Zamora (Spanien)

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Gemeinde Zamora
Zamora – romanische Kathedrale über dem Duero
Zamora – romanische Kathedrale über dem Duero
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Zamora
Zamora (Spanien) (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: KastilienleonKastilien und León Kastilien und León
Provinz: Zamora
Comarca: Tierra del Pan
Koordinaten 41° 30′ N, 5° 45′ WKoordinaten: 41° 30′ N, 5° 45′ W
Höhe: 635 msnm
Fläche: 149,28 km²
Einwohner: 63.217 (1. Jan. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 423,48 Einw./km²
Postleitzahl: 49001 - 49028
Gemeindenummer (INE): 49275 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Zamora

Die 63.217 Einwohner (Stand 1. Januar 2016) zählende Stadt Zamora ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in der Autonomen Region Kastilien-León in Spanien.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Zamora liegt auf der Meseta gut 250 km nordwestlich von Madrid in 635 m Höhe ü. d. M.[2] auf einem Felshügel über dem Fluss Duero. Die Grenze zu Portugal bei Miranda do Douro ist nur ca. 55 km entfernt. Die winterlichen Temperaturen sind durchaus kühl, im Sommer dagegen ist es warm bis heiß; die spärlichen Regenfälle (ca. 360 mm/Jahr) fallen übers ganze Jahr verteilt.[3]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1857 1900 1950 2000 2016
Einwohner 13.025 16.287 38.320 65.225 63.217

Der starke Bevölkerungsanstieg im 20. Jahrhundert ist im Wesentlichen auf die Zuwanderung aus dem ländlichen Umland zurückzuführen.[4]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landwirtschaft war seit jeher die Lebensgrundlage für die Bevölkerung der Region; die Stadt war ein bedeutender Martktort und ist heute ein regionales Zentrum für Handwerk, Handel und Dienstleistungen aller Art. Zamora ist bekannt für die Herstellung von Lederwaren und Textilien. Auch der innerspanische Tourismus ist von einer gewissen Bedeutung.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fassade der Kathedrale

Auf dem Gebiet der Stadt ist bereits eine bronzezeitliche Besiedlung nachweisbar. In der Antike war der Ort als Ocelum bzw. Ocelodurum eine Stadt der Vettonen; später gehörte er zur römischen Provinz Lusitania und war eine Station auf der unter Kaiser Augustus erbauten Römerstraße von Mérida (Emerita Augusta) nach Astorga (Asturica Augusta), die später unter dem Namen Silberstraße bekannt war.

Im Rahmen der islamischen Eroberung wurde die Stadt vor allem von Berbern besiedelt, die aber bereits um 900 das Land wieder räumen mussten. Die in einem aus strategischen Gründen verwüsteten Gebiet im Niemandsland zwischen al-Andalus und dem christlichen Herrschaftsbereich gelegene Stadt wechselte im 9. Jahrhundert mehrfach Herrn und Einwohnerschaft. Von Alfons II. (reg. 791–842) mit einer Stadtmauer versehen, erhielt die Stadt nach der Eroberung durch Alfons III. (reg. 866–910) im Jahre 893 Festungscharakter und wurde um das Jahr 900 Sitz des Bischofssitz; erster Bischof war Attila von Zamora. Der Versuch des umayyadischen Prinzen und selbsterklärten Mahdi Ibn al-Qitt, die Stadt im Jahre 901 für die Muslime zurückzuerobern, scheiterte.

Die Stadt wurde im Jahre 981 von den Mauren zerstört. Im 11. Jahrhundert wurde sie von Ferdinand I. (reg. 1035–1065) wieder aufgebaut; eine Wiederbesiedlung (repoblación) wurde angestoßen. Nach seinem Tod wurde die Stadt Residenz für seine Tochter Urraca. Im 12. und frühen 13. Jahrhundert erlebte die Stadt ihre Blütezeit, die jedoch durch die Verlagerung des politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Interesses in Richting Andalusien ein Ende fand – sie sank auf den Rang einer Provinzstadt zurück, wodurch aber andererseits viele mittelalterliche Kirchen (allen voran die Kathedrale) erhalten blieben.[5]

Sehenswürdigkeiten und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche San Cipriano
Abastos-Markt
Duero-Brücke

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die romanische Kathedrale stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist die Bischofskirche des Bistums Zamora.

Weitere romanische Kirchen:

außerhalb

Weitere Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Zamora

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zamora hat Städtepartnerschaften geschlossen mit

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Zamora – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Zamora – Karte mit Höhenangaben
  3. Zamora – Klimatabellen
  4. Zamora – Bevölkerungsentwicklung
  5. Zamora – Geschichte