Verbandsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Verbandsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau
Verbandsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau
Deutschlandkarte, Position der Verbandsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau hervorgehoben
49.3861111111117.4408333333333Koordinaten: 49° 23′ N, 7° 26′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Kaiserslautern
Fläche: 59,58 km²
Einwohner: 10.330 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 173 Einwohner je km²
Verbandsschlüssel: 07 3 35 5001
Verbandsgliederung: 5 Gemeinden
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Am Rathaus 2
66892 Bruchmühlbach-Miesau
Webpräsenz: www.bruchmuehlbach-miesau.de
Bürgermeister: Erik Emich (CDU)
Lage der Verbandsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau im Landkreis Kaiserslautern
Karte
Vorlage:Infobox Gemeindeverband in Deutschland/Wartung/Wappen

Die Verbandsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau ist eine Verwaltungseinheit in der Rechtsform einer Gebietskörperschaft im Landkreis Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz. Der Verbandsgemeinde gehören fünf eigenständige Ortsgemeinden an, der Verwaltungssitz ist in der namensgebenden Gemeinde Bruchmühlbach-Miesau.

Verbandsangehörige Gemeinden[Bearbeiten]

Ortsgemeinde Fläche (km²) Einwohner
Bruchmühlbach-Miesau 26,86 7.605
Gerhardsbrunn 10,03 173
Lambsborn 4,73 719
Langwieden 7,03 287
Martinshöhe 10,93 1.546
Verbandsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau 59,58 10.330

(Einwohner am 31. Dezember 2014)[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Verbandsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau wurde im Rahmen der in den 1960er Jahren begonnenen rheinland-pfälzischen Funktional- und Gebietsreform auf der Grundlage des „Dreizehnten Landesgesetzes über die Verwaltungsvereinfachung im Lande Rheinland-Pfalz“ vom 1. März 1972, in Kraft getreten am 22. April 1972, neu gebildet. Zuvor galten im damaligen Regierungsbezirk Pfalz im Wesentlichen die aus der bayerischen Zeit (1816 bis 1946) stammenden Verwaltungsstrukturen.

Im Zusammenhang mit der von der Landesregierung beabsichtigten Kommunalen Verwaltungsreform fand am 30. August 2015 Einwohnerbefragung und ein Bürgerentscheid statt.[2]

Bei der Einwohnerbefragung waren die Wahlberechtigten in den verbandsangehörigen Gemeinden aufgerufen zu zwei Fragen abzustimmen:

  • „Soll sich die Verbandsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau im weiteren Verfahren zur Gebietsreform gegenüber Landtag und Landesregierung gegen die Eingliederung in die Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach aussprechen?“ (Ergebnis 67,55 % Ja-Stimmen)[3]
  • „Sofern Sie sich gegen die Eingliederung in die Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach aussprechen, soll sich die Verbandsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau im weiteren Verfahren zur Gebietsreform gegenüber Landtag und Landesregierung für die Erhaltung der Selbstständigkeit der Verbandsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau aussprechen?“ (Ergebnis 96,78 % Ja-Stimmen; Wahlbeteiligung 37,5 %)

Beim Bürgerentscheid lautete die Frage:

  • „Soll sich die Verbandsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau im weiteren Verfahren zur Gebietsreform gegenüber Landtag und Landesregierung gegen die Fusion mit den Verbandsgemeinden Waldmohr und Schönenberg-Kübelberg aussprechen?“ (Ergebnis: 83,67 % Ja-Stimmen)[4]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Die Entwicklung der Einwohnerzahl bezogen auf das Gebiet der heutigen Verbandsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[5][1]

Jahr Einwohner
1815 2.540
1835 3.878
1871 4.052
1905 4.683
1939 6.266
1950 7.154
Jahr Einwohner
1961 9.162
1970 9.449
1987 9.620
1997 11.194
2005 10.659
2014 10.330

Politik[Bearbeiten]

Verbandsgemeinderat[Bearbeiten]

Der Verbandsgemeinderat Bruchmühlbach-Miesau besteht aus 28 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem hauptamtlichen Bürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Verbandsgemeinderat:[6]

Wahl SPD CDU Gesamt
2014 18 10 28 Sitze
2009 17 11 28 Sitze
2004 15 13 28 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten]

1972–1982 Peter Holz (SPD)
1990–2016 Werner Holz (SPD)
seit 2016 Erik Emich (CDU)[7]

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In von Schwarz und Gold bzw. Rot und Silber achtfach geteiltem Schildbord, auf silbernem Dreiberg, darin fünf schwarze Bollen 2:1:2, durch einen silbernen Faden von Schwarz und Rot gespalten, rechts ein rotbewehrter und -bezungter goldener Löwe, links ein blaubwehrter und -bezungter silberner Löwe, einander zugekehrt.“

Das Wappen wurde 1979 von der Bezirksregierung Neustadt genehmigt.[8]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Bekanntmachung der Einwohnerbefragung und des Bürgerentscheids im Amtsblatt der Verbandsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau vom 13. August 2015
  3. Endgültiges Ergebnis der Einwohnerbefragung am 30.08.2015
  4. Endgültiges Ergebnis des Bürgerentscheids am 30.08.2015
  5. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Verbandsgemeinderatswahlen
  7. Pfälzischer Merkur – Bruchmühlbach: Letzter Arbeitstag für Verbandsbürgermeister Holz
  8. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3