U-Bahn-Station Nußdorfer Straße

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Nußdorfer Straße
U-Bahn Wien.svg
U-Bahn-Station in Wien
Nußdorfer Straße
Bahnsteige
Basisdaten
Bezirk: Alsergrund
Koordinaten: 48° 13′ 53″ N, 16° 21′ 9″ OKoordinaten: 48° 13′ 53″ N, 16° 21′ 9″ O
Eröffnet: Stadtbahn 1898,
U-Bahn 1989
Gleise (Bahnsteig): 2 (Seitenbahnsteig)
Nutzung
U-Bahn-Linie: U6
Umsteigemöglichkeiten: 37 38 35A 37A N8 N35 ASTAX N35 ASTAX N36 N38

Die Station Nußdorfer Straße ist eine Station der Wiener U-Bahn-Linie U6 im 9. Gemeindebezirk Alsergrund an der Grenze zum 18. Wiener Gemeindebezirk Währing. Die Hochstation erstreckt sich zwischen dem äußeren und dem inneren Währinger Gürtel auf der Höhe der Sobieskistraße im 9. und der Schrottenbachgasse im 18. Bezirk. Namensgeber ist die 1862 nach dem Vorort Nussdorf benannte Nußdorfer Straße.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Errichtet wurde die Station für die Gürtellinie der Wiener Dampfstadtbahn. In deren frühen Planungen wurde sie teilweise noch als Nussdorfer Linie bezeichnet,[2] bevor sie letztlich den bis heute gebräuchlichen Namen bekam. Die von Otto Wagner im Auftrag der Commission für Verkehrsanlagen in Wien gestaltete Haltestelle gehört mit den Stationen Gumpendorfer Straße, Josefstädter Straße, Alserstraße und Währinger Straße zu den am besten erhaltenen Gürtelstationen. Sie wurde im August 1896[3] baulich fertiggestellt und am 1. Juni 1898 eröffnet. 1918 musste sie, wie fast alle Stationen der Dampfstadtbahn, außer Betrieb genommen werden und ging 1925 als Teil der Wiener Elektrischen Stadtbahn erneut in Betrieb. Außer den reinen Stadtbahnlinien bediente zwischen 1925 und 1945 auch die kombinierte Straßen- und Stadtbahnlinie 18G die Station. Nach Adaptierungsarbeiten für den U-Bahnbetrieb (unter anderem wurden die Bahnsteige am südlichen Ende um einige Meter verlängert) wird die Station seit 1989 von der U6 bedient. Wie alle Gürtelstationen im Otto-Wagner-Stil wird die Station Nußdorfer Straße durch grünlackierte Pendeltür-Eingänge ost- und westseitig betreten. Von der Aufnahmehalle, in der sich ein mobiler Zeitungsverkaufsstand und eine Bäckerei befinden, führen zwei Treppen zu den Richtungsbahnsteigen. Elektronische Anzeigetafeln geben in der Aufnahmehalle Auskunft über die Abfahrt der nächsten beiden Zuggarnituren.

Die Straßenbahnlinien 37 in Richtung Hohe Warte und 38 in Richtung Grinzing halten ein Stück weiter östlich innerhalb des Gürtels in der Nußdorfer Straße und in Fahrtrichtung Schottentor außerhalb des Gürtels in der Döblinger Hauptstraße. Weiters besteht die Möglichkeit, zu den Autobuslinien 35A in Richtung Salmannsdorf und 37A umzusteigen. In unmittelbarer Nähe zur Station befindet sich der Israelitische Friedhof Währing, neben dem Sankt Marxer Friedhof die einzige erhaltene Wiener Begräbnisstätte aus der Zeit der josephinischen Reformen. Weiters befindet sich gegenüber dem westlichen Ausgang die Abstellhalle des Betriebsbahnhofes Gürtel.[4] Über die Schrottenbachgasse ist der Währinger Park zu erreichen. In der Umgebung der Station hat sich seit Ende der 1990er Jahre eine rege Lokalszene entwickelt.

Ursprünglich hätte die Station Nußdorfer Straße ein Trennungsbahnhof werden sollen, an welchem der Verbindungsbogen zur Donaukanallinie abzweigen sollte. Infolge einer kurzfristigen Umplanung begann dieser letztlich aber an der betrieblich eigenständigen Abzweigstelle Nußdorfer Straße, die sich auf freier Strecke circa 300 Meter nördlich der Station befand. Somit blieb Nußdorfer Straße lediglich eine Haltestelle, der als Bauvorleistung entstandene ursprünglich vorgesehene Abzweig ist jedoch bis heute erkennbar.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: U-Bahn-Station Nußdorfer Straße – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Straßenlexikon der Stadt Wien
  2. Arthur Oelwein: Die Stadtbahn. In: Wien am Anfang des XX. Jahrhunderts – ein Führer in technischer und künstlerischer Richtung. herausgegeben vom Österreichischen Ingenieur- und Architekten-Verein, redigiert von Ingenieur Paul Kortz Stadtbaurat, erster Band, Wien 1905, Verlag von Gerlach & Wiedling, Wien, S. 110–122.
  3. Otto Antonia Graf: Otto Wagner. 1: Das Werk des Architekten 1860–1902. 2. Auflage. Böhlau, Wien 1994, S. 134–248.
  4. Betriebsbahnhof Gürtel
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