Gerhardsbrunn

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Gerhardsbrunn
Gerhardsbrunn
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Gerhardsbrunn hervorgehoben
Koordinaten: 49° 21′ N, 7° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Kaiserslautern
Verbandsgemeinde: Bruchmühlbach-Miesau
Höhe: 403 m ü. NHN
Fläche: 10,03 km²
Einwohner: 171 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 17 Einwohner je km²
Postleitzahl: 66894
Vorwahl: 06375
Kfz-Kennzeichen: KL
Gemeindeschlüssel: 07 3 35 011
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Rathaus 2
66892 Bruchmühlbach-Miesau
Webpräsenz: www.gerhardsbrunn.de
Ortsbürgermeister: Hans-Jürgen Brünesholz
Lage der Ortsgemeinde Gerhardsbrunn im Landkreis Kaiserslautern
Karte

Gerhardsbrunn ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt auf der Sickinger Höhe. Zu Gerhardsbrunn gehört auch der Weiler Scharrhof und der Wohnplatz Scharrmühle.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gerhardsbrunn wurde um 1560 erstmals urkundlich erwähnt.

Das Dorf Gerhardsbrunn gehörte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zum sogenannten Kleingericht der Herrschaft Landstuhl, das im Besitz der Freiherren von Sickingen der Linie zu Sickingen war.

Im Jahr 1794 wurde das Linke Rheinufers im Ersten Koalitionskrieg besetzt. Von 1978 bis 1814 gehörte Gerhardsbrunn zum Kanton Landstuhl im Departement Donnersberg.

Aufgrund der auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen kam das Gebiet im Juni 1815 zunächst zu Österreich und wurde 1816 auf der Grundlage eines Staatsvertrags an das Königreich Bayern abgetreten. Unter der bayerischen Verwaltung gehörte Gerhardsbrunn von 1817 an zum Landkommissariat Homburg im Rheinkreis, ab 1862 zum Bezirksamt Homburg, wechselte 1929 zum Bezirksamt Kaiserslautern und gehört seit 1939 zum Landkreis Kaiserslautern.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Gemeinde Gerhardsbrunn innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des Regierungsbezirks Pfalz im damals neu gebildeten Land Rheinland-Pfalz.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Gerhardsbrunn, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[1][3]

Jahr Einwohner
1815 189
1835 266
1871 255
1905 191
1939 155
1950 221
Jahr Einwohner
1961 207
1970 156
1987 156
1997 176
2005 156
2015 171

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende 2014 waren 65,3 Prozent der Einwohner evangelisch und 20,8 Prozent katholisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[4] Die Katholiken gehören zum Bistum Speyer, die Evangelischen zur Protestantischen Landeskirche Pfalz.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Gerhardsbrunn besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „Von Rot und Silber geteilt, oben ein schwarzer Wappenschild mit fünf silbernen Kugeln 2:1:2, beseitet von je einer senkrecht stehenden goldenen Ähre, unten ein rotgefasster Röhrenbrunnen mit fließendem silbernem Wasser im Schildfuß.“

Es wurde 1980 von der Bezirksregierung Neustadt genehmigt. Die Kugeln verweisen auf die früheren Ortsherren, die Herren von Sickingen.[6]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die nächste Autobahnanschlussstelle ist Bruchmühlbach-Miesau an der Bundesautobahn 6 SaarbrückenKaiserslautern, etwa neun Kilometer entfernt.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gerhardsbrunn – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 94 (PDF; 2,3 MB)
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. KommWis, Stand: 31. Dezember 2014
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3