Villardiegua de la Ribera

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Gemeinde Villardiegua de la Ribera
Villardiegua de la Ribera – Verraco
Villardiegua de la Ribera – Verraco
Wappen Karte von Spanien
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Villardiegua de la Ribera (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Kastilien-León
Provinz: Zamora
Comarca: Sayago
Koordinaten 41° 32′ N, 6° 11′ WKoordinaten: 41° 32′ N, 6° 11′ W
Höhe: 734 msnm
Fläche: 28,85 km²
Einwohner: 134 (1. Jan. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 4,64 Einw./km²
Postleitzahl: 49250
Gemeindenummer (INE): 49265 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: www.ayuntamiento.org/villardiegua-de-la-ribera.htm

Villardiegua de la Ribera ist eine nordspanische Gemeinde (municipio) in der Provinz Zamora in der Autonomen Gemeinschaft Kastilien-León.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Villardiegua de la Ribera liegt im Südwesten der Provinz Zamora in einer Höhe von ca. 730 Metern ü. d. M. in der felsigen Landschaft des Naturparks Arribes del Duero nahe der vom Fluss Duero gebildeten Grenze zu Portugal. Das sehenswerte Dorf Tudera befindet sich etwa 15 Kilometer südlich; bis zur portugiesischen Grenzstadt Miranda do Douro sind es etwa 19 Kilometer in südwestlicher Richtung. Die Provinzhauptstadt Zamora ist etwa 52 Kilometer (Fahrtstrecke) in nordöstlicher Richtung entfernt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1950 1960 1970 1981 1991 2000
Einwohner 569 504 310 226 178 177

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts schwankte die Einwohnerzahl zwischen etwa 530 und 670. Infolge der Mechanisierung der Landwirtschaft ist die Bevölkerung seit den 1950er Jahren kontinuierlich auf den derzeitigen Tiefststand zurückgegangen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landwirtschaft, vor allem die Anpflanzung von Weinreben, Oliven- und Obstbäumen, spielt traditionell die größte Rolle im Wirtschaftsleben der Gemeinde. Daneben fungierte der Ort bereits im Mittelalter als Handels-, Handwerks- und Dienstleistungszentrum für die Dörfer und Weiler in der Region. Einnahmen aus dem Tourismus in Form der Vermietung von Ferienwohnungen (casas rurales) sind in den letzten Jahrzehnten hinzugekommen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits in vorrömischer Zeit siedelten hier Stammesgruppen vom keltischen Volk der Vettonen, die von den Römern im Jahre 193 v. Chr. unterworfen wurden. Aus westgotischer und islamischer Zeit sind kaum Funde bekannt. Die Rückeroberung (reconquista) der nur dünn besiedelten und abgelegenen Gebiete im 11. und 12. Jahrhundert verlief weitgehend ohne Blutvergießen; danach begann die Wieder- – oder besser – Neubesiedlung (repoblación). Das zum Kronbesitz gehörige Land wurde im 14. Jahrhundert an einzelne Grundherrn (señores) verteilt, die fortan die Grenzsicherung gegenüber Portugal wahrnahmen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im Ort steht eine der vorrömischen Verraco-Figuren, die gemeinhin dem keltischen Volksstamm der Vettonen zugeordnet werden. Im vorliegenden Fall handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen Stier. Die Figur stand ursprünglich im vier Kilometer südwestlich des heutigen Ortes gelegenen Weiler San Mamede.
  • Ebenfalls aus dem Weiler San Mamede stammen ca. 20 römische Grabstelen, die teilweise in den Wänden der Häuser von Villardiegua vermauert wurden.
  • Eine Burg (castillo), von der nur noch Ruinen erhalten sind, erhob sich einst im Weiler San Mamede. Später wurde hier auch eine Einsiedlerkirche (ermita) errichtet, die ebenfalls nur als Ruine erhalten ist.
  • Die einschiffige Pfarrkirche aus dem 16. Jahrhundert verfügt über einen Glockengiebel im Stil der Renaissance über der eingangslosen und ansonsten völlig schmucklosen Westfassade; daneben gibt es eine Vorhalle (portico) auf der Südseite.
  • Ein aus vier grob behauenen Granitsteinen errichteter Klauenstand (potro de herrar) steht am Ortsrand.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Villardiegua de la Ribera – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).