Ussuri

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Ussuri
Уссури, Улахэ (Ulache)
Einzugsgebiet des Ussuri mit Zuflüssen

Einzugsgebiet des Ussuri mit Zuflüssen

Daten
Gewässerkennzahl RU20030700212118100051424
Lage Primorje, Chabarowsk (Russland),
Heilongjiang (VR China)
Flusssystem Amur
Abfluss über Amur → Tatarensund
Quellgebiet im Gebirge Sichote-Alin
43° 43′ 36″ N, 134° 25′ 58″ O
Mündung bei Chabarowsk in den AmurKoordinaten: 48° 27′ 10″ N, 135° 3′ 50″ O
48° 27′ 10″ N, 135° 3′ 50″ O
Länge 588 km[1][2] (mit Quellfluss Ulache 897 km)
Einzugsgebiet 193.000 km²[1]
Abfluss MQ
1150 m³/s
Linke Nebenflüsse Arsenjewka, Sungatscha, Muling He, Naoli He
Rechte Nebenflüsse Schurawljowka, Pawlowka, Bolschaja Ussurka, Bikin, Chor, Kija
Großstädte Chabarowsk
Mittelstädte Lessosawodsk, Raohe
Kleinstädte Tschugujewka, Kirowski, Gornyje Kljutschi
Река Уссури у посёлка Горные Ключи.JPG
Река Уссури под Чугуевкой.JPG
Unterlauf des Ussuri

Unterlauf des Ussuri

Verlauf des Ussuri

Verlauf des Ussuri

Der Ussuri (russisch Уссури, chin.: Wusuli Jiang, 乌苏里江 / 烏蘇里江) ist ein rechter Nebenfluss des Amur (Heilong Jiang) in Russland und China.

Der 897 km lange Ussuri entspringt in Russisch-Fernost ost-nordöstlich von Wladiwostok im Süden des Sichote-Alin-Gebirges (Küstengebirge gegenüber Japan). Seine Quelle befindet sich nur wenige Kilometer westlich der Küste des Japanischen Meeres, eines Randmeeres des Pazifiks. Von dort wendet sich sein Wasser landeinwärts überwiegend in nördliche Richtungen. Sein Oberlauf bis zum Zusammenfluss mit der Arsenjewka südlich von Kirowski heißt auch Ulache (russisch Улахэ).

Nach dem Verlassen des Gebirges mündet die aus Richtung Südwesten kommende Sungatscha ein, die als russisch-chinesischer Grenzfluss dem etwa 4.400 km² großen Chankasee entfließt. Fortan ist auch der Ussuri Grenzfluss zwischen Russland und China. Weiter nördlich mündet der aus Richtung Südwesten kommende Muling He ein. Etwas unterhalb der Einmündung des Ussuri in den Amur, die sich auch noch auf dieser Grenze befindet, liegt die Stadt Chabarowsk (die Hauptstadt von Russisch-Fernost).

Der Ussuri und der Sungatschi bilden im Sommer eine schiffbare Strecke von 750 km Länge.

1969 gab es am Ussuri schwere Gefechte zwischen den Grenztruppen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ussuri – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Meyers großes Taschenlexikon in 24 Bänden. BI-Taschenbuchverlag 1992, Band 23, S. 64.
  • Algirdas J. Knystautas, Jurij B. Sibnev: Die Vogelwelt Ussuriens. Avifaunistisches zwischen Amur und Japanischem Meer. Verlag Parey, Hamburg 1987, ISBN 3-490-18618-4.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Artikel Ussuri in der Großen Sowjetischen Enzyklopädie (BSE), 3. Auflage 1969–1978 (russisch)
  2. Ussuri im Staatlichen Gewässerverzeichnis der Russischen Föderation (russisch)