorradgang „Dark Dogs“, der in den Kreis der Rocker aufgenommen werden möchte.[1][10] Im November 2016 war Stöneberg in der Fernsehserie Rentnercops in der Folge Echte Freunde in einer Episodenrolle zu sehen.[11] Im Dezember 2016 war Stöneberg in der ZDF-Serie Heldt in einer Episodennebenrolle zu sehen; er spielte Frank Bauer, den Handlanger eines korrupten niederländischen Bauunternehmers.

Stöneberg wirkte auch in einigen Kurzfilmen mit.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Gladiator am Tatort: Trierer Theater-Schauspieler im ARD-Krimi in Trierischer Volksfreund vom 4. April 2013
  2. "Meine Lieblingsrolle ist immer die nächste" in Trierischer Volksfreund vom 17. August 2015. Abgerufen am 11. Februar 2016
  3. Der Zorn ist spürbar noch Aufführungskritik bei Nachtkritik.de vom 25. April 2010
  4. Schönheit ist ein Spiel mit Masken Aufführungskritik bei Nachtkritik.de vom 23. Januar 2011
  5. West Side Story: Zur Inszenierung des Theater Trier (Memento vom 5. September 2011 im Internet Archive) Besetzung bei kulturfreak.de
  6. Großes Kino im Großen Haus – Premiere “Keinohrhasen” Aufführungskritik; 5vier.de vom 18. Januar 2012
  7. Zwei alte Streithähne – “Sunny Boys” im Theater Trier. Aufführungskritik; 5vier.de vom 12. März 2012
  8. Trierer "Brot & Spiele"-Helden im "Tatort" Bericht in: Wochenspiegel Trier vom 12. August 2012. Abgerufen am 11. Februar 2016.
  9. a b Tim Olrik Stöneberg; »Das Hauptprinzip war: Spaß haben« Interview mit Tim Olrik Stöneberg; Hunderttausend.de; abgerufen am 21. Juli 2013. (online nicht mehr verfügbar)
  10. Tatort-Abend mit Tim und Mutti in Trierischer Volksfreund vom 8. April 2013
  11. Trierer Schauspieler unter Mordverdacht - Tim Olrik Stöneberg heute Abend bei "Rentnercops". In: Trierischer Volksfreund vom 23. November 2016. Abgerufen am 23. November 2016.