Zamora (Spanien)

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Zamora
Die romanische Kathedrale über dem Ufer des Duero
Die romanische Kathedrale über dem Ufer des Duero
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Zamora
Zamora (Spanien) (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: KastilienleonKastilien und León Kastilien und León
Provinz: Zamora
Comarca: Tierra del Pan
Koordinaten 41° 30′ N, 5° 45′ WKoordinaten: 41° 30′ N, 5° 45′ W
Höhe: 652 msnm
Fläche: 149,28 km²
Einwohner: 63.831 (1. Jan. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 427,59 Einw./km²
Postleitzahl: 49001 - 49028
Gemeindenummer (INE): 49275 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Bürgermeister: Rosa María Valdeón (PP)
Website: www.ayto-zamora.org

Zamora [θaˈmɔɾa] ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in der Autonomen Region Kastilien-León in Spanien. Sie liegt etwa 250 km nordwestlich von Madrid in 652 m Höhe am Duero auf einem Felshügel und hat 63.831 Einwohner (Stand 1. Januar 2015). Die mittelalterliche Altstadt ist von einer alten Stadtmauer mit Toren umgeben.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt an der Westgrenze Spaniens noch auf der Meseta südwestlich der Montes de Torozos und nördlich der Tierra del Vino, im Tal des Duero. Nördlich liegt Benavente, nordöstlich Palencia, östlich Valladolid, südöstlich Medina del Campo, südlich Salamanca, westlich Bragança (Portugal) und nordwestlich das Dorf Andavias. Nach Madrid (südöstlich) sind es etwa 200 km.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es ist bereits eine bronzezeitliche Besiedlung nachweisbar. In der Antike war der Ort als Ocelum bzw. Ocelodurum eine Stadt der Vettonen, später gehörte er zur römischen Provinz Lusitania.[2] Die Stadt war eine Station auf der von Kaiser Augustus erbauten Römerstraße von Mérida nach Astorga, die später unter der Bezeichnung Silberstraße bekannt war. Nach der arabischen Eroberung wurde die Stadt vor allem von Berbern besiedelt, die aber um die Mitte des 8. Jahrhunderts das Land räumen mussten.

Die in einem aus strategischen Gründen verwüsteten Gebiet im Niemandsland zwischen al-Andalus und dem christlichen Herrschaftsbereich gelegene Stadt wechselte im 9. Jahrhundert mehrfach Herrn und Einwohnerschaft. Von Alfons II. (reg. 791-842) mit einer Stadtmauer versehen, erhielt die Stadt nach der Eroberung durch Alfons III. im Jahre 893 Festungscharakter und wurde 900 Sitz des Bistums Zamora.[3] Der Versuch des umayyadischen Prinzen und selbsterklärten Mahdi[4] Ibn al-Qitt, die Stadt im Jahre 901 für die Muslime zurückzuerobern, scheiterte.[5]

Zamora wurde im Jahre 981 von den Mauren zerstört. Im 11. Jahrhundert wurde sie von Ferdinand I. wieder aufgebaut. Nach seinem Tod 1065 wurde die Stadt Residenz für seine Tochter Urraca.

Sehenswürdigkeiten und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Romanisches Portal der Kathedrale
Kirche San Cipriano
Mercado de Abastos
Mittelalterliche Brücke über den Duero

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die romanische Kathedrale stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist die Bischofskirche des Bistums Zamora.

Weitere romanische Kirchen:

Weitere Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Zamora

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zamora ist bekannt für seine Semana Santa und die Herstellung von Lederwaren und Textilien.

Der Schafskäse Zamorano D.O.P. ist nach der Stadt benannt.

1976 wurden Szenen des Spielfilms Robin und Marian mit Sean Connery und Audrey Hepburn vor der Festung Zamora gedreht.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zamora hat Städtepartnerschaften geschlossen mit

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Zamora – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Pedro Barceló: Ocelum 2. In: Der Neue Pauly
  3. Vgl. Vones, H.-R. Singer: Art. "Zamora" S. 471f.
  4. Vgl. Maria Isabel Fierro Bello: La Heterodoxia en Al-Andalus durante el periodo Omeya. Instituto Hispano-Arabe de Cultura, Madrid, 1987. S. 106-111.
  5. Vgl. A. Huici Miranda: Art. "Ibn al-Ḳiṭṭ" in The Encyclopaedia of Islam. New Edition Bd. III, S. 842.