Valga

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Valga
Wappen
Wappen
Flagge
Flagge
Staat: Estland Estland
Kreis: Valgamaa lipp.svg Valga
Koordinaten: 57° 47′ N, 26° 3′ OKoordinaten: 57° 47′ N, 26° 3′ O
Höhe: 65 m
Fläche: 16,54 km²
 
Einwohner: 14.055 (2004)
Bevölkerungsdichte: 850 Einwohner je km²
Zeitzone: EET (UTC+2)
Kfz-Kennzeichen: G
 
Bürgermeister: Kalev Härk
Postanschrift: Puiestee 8
68203 Valga
Webpräsenz:
Karte von Estland, Position von Valga hervorgehoben

Valga (deutsch Walk) ist eine Stadt im Süden Estlands, 245 Straßenkilometer südlich der Hauptstadt Tallinn gelegen.

Valga liegt direkt an der Grenze zu Lettland gegenüber der lettischen Schwesterstadt Valka. Beide Städte bildeten bis 1920 eine einheitliche Gesamtstadt.

Valga town hall, railway station and Jaani church

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zur Geschichte vor 1920: siehe Walk

Während der deutschen Besetzung wurde zwischen 1941 und 1944 am Stadtrand in Priimetsa in ehemaligen Pferdeställen das Stalag 351 für sowjetische Kriegsgefangene eingerichtet, in dem 30.000 Menschen starben. In Valga bestand das sowjetische Kriegsgefangenenlager 287 für deutsche Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs.[1]

In den Zeiten, in denen Estland und Lettland Teil der Sowjetunion waren (1940–1941 bzw. 1944–1991), verschwanden die Grenzkontrollen. Nach dem Zerfall der Sowjetunion und der erneuten Unabhängigkeit 1991 wurden wiederum Zollschranken errichtet, die den Personen- und Güterverkehr zwischen beiden Teilstädten stark behinderten. So lag der Grenzübergang für Autofahrer außerhalb der beiden Teilstädte. Seit dem EU-Beitritt Estlands und Lettlands am 1. Mai 2004 und der Implementierung des Schengener Abkommens am 21. Dezember 2007 gibt es keine Grenzabfertigung mehr. Freier Personen und Fahrzeugverkehr ist in der gesamten Stadt möglich.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1944 wird die Zeitung Valgamaalane dreimal wöchentlich herausgegeben. Außerdem unterhält das Estnische Fernsehen eine lokale Vertretung und es gibt ein lokales Radio („Raadio Ruut“). Seit 2003 wird die russisch-sprachige Zeitung Walk (Валкъ) herausgegeben.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freundschaftliche oder partnerschaftliche Beziehungen pflegt Valga zu

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Maschke, Erich (Hrsg.): Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des Zweiten Weltkrieges. Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld 1962–1977.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Valga – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien